Unser Strandurlaub in Polen

Urlaub mit Hund in Polen (29 von 39)Über einen Monat ist unser Urlaub in Polen nun leider schon wieder her und nun bin ich endlich mal dazu gekommen, die Bilder auszusortieren und für euch fertig zu machen. Außerdem möchte ich euch einen kleinen Reisebericht nicht vorenthalten, denn die Ecke, in der wir waren, ist vor allem auch für diejenigen interessant, die Urlaub mit Hund in Polen machen möchten. Doch auch für alle anderen, die sich keinen wilden Partyurlaub, sondern Ruhe und menschenleere Strände wünschen, ist ein Urlaub an der polnischen Ostsee ideal. Doch fangen wir von vorn an.

Seit 4 Jahren waren Stefan und ich nicht mehr im Urlaub und seitdem hat sich vor allem ein Punkt wesentlich geändert: Susi, unser frecher Hund. Wir wollten unbedingt einen Urlaub mit ihr machen. Deshalb haben wir uns entschieden, eine Woche im Juni mit Susi zu verreisen und im Spätherbst nochmal zu zweit wegzufliegen. Uns war ziemlich schnell klar, dass wir an die Ostsee wollen, doch an der deutschen Ostseeküste hat man es mit Hund zur Hauptsaison nicht besonders leicht. Die Deutschen achten laut Internetrecherche sehr darauf, dass die Hunde angeleint sind und an viele Strände dürfen sie erst gar nicht. Unser Traum war demnach ein menschenleerer Strand mitten vor der Haustür zu einem bezahlbaren Preis. Nach wirklich stundenlanger Recherche stand unsere Wahl fest. Wir entschieden uns für ein kleines Ferienhaus im Ort Plesna in der Nähe von Ustronie Morski und Kolberg. Wir brauchten mit dem Auto knapp 4 Stunden von Berlin nach Plesna, absolut human.

Unser Ferienhaus in Plesna

Unser Häuschen war für uns zweieinhalb eigentlich viel zu groß. Denn eigentlich hätten dort 6 Personen schlafen können, wobei zwei der Personen etwas weniger Privatsphäre gehabt hätten. 😉 Im Erdgeschoss war das Wohnzimmer mit offener Küche, Fernseher und Kamin und ein Bad mit Dusche. Die Küche war wirklich sehr gut ausgestattet und es fehlte uns an nichts. Das einzige, was noch ganz schön gewesen wäre, wäre ein Backofen gewesen. Dafür gab es aber eine Mikrowelle. Gekocht haben wir aber eh nicht wirklich viel, da wir den Grill in unserem kleinen Vorgarten ausgiebig genutzt haben.

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In der oberen Etage waren ein Schlafzimmer mit Doppelbett mit direkt angeschlossenem Bad mit Dusche und ein separates Zimmer mit zwei Einzelbetten. Außerdem stand im Flur ein ausklappbares Sofa, auf dem dann die Leute ohne Privatsphäre schlafen können. 😉 Unten in unserem Vorgarten hatten wir neben dem Grill außerdem einen Tisch und zwei Bänke. Ein weiteres Plus war außerdem der Windschutz für den Strand, der an der Garderobe hing.

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Wir haben unser Ferienhaus in Plesna über fewo-direkt.de gebucht und alles lief völlig reibungslos. Bezahlt haben wir für die 7 Tage 203 Euro, was meiner Meinung nach wirklich ein Schnäppchen ist. Das Haus war sauber und neu ausgestattet (viel Ikea). Die einzigen beiden Punkte, die uns ein wenig gestört haben, waren, dass es ein wenig komisch roch und dass die Verwalter der Ferienhausanlage in Plesna anscheinend weder Deutsch noch Englisch sprechen konnten. Bei der Ankunft wurde uns nur kurz ohne ein Wort das Haus aufgeschlossen und bei der Abreise gaben wir den Schlüssel beim Verwalter wieder ab.

Der Strand

Das absolute Highlight unseres Urlaubs in Polen war eindeutig der Strand. Von unserem Ferienhaus aus liefen wir erst durch das winzige Plesna, das wirklich nur aus der Ferienhausanlage, einem Mini-Camping-Platz und vielleicht 10 weiteren Häusern besteht. So ist man innerhalb von 5 Minuten am Wald angelangt, durch den man dann weitere 5 Minuten läuft. Und dann, wenn man eigentlich noch gar nicht wirklich damit rechnet, steht man plötzlich vor dem Meer. Beim ersten Mal blieb uns wirklich der Mund offen stehen. Wir hatten niemals mit solch einem traumhaften Strand gerechnet, der bei unserer Ankunft zudem auch noch völlig menschenleer war. Der Sand war wunderbar fein, nur wenn man ins Meer wollte, war es ganz schön steinig. Hier sind Badelatschen sicherlich wertvoll.

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Da wir ein riesiges Glück mit dem Wetter hatten, konnten wir an 4 der 7 Tage am Strand liegen und die Sonne genießen. Auch am Tag war der Strand sehr leer. Man platzierte sich so, dass vielleicht alle 50-100 Meter jemand lag. Das ist natürlich perfekt, wenn man Strandurlaub mit Hund macht. Vor allem, wenn man solch ein aktives Exemplar wie wir hat. Susi ist nicht der Typ Hund, der sich brav neben einen legt. Sie rennt die ganze Zeit irgendwo herum und ist extrem neugierig. Doch da die nächsten Menschen weit genug entfernt waren, hat sie niemanden stören können. Dafür haben wir stundenlang mit ihr Frisbee gespielt (mal im Stehen und mal im Liegen ;-)) und wenn wir Ruhe wollten, hat sie eben unseren Strandabschnitt umgegraben. Hat ja niemanden gestört.

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Das Meer war für Susi auch eine sehr interessante Erfahrung. Einerseits war sie total neugierig auf die Wellen, andererseits hatte sie tierischen Respekt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zweimal hat sie es geschafft, richtig im Meer zu schwimmen und war dann stolz wie Oskar. Stefan war auch einmal baden, ich hab es nur bis zum Bauch geschafft. War doch noch ganz schön kalt.

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Das Essen

Wir haben uns natürlich selbst verpflegt. Dafür waren wir am ersten Tag gleich in einem polnischen Supermarkt, der zufälligerweise Kaufland hieß ;-), einkaufen. Übrigens findet man in Polen extrem viele deutsche Läden. Es gibt auch Netto, Rossmann, Deichmann und vieles mehr. Das Sortiment ist jedoch nicht das Gleiche. Ich habe zum Beispiel verzweifelt im Kaufland Sauce Hollandaise gesucht, da Stefans Mama uns kurz vor unserer Abreise Spargel geschickt hatte. Dafür ist das Essen in Polen aber um einiges günstiger als hier in Deutschland. Sowohl im Supermarkt als auch in Restaurants. Wir haben meistens mindestens ein Drittel weniger davon bezahlt, was wir in Deutschland zahlen würden. Auch bei den Eisbechern und Waffeln. Dafür gab es in Polen aber im Juni keine Erdbeeren, sondern Dosenobst zu den Waffeln. 🙁

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Die Umgebung

Plesna ist ziemlich weit ab vom Schuss. Es gibt zwar einen kleinen Kiosk an dem Campingplatz, aber mehr auch nicht. Zum Einkaufen muss man nach Koszalin oder Kolberg fahren, was jeweils etwa 20 Kilometer entfernt ist. Hier ist also ein guter Einkaufszettel gefragt.

Wir haben einen Tagesausflug nach Kolberg gemacht, der dann aber nach drei Stunden beendet war. Kolberg ist definitiv süß, aber viel kleiner als gedacht. Wir haben knapp eine Stunde an der Strandpromenade verbracht und sind dann ins Zentrum gefahren. Dort sind wir nochmal knappe 1,5 Stunden herumgelaufen, waren sogar ganz vorbildlich an der Touristeninformation, um dort festzustellen, dass es wirklich nicht viel zu sehen gibt.

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An einem der Regentage waren wir außerdem in Ustronie Morski, wo es die typischen Polenstände gab. Hierzu aber gleich noch mehr. Es ist ein kleiner Ort mit vielen Restaurants. Da wir aber keines gefunden haben, das wirklich gemütlich wirkte, sind wir wieder nach Kolberg an die Strandpromenade gefahren. Dort waren wir dann im Restaurant Pergola essen,  welches ich wirklich empfehlen kann. Es ist wunderschön eingerichtet und das Essen war absolut super. In Deutschland würde man mit Sicherheit 20 Euro für ein Essen dort bezahlen, hier haben wir knapp 10 Euro pro Teller gezahlt. Aber das hat sich wirklich gelohnt.

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Auf unserer Rückreise haben wir außerdem noch einen Abstecher in Stettin gemacht, das dann wiederum viel größer war als angenommen. Ich wollte mir hier vor allem das Schloss ansehen, in welchem Katharina die Große aufgewachsen ist, da ich doch ein Märchen über ihre Kindheit geschrieben habe. Da es aber die meiste Zeit stark geregnet hat, haben wir es dabei belassen und sind nur noch etwas essen gegangen. Doch ich bin mir sicher, dass Stettin eine sehr schöne Stadt ist und vielleicht habe ich nochmal die Möglichkeit, es etwas besser kennenzulernen.

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Shopping

Viele Menschen fahren ja extra nach Polen, um dort günstig Zigaretten zu kaufen oder zu tanken. Zigaretten sind für uns nun total uninteressant und der Tank ist eben auch irgendwann voll. Aber natürlich waren wir neugierig, ob man hier Technik und Kleidung günstiger bekommt. Deshalb waren wir noch in einem Einkaufszentrum in Koszalin. Das sah so ziemlich genauso aus wie die Einkaufszentren in Deutschland, auch was die Läden betrifft. Media Markt, H&M, C&A, sogar Pull&Bear gab es. Doch hier war es ähnlich wie bei den Lebensmitteln. Das Angebot war nicht so gut. Man hatte ein wenig das Gefühl, als hätten die armen Polen die Reste der letzten oder vorletzten Saison abbekommen, was die Mode anbelangt. Als ich im Media Markt nach einem Objektiv schaute, sah es noch schlechter aus. Profikameras- und Objektive gab es hier nicht. Stefan hatte allerdings etwas mehr Glück und hat Rennradschuhe im Sale bekommen. Hier in Deutschland hätte er mindestens das Doppelte für sie gezahlt. Doch das war ein wirklicher Glücksgriff.

Außerdem waren wir, wie vorhin bereits erwähnt, in Ustronie Morski an einer typischen polnischen Einkaufsmeile, die aus zusammengezimmerten Ständen bestand. Hier sind wir jedoch überhaupt nicht fündig geworden und selbst das Gucken lohnt meiner Meinung nach nicht. Außerdem war hier doch einiges teurer und man hätte meistens deutsche Preise gezahlt.

FAZIT: Unser Urlaub an der polnischen Ostsee war perfekt, weil er genau das erfüllt hat, was wir uns gewünscht haben. Wir hatten Ruhe, einen traumhaften Strand und konnten dort problemlos mit Hund Urlaub machen. Dazu haben wir noch einiges an Kosten gespart und ein neues Land kennengelernt. Besser geht es nicht.

 

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Kommentare

  • Vickie

    Liebe Patricia!
    Dein Reisebericht hat mir gerade sehr viel Lust auf einen Ausflug an die polnische Ostsee gemacht! 🙂
    Mein Opa kam einst aus Polen und von daher, war mir die Schönheit unseres häufig unterschätzten Nachbarlandes schon lange bewusst. Falls du dir in Stettin das Schloss bei Gelegenheit doch noch mal ansehen willst: Es fahren teilweise sehr sehr günstige Bahnen von Berlin nach Stettin. Damit kann man zum Beispiel super einen Tagestrip machen wenn man mit einem Wochenende/Gruppenticket fährt, dann zahlt man nur so um die 5 Euro, Yeah! 😀 Und auch Hostelübernachtungen sind teilweise sehr günstig zu haben. Noch ein bisschen unnützes Wissen obendrauf: Der Architekt, der die Stettiner Innenstadt entworfen hat, hat übrigens auch einen Großteil des Bezirks Prenzlauer Berg geplant. 😉 Viele Liebe Grüße

    • Patricia
      Patricia

      Oh was für ein lieber Kommentar! Ich glaube zwar ehrlich gesagt nicht, dass ich nochmal zum Schloss fahren werde, weil es dort wirklich nichts zu sehen gab, aber der Tipp ist dennoch Gold wert. Und das mit dem Prenzlauer Berg fand ich sehr interessant. Ich stehe immer auf unnützes Wissen. 😉

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