London mit Kleinkind – Unser Reise- und Erfahrungsbericht

London mit Kleinkind

Patricia: 30. Eine Zahl, vor der ich mich so gar nicht fürchtete. Es ist ja auch nur eine Zahl. Und wenn eine Zahl dafür sorgt, dass man eine tolle Party feiert und mit Pipi in den Augen einen Gutschein für die Harry Potter Studio Tour in London entgegennimmt, dann kann diese Zahl so übel doch nicht sein. Diese Zahl war jedenfalls der Anlass dafür, dass wir mit riesiger Vorfreude an Halloween in ein Flugzeug Richtung London Stansted stiegen, um London mit Kleinkind zu erkunden. Ein Ziel, das schon seit Jahren ziemlich weit oben auf unserer Reiseliste stand, da Stefan noch nie dort war und ich zuletzt mit 10 Jahren und das auch nur für wenige Stunden.

Übrigens wurde ich vorab öfter gefragt, ob wir denn mit Marlena fliegen würden oder ohne. Und ich war ehrlich gesagt doch leicht verwundert über die Frage. Denn ich hätte mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen können, Marlena war 15 Monate alt, ohne sie irgendwohin zu fliegen. Nicht, dass ich es schlimm finden würde, wenn Eltern das machen. Doch ich war bisher nicht länger als circa 18 Stunden von Marlena getrennt und auch noch nicht weiter als etwa 20 Kilometer. Da wäre das doch schon ganz schön hart gewesen. Allerdings hat sich in London dann doch zwischendurch der Wunsch gezeigt, nächstes Jahr einen Kurztrip ohne Marlena zu machen…

Die Anreise – Nach London fliegen mit Kleinkind – Eine Tortur?

Stefan: Als ich die Flüge etliche Wochen vor dem eigentlichen Termin buchte, schien alles irgendwie easy. Unser Zug sollte hier in Potsdam kurz nach 11 Uhr losgehen, um dann gegen 13 Uhr nochwas per Ryanair Metallvogel in Richtung London abzuheben und knapp 1,5 Stunden in der Luft zu sein. Dann sollte es noch ein bisschen mehr als eine Stunde mit dem Zug dauern und wir sollten am Airbnb Apartment im Bezirk Greenwich sein, das ich gebucht hatte. Hörte sich eigentlich gar nicht so stressig an. Inklusive Zeitverschiebung wären wir also von 11 Uhr deutscher Zeit bis ca. 15:30 englischer Zeit unterwegs gewesen. Also super entspannt. Ich kann vorweggreifen, bis zur Landung war es das auch.

Zum Flug mit Ryanair kann ich nur sagen: Pünktlichkeit können sie! Der Flug selbst war im Gegensatz zum letzten Flug mit Marlena nach Italien, doch schon ein ganz anderes „Niveau“, denn schlief sie bei ihren ersten Flügen sogar ein, wollte sie nun hin-und herspringen, alles und jeden Kopf in ihrer Umgebung anfassen. Was ja absolut verständlich ist, wenn man nun endlich angefangen hat, alleine zu stehen und langsam auf dem Weg zum Laufen zu sein 😀 . So mussten wir uns also schon einiges überlegen, um sie gut abzulenken, aber wir bekamen das hin. 5 Minuten vor angegebener Landezeit öffneten sich sogar schon die Kabinentüren und ich dachte noch: „Cool, wir schaffen es noch früher zur Unterkunft!“ Fast hätte ich mir die Hände gerieben 😀 .

Also stiegen wir aus, bekamen sogar gleich unseren Buggy (Ich sah einen Flughafenmitarbeiter, wie er direkt am Flugzeug dabei war unseren Buggy zu verladen und quatschte ihn wie immer an, um diesen vorher zu bekommen. Kein Problem, das lief gut B-)) . Und als wir so durch das Flughafengebäude rollten, kamen wir plötzlich in ein Wirrwarr aus aufgestellten Randbegrenzungen, durch die sich Menschenschlangen türmten, um durch die Passkontrolle zu kommen. Das sah nicht gut aus. Nach über einer Stunde warten, um ca. 5 Sekunden die Pässe zu zeigen, war meine Zeitplanung total dahin.

Ab ging es zum Zug in Richtung Innenstadt. Wir landeten ja in London Stansted und dieser Flughafen befindet sich wie die anderen beiden auch eher außerhalb von London. Wenn man in der Regel nur von Berlin aus fliegt und dann noch von Tegel aus, ist man schon ein wenig verwöhnt, was die Zeiten zum Flughafen und weg vom Flughafen betrifft. Nach knapp einer Stunde kamen wir endlich in der Station Liverpool Street an, um noch einmal in den Bus zu steigen und danach ein letztes Mal an der London Bridge in den Zug Richtung Greenwich zu steigen. Mittlerweile wurde aus bestenfalls 15:30 Uhr schon 17:00 Uhr am Apartment ankommen. Nachdem wir ja Extratickets für den Zug Richtung Innenstadt gekauft hatten, brauchten wir nun neue, um den öffentlichen Verkehr direkt in London nutzen zu können.

Patricia hatte schon vorher recherchiert und die Oystercard gefunden, die für Touristen wie uns perfekt war. Denn ihr bekommt die Karte, ladet Guthaben darauf und fahrt so oft ihr wollt damit. Solltet ihr den Preis eines Tagestickets erreicht haben, wird euch für den Tag nichts mehr abgebucht. Einfach genial! Ich versuchte, irgendwo die Karten zu bekommen und nach 20 Minuten am Tourischalter warten, hatte ich zwei Prachtexemplare in der Hand. Weiter ging es also legal im Nahverkehr 😉 .

Pünktlich zur Rush Hour machten wir uns auf die Suche nach der Busstation und stiegen in einen bis zum Rand vollgepackten Bus. Immer sehr angenehm, wenn man dann noch mit Kinderwagen versucht in einen proppenvollen Bus zu kommen :-D.  Zum Glück dauerte die Fahrt nur 8 Stationen. Marlena wurde natürlich von Minute zu Minute ungeduldiger und die typische Eltern-Panikattacke vor einer möglichen Schrei-Eskapade setzte so langsam ein. „Noch einmal umsteigen“, dachte ich nur. Am Bahnsteig angekommen, sah ich schon die 100 Millionen Menschen auf unseren Zug warten (nicht sehr schlau, die Züge zu nutzen, wenn alle Pendler nach Hause wollen 😀 ) . Ich zählte gefühlt die Sekunden, bis wir endlich nach 3 Stationen in Greenwich aus dem Zug steigen konnten. Am Bahnsteig begrüßte uns schon unser Vermieter, der uns dann zur Wohnung geleitete, sodass wir nicht noch einmal irgendwo herumirren mussten (das wäre wahrscheinlich das fünfte Mal an diesem Tag) , weil wir an der falschen Seite vom Bahnhof raus sind.

Endlich am Apartment angekommen, pünktlich zu Marlenas Schlafenszeit 18 Uhr 😀 , war ich einfach nur erledigt. Aus geplanten 4 Stunden Anreise wurden mal gepflegt 7 Stunden!

Greenwich

London mit Kleinkind

Patricia: Als wir schließlich in Greenwich (das übrigens Greynitsch ausgesprochen wird) ankamen und uns der Vermieter des airbnb’s am Bahnhof abholte, war ich einfach nur froh, endlich angekommen zu sein. Ich war fix und fertig und fragte mich, warum man sich diese Tortur bitte antut. Die Anreise nach London mit Kleinkind fand ich wirklich anstrengend. Glücklicherweise war das Haus, in dem sich das airbnb befand, direkt um die Ecke und nachdem wir den Kinderwagen gemeinsam in den kleinen Fahrstuhl (ein Luxus in London) gequetscht und dann nochmal mehrere Zwischentreppen hochgetragen hatten, kamen wir endlich in der Wohnung an.

Die Wohnung war mit Kleinkind wirklich super. Die Gastgeber, die selbst ein Kind haben, haben sich solche Mühe gegeben und uns Kinderbett, Hochstuhl und sogar eine große Box mit jeder Menge Spielzeug und Büchern bereitgestellt. Fotos von der Wohnung hab ich übrigens keine gemacht, da es bereits dunkel war, als wir ankamen und am nächsten Tag einfach nur Chaos, aber HIER könnt ihr die Wohnung sehen. Marlena, die eigentlich ebenfalls fix und fertig von der Anreise war, vergaß das sofort und breitete all das neue Spielzeug begeistert im Wohnzimmer aus. Und auch bei uns waren die Strapazen ziemlich schnell vergessen und während Stefan uns Essen besorgte, beobachtete ich begeistert draußen die kleinen Halloweengeister und freute mich wie ein Schnitzel über die typisch britische Architektur gegenüber. Wir waren tatsächlich in London!

Am nächsten Tag stand Notting Hill auf dem Plan, doch zunächst wollten wir uns natürlich Greenwich anschauen. Denn der Stadtteil, der für den Nullmeridian bekannt ist, ist ja doch ein wenig ab vom Schuss und deshalb eher ein Geheimtipp. Doch mir wurde vorab bereits mehrfach gesagt, dass es dort wunderschön sein soll und ich kann das nur bestätigen. Trotz des miesen Wetters (was in London natürlich keine große Überraschung war), genossen wir die ersten Eindrücke im Hellen in vollen Zügen und starteten direkt gegenüber von unserer Wohnung im Greenwich Park, der wirklich schön und voller süßer Grauhörnchen ist. Diese sind übrigens gar nicht ängstlich gegenüber Menschen. Marlena war mindestens genauso begeistert wie ich. Definitiv ein Highlight mit Kleinkind in London.

London mit Kleinkind

In diesem Haus war unser airbnb

London mit Kleinkind

Und das war der Ausblick aus dem Fenster

London mit Kleinkind

London mit Kleinkind

Im Greenwich Park befindet sich auch der Nullmeridian oben auf einem Hügel. Viel beeindruckender als diese Linie ist jedoch die Aussicht auf London. Da der Bereich, in dem man die Linie sehen kann, erst um 10 öffnet und wir keine Zeit verschwenden wollten, haben wir die Linie nur von weitem gesehen. Aber da verpasst man glaub ich auch nicht so viel.

London mit Kleinkind Greenwich Park London mit Kleinkind Nullmeridian

Dort hinter den schwarzen Toren ist der Nullmeridian eingezeichnet.

Da es anschließend begann zu schütten wie aus Eimern, machten wir uns recht schnell auf den Weg zur Bahn. Trotz des starken Regens konnten wir uns nicht an der tollen, typisch britischen Architektur sattsehen. Genau so hatte ich mir London vorgestellt. Wegen des starken Regens konnte ich leider nicht mehr fotografieren, da man gerade mit Kleinkind versucht, so schnell wie möglich ins Trockene zu kommen. Aber ich kann einen Besuch in Greenwich sehr empfehlen.

Notting Hall – Wo wohnen denn hier jetzt Julia Roberts und Hugh Grant?

London mit Kleinkind

Stefan: Ich weiß nicht, wie oft Patricia und ich schon den Film Notting Hill gesehen haben. Ein wirklich toller Film und Notting Hill sah einfach traumhaft aus. Also war es natürlich ein Muss diesen Stadtteil zu besuchen. Da London einfach so viel größer als Berlin ist, sollte man wirklich genau planen, wann man was besuchen will. Und da wir so viel wie möglich sehen wollten, planten wir nach dem verregneten Gang durch Greenwich mit dem Zug Richtung Notting Hill zu fahren. Als wir nach ca. einer Dreiviertel Stunde ankamen, hatte es zum Glück endlich ein Mal aufgehört zu regnen.

Wir machten uns auf den Weg Richtung Portobello Road, die Straße, in der Hugh Grant im Film wohnt, und die vollgepackt ist, mit wunderschönen buntgestrichenen kleinen Häusern und süßen Läden. Und was soll ich sagen, genauso war es! Dieses Flair dort ist einfach herrlich und wir schauten uns eine Seitenstraße nach der anderen an.

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Ja, es gibt sie wirklich – die privatisierten Parks wie im Film.

London mit Kleinkind

Patricia schaute bei der Keksmanufaktur Biscuiteers vorbei, die Kekse waren ihr dann aber doch etwas zu teuer, und kaufte bei Cath Kidston Geschirr mit Londonmotiven für Marlena. Ich fand ein richtig cooles neues Kochbuch in einem tollen kleinen Buchladen, spezialisiert auf Kochbücher.

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London mit Kleinkind

So langsam bekamen wir aber richtig Hunger und wollten uns in ein Café setzen, um einen Kaffee (ja, keinen Tee 😉 ) trinken zu können. Und dann fing es noch einmal richtig an zu gießen. Es schüttete aus Kübeln und hörte nicht auf.

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Nach unzähligen Minuten machten wir uns dann im Regen weiter auf die Suche nach einem Café oder Restaurant, doch irgendwie schien es wie verhext. Bis wir endlich ein uraltes Café fanden, das Barista Fusion Café, das leckeres britisches Frühstück und super Kaffee anbot – und das zu wirklich humanen Preisen. So konnten wir uns in Ruhe aufwärmen und trocknen. Aus dem typischen Pauschalurlaub kennt man ja das Frühstück für „Champions“ bestehend aus Bohnen, Speck und Eiern. Ich habe es vor Jahren aus Naivität probiert und wollte es auf Toilette wieder,…( naja ihr wisst schon). Doch wenn man in England ist, sollte man es probieren, denn der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Es schmeckt super, wenn die Zutaten frisch sind und der Koch weiß, wie man so etwas zubereitet.

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Leider wurde das Wetter danach nicht so richtig besser. Eigentlich wollten wir in den Park in der Nähe mit riesigem Spielplatz. Doch wir beschlossen, vielleicht etwas zu suchen, wo Marlena sich noch einmal richtig ohne Regen auspowern kann und suchten online nach einem Kindercafé. Doch dafür hätten wir wieder locker 40 Minuten Bahn fahren müssen und da Marlena das Wetter nicht störte (sie war ja mehr als regentechnisch ausgestattet, da konnte kein Drei Wetter Taft mithalten 😛  ), machten wir uns einfach auf den Weg Richtung Spielplatz.

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Zum Glück hörte es langsam auf zu regnen und so konnte Marlena die ganze Pracht des Lady Di’s Gedenkspielplatzes nutzen. Sie wollte unbedingt schaukeln und war plötzlich süchtig danach. Sie wollte einfach nicht wieder runter von der Schaukel 😀 . Noch heute können wir nicht unbeschadet, also eine Runde Schaukeln oder einen Wutausbruch, an einer Schaukel vorbeigehen.

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Als wir Marlena endlich von der Schaukel bekommen hatten, machten wir uns Richtung Stadtmitte auf, um Dumplings essen zu gehen. Ich liebe sie einfach, könnte sie morgens, mittags und abends essen. Patricia hatte dafür ein perfektes Lokal, 5 Minuten Fußweg von der London Bridge entfernt, gefunden. Das Ping Pong können wir wirklich empfehlen. Wir hätten gern mehr Zeit dort verbracht und natürlich mehr gegessen ;-), doch Marlena war langsam vom Tag durch und vollkommen überdreht, sodass wir froh waren, zurück in die Unterkunft zu kommen. London mit Kleinkind hat dann eben auch Schattenseiten.

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Königliche Zeremonie der Wachablösung und Fish & Ships

London mit Kleinkind

Patricia: Am dritten Tag standen wir ganz freiwillig früh auf. Also noch früher, als man mit Kleinkind ja eh schon aufstehen muss. Denn wir wollten unbedingt um 11 Uhr am Buckingham Palace sein, um die königliche Zeremonie der Wachablösung zu sehen. Und da wir an diesem Tag in eine andere Unterkunft ziehen würden, musste noch gepackt werden. Eltern wissen, dass so etwas dann schon dauern kann. Unsere Effizienz wurde mit trockenem Himmel belohnt und als wir aus der U-Bahn stiegen, kam sogar die Sonne raus.

Im Internet hatte ich recherchiert, dass man am besten am Rand von „The Mall“ steht. Dort sollte es nicht so voll sein und tatsächlich – als wir kurz vor 11 ankamen, konnten wir uns problemlos in die erste Reihe stellen. Marlena war im Buggy eingeschlafen, die Sonne schien und der direkt angrenzende St. James’s Park war ein Träumchen – unsere Laune entsprechend auch. Die Wachen marschierten vorbei und da sich eine Reisegruppe neben uns stellte, bekamen wir sogar noch ein bisschen Wissen vermittelt. Danach hatten wir die irrwitzige Idee, Richtung Buckingham Palace weiterzulaufen, also den Wachen hinterher. Wir merkten aber schnell, dass das keine gute Idee war, denn dort sammelten sich die Massen und man konnte nicht wirklich etwas sehen. Also drehten wir um und schauten uns lieber die unzähligen Enten und Wildgänse im Park an. Marlena wäre begeistert gewesen, wenn sie das nicht verschlafen hätte.

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Da wir noch etwas Zeit bis zum Check-in hatten, beschlossen wir, einen weiteren Punkt auf unserer To-Do-Liste abzuhaken – Fish & Chips. Darauf freuten wir uns schon ewig, denn als wir noch in Berlin Moabit gewohnt haben, gab es in der Arminiusmarkthalle um die Ecke richtig gute Fish & Chips und wir freuten uns auf das Original. Und wir wurden nicht enttäuscht. Wir liefen etwa 20 Minuten zum „Laughing Halibut“, wo es um 12 Uhr mittags noch sehr leer war. Das ist der Vorteil daran, dass man mit Kleinkind für gewöhnlich alle Mahlzeiten früher isst als die meisten. 😀 Denn als wir den Laden etwas eine halbe Stunde später wieder verließen, war er rappelvoll und die Schlange reichte bis nach draußen. Kein Wunder – es ist wirklich sehr lecker und authentisch dort.

Sich vor einer hübschen Tür fotografieren lassen – Ein Muss in London 😉London mit Kleinkind London mit Kleinkind London mit Kleinkind London mit Kleinkind Laughing Halibut Fish und Chips London mit Kleinkind Laughing Halibut Fish und Chips London mit Kleinkind Laughing Halibut Fish und Chips

Vom Laughing Halibut machten wir uns ebenfalls zu Fuß auf den Weg zu unserem Apartmenthotel, auf das wir schon unheimlich gespannt waren. Das Wilde by Staycity hatte uns für zwei Nächte eingeladen und wir waren zunächst einmal überrascht, wie zentral es liegt. Wir kamen auf dem 25-minütigen Weg unter anderem am Westminster und Trafalgar Square vorbei und konnten unser Glück nicht fassen, mitten in London übernachten zu dürfen. Doch es kam noch besser.

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Das Wilde The Strand by Staycity

London mit Kleinkind Wilde by Staycity

Patricia: Als wir im Wilde The Strand by Staycity eincheckten, das in einer kleinen Seitenstraße der großen Einkaufsstraße „The Strand“ liegt, und unser Apartment betraten, waren wir einfach total begeistert und bekamen uns gar nicht wieder ein. Es war so stylish und mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet – jede Ecke wurde effizient genutzt (ich bin sicher, das ist die Zukunft des Wohnens) und dann dieses Bett.

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Dieses Bett war einfach der Wahnsinn. Über zwei Meter breit, der Gipfel der Bequemlichkeit und mit großem Fenster mit Blick auf „The Strand“. Gegenüber des Betts ein riesiger Fernseher, in der Küche Geräte von Smeg – ich war einfach verliebt. Das Apartment ist klein – keine Frage – doch ich war selten so begeistert von einer Unterkunft. Ich würde dort sofort wieder übernachten wollen. Und hab ich schon erwähnt, wie traumhaft die Lage ist? 😉

London mit Kleinkind Wilde by Staycity London mit Kleinkind Wilde by Staycity London mit Kleinkind Wilde by Staycity

Und darauf schauten wir unter anderem, wenn wir aus dem Fenster sahen. 

Covent Garden & Jamie’s Italian

Stefan: Nach dem Einchecken wollten wir ein wenig die Umgebung erkunden und vielleicht noch das ein- oder andere Lädchen besuchen. Wir hatten ja so lange nicht geshoppt und es bot sich einfach an, da es in „The Strand“ einige tolle Läden gab.

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Und so ging es zuerst zu Topshop und Topman. Früher bestellten wir manchmal Klamotten dort, doch mussten feststellen, dass das absolut nicht mehr unserem Kleidungsstil entspricht und so gingen wir schon ein paar Minuten weiter zu Next (hier in Deutschland gibt es ja noch keine Läden), wo wir für Marlena den süßesten Weihnachtspulli aller Zeiten fanden, Patricia sich einen Schlafanzug mit goldenen Punkten kaufte und ich mir zusätzlich neue Schuhe gönnte. Da wir aber anschließend noch den Covent Garden, der auch direkt um die Ecke war, anschauen wollten, beschlossen wir die Shoppingtour zu beenden.

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In Covent Garden gibt es den wunderschönen Covent Garden Market. Die Halle sieht einfach toll aus und ist mit einigen Cafés und kleinen Läden für Deko bestückt. Die Läden ließen wir aber dieses Mal außen vor, denn wir nutzten die Zeit, um unsere unterwegs gekauften Cupcakes zu vernaschen. Diese fanden wir in der B Bakery auf dem Weg, die auch traditionelle Teezeremonien anbieten. Alles sah dort so lecker aus, sodass es wirklich schwer fiel, sich für etwas zu entscheiden 😀 .

London mit Kleinkind

Direkt nach unserem Besuch in Covent Garden machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu einem alten Freund aus Studienzeiten, der seit längerer Zeit in London lebt, um mit ihm und seiner Freundin zu Abend zu essen (das hört sich aber förmlich an 😛 ). Und wenn wir schon in London sind, dann ist es ja wohl klar, dass wir in eines der gefühlt 1000 Restaurants von Jamie Oliver gehen 😀 . Jamie Oliver ist definitiv einer unserer Lieblingsfernsehköche und seine Kochbücher sind im Hause Kaiser immer gern gesehen. Außerdem hatte Patricia ja vor einigen Jahren das große Glück, ihn persönlich kennenzulernen.

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Und da das Jamie’s Italian im Angelgebäude am nächsten vom Arbeitsplatz unseres Freundes aus war, entschieden wir uns dorthin zu gehen. Patricia hatte von Deutschland aus schon einen Tisch reserviert, denn an einem Freitagabend in London wollten wir nicht riskieren, keinen Platz zu bekommen und nach einem anderen Restaurant Ausschau halten zu müssen. Denn wenn unser kleines Monster Hunger hat, dann muss es etwas essen. So ein wenig wie bei den Gremlins :-D. Im Jamie’s Italian bekommt ihr, wie der Name schon verrät, alles, was der Jamie durch seine Reise durch Italien so an Essen aufgeschnappt hat. Von Pizza bis Tagliatelle gibt es so einiges Italienisches, gleichzeitig könnt ihr aber auch einen Burger bestellen.

Das Restaurant ist wirklich schön gestaltet. Die Einrichtung erinnert ein wenig an L’Osteria. Das Essen war wirklich gut, aber auch wirklich nur gut. Ich persönlich hätte mehr Geschmacksexplosionen erwartet und so muss ich mich wohl eines Tages doch noch direkt von Jamie bekochen lassen, damit ich seine Leidenschaft für das Kochen und die Zutaten in dem Gericht fühlen kann 😀 .

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Die Harry Potter Studios

Harry Potter Studios London mit Kleinkind

Vorsicht Spoiler – Wenn ihr die Studios besuchen und vorher nicht zu viel erfahren wollt, solltet ihr das hier vielleicht nicht lesen. Aber das überlasse ich euch. Ich verrate nicht alle Details.

Harry Potter Studios mit Kleinkind

Patricia: Am letzten Tag kam dann die Krönung – mein Geschenk von Stefan zum 30. Geburtstag. Ich hatte vorher nur Positives über die Harry Potter Studios gehört und freute mich einfach nur. Und ich bin ein bisschen traurig, dass ich nicht auch eine derjenigen sein kann, die euphorisch ausschließlich positiv davon berichten kann.

Doch erstmal zum Positiven. Sie haben sich enorme Mühe gegeben mit den Harry Potter Studios und man bekommt wirklich etwas geboten für sein Geld. Man sieht unzählige Originalkulissen, kann sich mit Fanartikeln ausstatten, die den kompletten Hogwarts Express füllen würden und bekommt Hintergrundwissen ohne Ende. Es gab so einige Highlights, die für Wow-Momente gesorgt haben und es ist definitiv ein Erlebnis für jeden Potter-Head. Und ihr ahnt es, jetzt kommt das Aber.

Harry Potter Studios mit Kleinkind Harry Potter Studios mit Kleinkind Harry Potter Studios mit Kleinkind Harry Potter Studios mit Kleinkind Harry Potter Studios mit Kleinkind

Ich glaube, es ist auch ein wenig Typfrage, wie gut einem die Harry Potter Studios gefallen. Ich bin jemand, der schnell reizüberflutet ist. Shoppingtouren in Einkaufscentern und Messen sorgen dafür, dass ich abends wie tot auf dem Sofa liege. Und so ging es mir auch bei den Harry Potter Studios. Es war einfach zu viel. Viel zu viel um ehrlich zu sein. Menschenmassen + unzählige Kulissen + unzählige Requisiten + überall Tafeln mit Infos + überall Bildschirme mit Videos = zu viel für mich. Vor allem vier Stunden lang. Und diese vier Stunden braucht man. Ich wusste nie, wo ich zuerst hinschauen soll, konnte gar nicht so viel aufnehmen. Und Stefan ging es genauso. Marlena hat um 16:30 Uhr in der Trage geschlafen. Fix und fertig.

Harry Potter Studios mit Kleinkind Harry Potter Studios mit Kleinkind

Dazu kommt, und das fand Stefan vor allem eher negativ, dass die letzte kleine Illusion, dass es die Welt im Film wirklich irgendwie real gibt, zerstört wird. Nach den Harry Potter Studios sieht man die Filme mit anderen Augen. Die Bücher aber zum Glück nicht. 😉

Harry Potter Studios mit Kleinkind Harry Potter Studios mit Kleinkind

Übrigens kann ich die Harry Potter Studios nicht wirklich mit Kleinkind empfehlen. Nicht wegen des Kinderwagens oder Buggys – ich finde, das ist kein Problem. Auch mit Baby in der Trage (dort sind sie gut abgeschirmt), kann ich es mir vorstellen. Aber so ab einem Jahr wollen sich die Kleinen ja auch bewegen und fordern viel mehr Aufmerksamkeit ein. Deshalb würde ich entweder mit Baby oder erste wieder mit einem größeren Kind, das ebenfalls Harry Potter Fan ist, die Studios empfehlen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Harry Potter Studios mit Kleinkind

Wovon ich außerdem abraten kann: Dem Audio-Tour-Guide. Wir dachten, dass die Dinger einen durch die Studios führen, wie wir es schon an anderen Orten erlebt haben. Aber eigentlich sind es einfach nur nochmal zusätzliche Videos, die man sich dann an den unterschiedlichen Stationen anschauen kann. Ich hab ein paar geschaut und dann war mir das (überraschenderweise ;-)) zu viel.

Unsere Tipps & Erfahrungen mit Kleinkind in London

Patricia: So, und nun fassen wir alle Eltern mit Kleinkind unsere Tipps und Erfahrungen zum Thema mit Kleinkind in London nochmal zusammen. Ergänzt gern in den Kommentaren. 🙂

  1. Grauhörnchen und andere Tiere in den Parks anschauen – sie sind eigentlich überall
  2. Spielplätze als Zwischenstopp nutzen – es soll noch viele weitere tolle geben in London
  3. Wenn man ein Baby hat, ist man besser mit einer Trage ohne Kinderwagen oder Buggy unterwegs. Wenn man mit Kleinkind und dann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit Buggy unterwegs ist, geht aber auch das. Wenn man zu diesem Thema im Netz liest, bekommt man Angst, aber wir empfanden es als nicht ganz so schlimm wie erwartet. Zumindest wurden wir nicht blöd angeschaut oder so. Und gerade, wenn man zu zweit ist, geht das alles sehr gut. Falls ihr allein unterwegs seid oder den Kinderwagen nicht tragen könnt: HIER findet ihr Hinweise auf Apps und Pläne für barrierefreien Nahverkehr in London.
  4. Wenn ihr in Notting Hill shoppen wollt, dann ist das mit Buggy tatsächlich schwierig. Die Türen sind dort recht schmal und die Läden klein und verwinkelt. Am besten so wie wir abwechseln.
  5. Vorher gut planen und recherchieren – Gerade mit Kleinkind finde ich es wichtig, einen Plan zu haben. Beim nächsten Mal würde ich vorab auch noch recherchieren, wo es in dem jeweiligen Stadtteil Wickelmöglichkeiten gibt. Denn tatsächlich haben wir in keinem der Cafés und Restaurants einen Wickeltisch gesehen. Schade. Auch ein Kindercafé oder ähnliches kann man für schlechtes Wetter vorher recherchieren und hat so immer einen Plan B in petto.
  6. Nicht zu viel erwarten – Ein Punkt, der mir am zweiten Tag ein wenig die Laune verdorben hat: Ich hatte zu hohe Erwartungen. Ich bin jemand, der bei einem Städtetrip viel sehen möchte und gern stundenlang durch die Straßen läuft und sich treiben lässt. Mit einem Kleinkind in London kann man aber einfach nicht alles sehen. Da muss man schon mehrere Wochen bleiben. Denn schon ohne Kind ist es schwierig, da diese Stadt einfach riesig ist und so viele schöne Ecken hat. Überlegt euch also vorher, was euch besonders wichtig ist und hakt die Punkte nach Priorität ab.
  7. Wählt eine zentrale Unterkunft, wenn möglich. Da man mit Kleinkind in London eh schon weniger Zeit hat, verliert man ungern noch mehr davon in der Bahn.

FAZIT: London mit Kleinkind ist toll, aber auch anstrengend. Doch wenn man das Ganze ein wenig entschleunigter angeht, schafft man tolle Erinnerungen für die ganze Familie. Wir werden diese Reise auf jeden Fall nie vergessen und garantiert wieder dorthin reisen.

London mit Kleinkind

Kommentare

  • Avatar
    Britta

    Cooler Bericht! Habe mir direkt ein paar Tipps für unseren Trip im Juni rausgeschrieben:) Hoffe das Wetter wird jedoch etwas besser 😀
    (Und das Wort Kleinkind kommt seeehr oft vor:D Nicht schlimm, aber irgendwann ist es mir regelrecht ins Augen gesprungen ;))

    • The Kaisers
      The Kaisers (author)

      Liebe Britta,

      danke dir! Ja, das kann gut sein. Suchmaschinenoptimierung. 😀

      Viele Grüße, Patricia

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