Unser Familienwochenende in München im Novotel München City

Novotel München City

München – für viele versnobt, eingestaubt oder einfach nur langweilig. Für mich eine Stadt, die mein Herz ein kleines bisschen höher schlagen lässt. Denn ich liebe diese Stadt mit ihrer alten Architektur, dem Dialekt und der gelebten Kultur. Wo sonst in Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit im Alltag in Tracht herumzulaufen? Und ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit der bayerischen Hauptstadt – zwei Tage München mit meiner Mama, ein tolles Bloggerevent oder auch einen schönen Tag mit Stefan. Deshalb freute ich mich schon sehr darauf, Marlena München zu zeigen und ein entspanntes Familienwochenende dort zu verbringen.

Warum überhaupt München?

München

Wenn ich doch schon einige Male in München war, warum haben wir dann unser Familienwochenende nicht in eine uns bisher unbekannte Stadt gelegt? Nun, wir sind wegen eines bestimmten Anlasses in die bayerische Hauptstadt gefahren. Der Anlass war nämlich der, ungefähr zwei Dutzend Frauen samt Anhang zu treffen, die ich bisher ausschließlich aus dem Internet kannte. „Wie bitte? Ist sie eine von diesen Internetfreaks?“ Joa, schon. Schließlich hänge ich einen Großteil meines Tages in diesem Internet herum, das sich ja eh nicht durchsetzen wird, nicht? 😉 Diese Frauen haben alle eine Gemeinsamkeit mit mir bzw. uns. Sie haben alle in demselben Jahr geheiratet und waren in der Facebook-Gruppe meiner Kollegin Susanne aktiv, um sich über die Hochzeitsplanung auszutauschen. Und da das so ein schöner und harmonischer Austausch war, bei dem wir uns irgendwie alle kennengelernt haben und nicht aus den Augen verlieren wollten, kam eine der Mädels auf die Idee, eine Art Alumni-Gruppe zu gründen.

Seit zwei Jahren gibt es diese Gruppe mit knapp 70 (!) Frauen nun, einige sehr aktiv, andere eher weniger. Wir tauschen uns über alles aus, was man sich so vorstellen kann, und ich kann mir ehrlich gesagt ein Leben ohne diese Gruppe nicht mehr vorstellen. Sie bereichert mein Leben wirklich unheimlich und man hat ein bisschen das Gefühl, in jeder Ecke Deutschlands (und auch über Deutschland hinaus, denn es gibt auch vereinzelte Frauen, die in anderen Ländern leben) eine Freundin zu haben. Es gab schon viele regionale Treffen und in München fand das dritte überregionale Treffen statt und das erste, an dem wir teilnahmen. Stefan stand dem Ganzen verständlicherweise etwas skeptisch gegenüber. Aber er hat sich darauf eingelassen und ich glaub, es hat ihm auch ganz gut gefallen. 😉

München

Passend zum Thema Internet. 😀

München

Die Anfahrt – 6h Zugfahren mit Baby

Im Prinzip gibt es ja immer drei Möglichkeiten, um von A nach B zu kommen. Auto, Flugzeug oder Zug. Auto fiel für uns relativ schnell raus. Denn auch wenn das Autofahren im Gegensatz zu Marlenas ersten Lebensmonaten, wo sie im Auto nur geweint hat, mittlerweile geht, und sie meist recht schnell einschläft, wird es nach 1-2 Stunden Schlaf schnell dramatisch. Und dann kann sich eine halbe Stunde anfühlen wie 5 Stunden. Flugzeug kam auch nicht wirklich in Frage. Privat versuche ich Inlandsflüge zu vermeiden, bzw. hab ich bisher auch immer. Also Zug. Da kann man sich aufteilen und für Marlena kommt nicht so schnell Langeweile auf, ihr größter Feind. Und es gibt ja dieses sagenumwobene Kleinkindabteil, das Stefan jedoch vergaß zu reservieren.

Als wir nach der ersten Anfahrt von Potsdam nach Berlin dort in den ICE einstiegen, fing das Ganze leider nicht so prickelnd an. Denn ausgerechnet die Tür unseres Waggons war defekt. Der Zug war außerdem gnadenlos überbucht und während Stefan den Kinderwagen auseinanderbaute, quetschten Marlena und ich uns, vorbei an vielen Menschen und den dazugehörigen riesigen Koffern, durch einen kompletten Waggon in Richtung unseres Abteils. Und dort waren unsere Plätze natürlich schon von jungen Mädels besetzt, die naiverweise gehofft hatten, dass niemand kommt, und die dann völlig genervt in einem Schneckentempo unsere Plätze räumten. Eine halbe Stunde später kam Stefan dann auch endlich nach und so waren die ersten beiden der knapp sechs Stunden schon einmal vorbei.

Danach lief glücklicherweise alles total entspannt. Wir frühstückten erstmal etwas im Stehen im Speisewagen, wo viele Sitzplatzlose doch noch einen Sitzplatz gefunden hatten. Ich, mit Marlena in der Trage, bekam übrigens sehr viele Sitzplätze angeboten. In unserem Abteil waren nette, kinderfreundliche Frauen und Marlena schlief sogar ein Stündchen bei mir in der Trage. Ansonsten schaute sie sich mit Stefan kurz das Kleinkindabteil an, das auf ihn nicht sehr attraktiv wirkte, aß Brei und zack, war die Zeit auch schon rum. Viel schneller als gedacht. Auf der Rückfahrt lief es sogar noch entspannter.

Das Novotel München City

Novotel München City

In München angekommen, gab es erstmal eine Brezn (seitdem ist Marlena süchtig nach Brezeln) für Stefan und Marlena und wir schlenderten langsam durch die Innenstadt in Richtung unseres Hotels. Das Novotel München City, das kurz hinter dem Deutschen Museum liegt, hatte uns für zwei Nächte eingeladen. Und es passte wirklich perfekt zu uns, denn das Novotel München City ist wahnsinnig familienfreundlich. Direkt in der wirklich sehr schön eingerichteten Lobby befindet sich eine tolle Spielecke und man kann sogar Buggys (Quinny Zaps) leihen. Außerdem bekommen Kinder an der Rezeption direkt eine kleine Überraschung. Doch das Witzigste war tatsächlich unser Zimmer.

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Bereits an der Zimmertür waren wir etwas irritiert, weil dort ein riesiger Aufkleber des Kinder-Kinofilms „Hotel Transsilvanien 3“ klebte. Und als wir das Zimmer, oder besser gesagt die Juniorsuite, betraten, erwartete uns nicht nur  die passende Bettwäsche in Marlenas Reise-Kinderbett, sondern auch in unserem Elternbett. Außerdem klebten am Badspiegel Sticker. Übrigens könnt ihr bei „München“ in den Storyhighlights unseres Instagramaccounts noch mehr sehen. Jedenfalls war diese kinderfreundliche Optik wirklich witzig.

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Auch sonst gefiel uns das Novotel München City wirklich gut. Stefan testete natürlich auch den Fitnessraum und fand dort alles, was man für ein Workout benötigt. Mir gefiel besonders, dass die Proben im Badezimmer von einer Naturkosmetikmarke waren. Zum Frühstück gab es eine wirklich große Auswahl und auch regionale Spezialitäten wir Weißwurst, Rösti und (ein Glück für Marlena) auch Brezn. Und es gab sogar noch Promialarm beim Frühstück. Wir sahen nämlich Fabian Hambüchen.

Novotel München City Fitnessraum Novotel München City Frühstück Novotel München City Frühstück

Und was machten wir sonst noch in München?

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Am Freitagabend trafen wir uns in der L’Osteria München am Gasteig, das direkt um die Ecke war, zu einem Willkommensabend und aßen die riesigen Pizzen. Es ist total schön dort, der Service ist super nett und die Stimmung total witzig. Und ich bin Fan der Pizzen von L’Osteria.

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Am Samstag trafen wir uns morgens zum Weißwurstfrühstück im Weißen Brauhaus, das gleich Erinnerungen weckte, da ich dort schon mit meiner Mama abendgegessen hatte. Anschließend ging es, ausgestattet mit extra gedruckten Rucksäcken, im Trupp durch München, wo wir eine Führung von den Münchener Mädels, die das alles organisiert hatten, bekamen. Es war ziemlich heiß (keine Überraschung in diesem Sommer, oder? ;-)), aber aushaltbar.

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Unser Ziel war der Englische Garten, wo wir zunächst die Surfer auf der Isar bestaunten und uns dann im Biergarten am Chinesischen Turm eine Maß Bier (Stefan) und Radler (ich) gönnten. Leicht angetüdelt (ich) ging es dann zu der großen Überraschung, auf die schon alle (na ok, vor allem ich, die Überraschungen liebt), gewartet hatten. Da fuhr doch allen Ernstes eine Straßenbahn vor, auf der Sonderfahrt stand? Wir hatten eine ganze Straßenbahn nur für uns, die uns zwei Stunden lang durch München fuhr! Und ich sag euch, es gibt wenig Cooleres, als total relaxt bei Musik und mit einem kühlen Getränk in der Hand in einer Straßenbahn zu sitzen. Die Babys futterten Brei und kletterten auf den Sitzen herum und wir hatten alle einfach Spaß. Ausklingen ließen wir den Tag dann im Paulaner Brauhaus bei bayerischen Spezialitäten und (für Stefan) natürlich Bier.

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Am Sonntag frühstückten wir gemütlich und liefen dann entspannt zum Bahnhof, um wieder festzustellen, wie schön München doch ist. Fast so schön wie Potsdam. Aber nur fast.

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