Selbstversuch – 10 Tage Smartphone Entzug

Smartphone Entzug

Jungs und Mädels, lange hab ich ihn vor mir hergeschoben – den nächsten Selbstversuch. Also zumindest einen, der nichts mit Sport zu tun hat. Vor knapp einem Jahr bin ich 10 Tage lang auf hohen Schuhen herumgestöckelt und ab heute wage ich ein neues Experiment: 10 Tage Smartphone Entzug.

Ja und?

Ich denke, dass es jetzt zweierlei Reaktionen auf diese Ankündigung geben wird. Die einen von euch denken vielleicht: „Smartphone Entzug? Was soll daran so wild sein?“ Und viele andere denken vielleicht: „Um Gottes Willen! Das könnte ich nicht!“ Aber bei einem Punkt werden wir uns vielleicht größtenteils einig sein: Mit einem Smartphone verbringt man deutlich mehr Zeit als früher mit einem normalen Handy. Unzählige Apps erleichtern einem das Leben und führen dazu, dass man sich ohne Smartphone schnell aufgeschmissen fühlt.

Ich ohne mein Smartphone – Ein Rückblick

Ich weiß noch, wie ich mich gefühlt habe, als mir vor drei Jahren mein Smartphone gestohlen wurde. Ich habe mich ein bisschen nackig gefühlt. Okeeee – ich habe mich SEHR nackig gefühlt. Ich stand am Ku’Damm, musste meine Freundin um ihr Handy bitten, damit ich Stefan anrufen kann, musste ohne die App für die öffentlichen Verkehrsmittel nach Hause fahren (zum Glück ist der Ku’Damm nur drei U-Bahn-Stationen von uns entfernt…) und saß danach zu Hause und konnte nichts machen. Doch dann gab es noch eine ganz konträre Situation.

Vor zwei Jahren sind Stefan und ich für eine Woche an die polnische Ostsee gefahren und dort hatte ich wirklich eine komplette Woche kein bisschen Internet. Und das führte ziemlich automatisch zum Smartphone Entzug. Denn wie wir alle wissen, ist solch ein Smartphone ohne Internet ziemlich nutzlos. Gut, man kann darauf spielen – aber seit Anfang des Jahres hab ich es zumindest geschafft, keine Spiele mehr auf meinem Smartphone zu spielen. Denn Candy Crush war einige zeitlang auch ein ganz schöner Zeitfresser. Jedenfalls war es nach zwei Tagen, in denen ich mich an den Smartphone Entzug gewöhnen musste, Erholung pur und als ich, zurück in Deutschland, wieder Empfang hatte, stellte ich fest, dass ich nichts verpasst hatte.

Wozu der Smartphone Entzug?

Nach Möglichkeit möchte ich genau das wieder erreichen. Der Smartphone Entzug wird diesmal nicht so drastisch ausfallen wie damals, denn 10 Tage komplett ohne Smartphone kann ich mir derzeit beruflich gar nicht leisten. Doch der Konsum wird massiv eingeschränkt. Damit möchte ich erreichen, dass ich wieder etwas entschleunige und mir darüber bewusst werde, wie stark ich das Smartphone im Alltag benutze. Denn fast täglich ist das erste, was ich tue, WhatsApp, E-Mails, Facebook, Instagram und Pinterest auf dem Smartphone checken und abends, nachdem ich Snapchat geschaut habe, nochmal derselbe Spaß. Bevor ich die Audible-App oder einen Podcast zum Einschlafen einschalte. Ohne meine Google Maps App bin ich auch ziemlich aufgeschmissen, wenn ich in Berlin unterwegs bin (und Vorsicht Spoiler: am nächsten Montag mache ich mit meinem Cousin und seiner Freundin Sightseeing in Berlin…). Ihr merkt schon – das wird nicht leicht für mich.

Doch gnädigerweise werde ich nicht in den kalten Smartphone Entzug mitten im Alltag geschmissen. Denn Stefan und ich fahren heute für drei Tage an die Ostsee, um uns ein wenig Meerluft zu schnuppern und Kraft zu tanken. Dort wird es mir mit Sicherheit erst einmal leichter fallen, mich an den Smartphone Entzug zu gewöhnen. Doch nun kommen wir noch schnell zu den Regeln. In Abstimmung mit Stefan, der den Smartphone Entzug nämlich mehr als begrüßt 😀 , habe ich ein paar Regeln aufgestellt, um das Smartphone so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich zu nutzen. Wir sprechen uns dann in 10 Tagen wieder.

10 Tage Smartphone Entzug – Die Regeln

  1. Ich darf ganz normal telefonieren (tue ich eh ungern…).
  2. Ich darf in dringenden Fällen SMS schreiben (wer macht das heutzutage schon noch?).
  3. Ich darf den Wecker des Smartphones benutzen.
  4. Ich darf Fotos damit machen (mache ich eh recht selten).
  5. Ich darf auf Instagram posten und auf Kommentare antworten, jedoch nicht selbst konsumieren.
  6. Ich darf selbst auf Snapchat snappen, aber nicht selbst konsumieren.
  7. Ich darf für unsere Nike Fitnesschallenge die NTC-App nutzen.
  8. Ich darf einmal am Tag zu einem Zeitpunkt meiner Wahl WhatsApp checken, Nachrichten schreiben und beantworten. Aber maximal 10 Minuten lang.
  9. Alle anderen Apps sind vom Startbildschirm verbannt und dürfen in den 10 Tagen nicht von mir genutzt werden.

Auf geht’s!

Kommentar

  • Avatar
    Carolin

    Sehr spannend und gerade kuz vor Weihnachten finde ich das Experiment toll. Vielleicht kommt dadurch ja ein schönes, besinnliches Gefühl auf, das ansonsten durch Stress wegfallen würde?
    Ich freu mich auf dein Fazit!

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