Eine Woche in Ligurien – Unsere Ligurien Tipps

Eine Woche in Ligurien Portofino

Fast 3 Monate ist unsere Woche in Ligurien schon wieder her – unglaublich. Höchste Zeit, dass wir euch all die schönen Bilder zeigen und natürlich verraten, was wir alles gesehen haben, inklusive unseren Ligurien Tipps. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass wir für eine Woche in Ligurien gelandet sind? Schuld daran war eigentlich Mailand. Ja, die Modehauptstadt Italiens gehört nicht zu Ligurien. Doch Stefan wollte dieses Jahr gern nach Mailand fliegen und wir beschlossen, einfach noch ein paar Tage am Meer dranzuhängen. Und wenn man von Mailand aus südlich fährt, landet man eben in Ligurien. Und als ich dann zum ersten Mal in unserem Ligurien-Reiseführer blätterte, den ich mir natürlich bestellen musste, wusste ich, dass es großartig werden würde. Der erste Urlaub zu dritt. <3 Übrigens werden wir in diesem Artikel nicht großartig darauf eingehen, dass wir mit Baby gereist sind. Es wird einen separaten Artikel mit Tipps zur ersten Reise mit Baby geben.

Eine Woche in Ligurien – Ligurien Tipps

Tag 1 & 2 – Mailand

Mailand Tipps – Eine Woche in Ligurien

Patricia: Die Geister scheinen sich zu scheiden, wenn es um Mailand geht. Wenn ich erwähnte, dass wir nach Mailand fliegen werden, kam entweder „Wunderschön!“ oder „Totale Enttäuschung“. Und wie fanden wir es? Nicht umwerfend toll, aber doch recht schön. Es gibt auf jeden Fall einige Highlights zu entdecken. Doch die 24h, die wir im Endeffekt in Mailand hatten, haben uns gereicht.

Übernachtet haben wir im Radisson Blu Mailand, da wir noch einen Gutschein hatten, den Stefan vor zwei Jahren bei einem Bloggerevent gewonnen hat. Das Hotel ist empfehlenswert (vor allem, weil es einen Indoor-Pool hat, den wir ganz für uns allein hatten :D), aber eher am Stadtrand gelegen. Wir mussten mit dem Bus circa 25 Minuten ins Zentrum fahren. Wenn ihr also etwas Bezahlbares im Zentrum findet, dann nehmt lieber das, um keine Zeit zu verlieren.

Mailand Tipps – Eine Woche in Ligurien

Mailand Tipps – Eine Woche in Ligurien

Nachdem wir mittags gelandet, unseren Mietwagen abgeholt haben, damit zum Hotel gefahren und eingecheckt sind, sind wir auch direkt in den Bus gestiegen und sind ins Zentrum gefahren. Dort haben wir dann sofort einen Blick auf den Mailänder Dom geworfen, der wirklich beeindruckend und definitiv sehenswert ist, haben das Babymädchen direkt auf der Haupteinkaufsstraße, Corso Vitttorio Emanuele, gefüttert und sind dann auf Empfehlung von Fee in die Taverna del Borgo Antico essen gegangen. Die beste Pizza unseres Lebens gab es dort zwar nicht (die hatten wir definitiv in Bosa), aber es war sehr lecker und das Ambiente in der kleinen Gasse war wundervoll. Der perfekte Start in den Urlaub!

Mailand Tipps – Eine Woche in Ligurien

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Danach sind wir nochmal Richtung Dom geschlendert, für Stefan gab es sein obligatorisches Eis und wir liefen noch in die berühmte Galleria Vittorio Emanuele II, die ebenfalls sehr sehenswert ist.

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Am nächsten Morgen teilten wir uns auf. Stefan hatte eine Stadiontour im San Siro-Stadion gebucht und nahm Marlena kurzerhand mit. Ich ging währenddessen shoppen. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass Mailand gar nicht solch ein Shoppingparadies ist, wie man vermuten würde. Zumindest in der Hauptshoppingmeile gibt es recht viele primark-ähnliche Läden, die eher nicht so mein Ding waren. Als ich jedoch zufällig auf den Corso di Porta Ticinese kam, sah das Ganze schon etwas anders aus. Hier waren die wirklich interessanten Läden, Cafés und Restaurants. Auch die Straße an sich war sehr viel spannender. Man könnte es vielleicht als das Hipster-Viertel Mailands bezeichnen.

Mailand Tipps – Eine Woche in Ligurien

Wenn man die Straße immer weiter herunterläuft, kommt man in das wohl schönste Viertel Mailands, das auch als kleines Venedig bezeichnet wird – Navigli. Dort traf ich mich wieder mit Stefan und Marlena und Marlena leckte am ersten Eis ihres Lebens vom Eiscafé Stecco Natura. Und wir fanden mit dem Le Celizie sogar ein halbwegs bezahlbares Restaurant direkt am Wasser.

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Auf nach Ligurien! – Unser Ferienhaus in Santa Margherita Ligure

Stefan: Lange haben wir nach einem Ferienhaus geschaut. Denn mit Baby benötigt man schon einen Ort, an dem man ein paar Stunden verbringen kann und sich auch wohlfühlt. Man kann ja nicht wie früher 12 Stunden pro Tag durchgehend unterwegs sein und daher veranstalteten wir schon einige Runden Präsentation, in denen der eine dem anderen seine herausgesuchten Favoriten vorstellte 😀 . Beim Ferienhaus war uns wichtig, dass wir natürlich 2 Räume haben (damit Marlena in Ruhe schlafen und ich trotzdem etwas fallen lassen kann, ohne dass sie aufwacht :-)), eine Küche (ich liebe es im Urlaub mit regionalen Zutaten zu kochen) und am besten einen Garten. Und was soll ich zu unserem Ferienhaus sagen?  Es war einfach perfekt.

Ferienhaus Ligurien Santa Margherita Ligure

Neben allem, was wir von unserer Unterkunft erwartet hatten, gab es noch als Zusatz eine Aussicht auf das ganze Tal! Im Garten frühstücken, während man sich die komplette Gegend anschauen kann, einfach toll! Das Ferienhaus hatten die Besitzer Gianpaolo und sein Frau Anna gerade erst gebaut und wir waren eine der ersten Gäste. Die beiden haben das ganze Ferienhaus liebevoll eingerichtet und es gibt wirklich alles, was man benötigt. Von der Waschmaschine bis zum Grill braucht man wirklich nichts mitbringen. Selbst ein Kinderbett für Marlena hatten sie besorgt, wir hatten nicht einmal danach gefragt 😀 (hier könnt ihr buchen 😉 ) .

Ferienhaus Ligurien Santa Margherita LigureFerienhaus Ligurien Santa Margherita Ligure

Der Ausblick aufs Nachbargrundstück – auch nicht schlecht, oder?Ferienhaus Ligurien Santa Margherita Ligure

Die Straße, die vom Ferienhaus nach Santa Margherita Ligure führtFerienhaus Ligurien Santa Margherita Ligure

Der Grill wurde natürlich auch ausgiebig genutzt!
Ferienhaus Ligurien Santa Margherita Ligure

Die Aussicht war ein Traum!

Tag 3: Santa Margherita Ligure

Santa Margherita Ligure Eine Woche in Ligurien

Patricia: Zunächst haben wir natürlich den Ort erkundet, an dessen Ortsrand sich unser Ferienhaus befand – Santa Margherita Ligure. Und ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, dass es dort so wunderschön sein würde. Ehrlich gesagt war Santa Margherita Ligure gemeinsam mit Camogli mein liebster Ort, den wir in Ligurien gesehen haben. Wunderschöne Architektur, kleine, verwinkelte Gassen und der Charme eines Hafenstädtchens mit Ausblick auf Berge. Was will man mehr?

Santa Margherita Ligure Eine Woche in LigurienSanta Margherita Ligure Eine Woche in LigurienSanta Margherita Ligure Eine Woche in LigurienSanta Margherita Ligure Eine Woche in Ligurien

Lasst euch einfach treiben und spaziert ein wenig durch das kleine Städtchen, das übrigens direkt in Rapallo übergeht. Restauranttipps hab ich leider keine für euch, da wir hier nur Foccacia hatten. Dies war allerdings für mein Empfinden genauso gut, wie das, was wir später in Recco hatten. Recco ist bekannt für sein Foccacia. Ich hab mir leider nicht den Namen der Bäckerei aufgeschrieben, vermute aber, dass es die Panificio Torinese war.

Santa Margherita Ligure Eine Woche in LigurienSanta Margherita Ligure Eine Woche in LigurienSanta Margherita Ligure Eine Woche in LigurienSanta Margherita Ligure Eine Woche in Ligurien

Santa Margherita Ligure Eine Woche in LigurienSanta Margherita Ligure Eine Woche in LigurienSanta Margherita Ligure Eine Woche in Ligurien

Tag 4: Cinque Terre

Cinque Terre Eine Woche in Ligurien

Stefan: Als einer der 40 Orte der Welt, die man unbedingt einmal im Leben gesehen haben sollte, machte ich mich an die Planung der Tagesreise. Zur Erklärung: die Cinque Terre sind 5 süße Orte direkt am Meer und Klippen gelegen, die durch ihre außergewöhnlichen Häuserfarbkombinationen bestechen. Die Orte, inklusive der Wälder drumherum, sind als Nationalpark geschützt und natürlich UNESCO-Welkulturerbe.

Mir wurde bei der Planung gleich bewusst, dass das mit dem Mietwagen nichts wird. Doch wie kommt man denn nun mit dem Baby dahin? Natürlich mit dem Zug, ist doch klar. Denn es wurde extra eine Bahnstrecke gebaut, um alle Orte zu verbinden und mit dem riesigen Touristenandrang (da kann ich schon einmal vorgreifen: es waren wirklich viele Menschen) umgehen zu können. Also buchte ich 2 Tickets (Hin-und Rückfahrt kosten lächerliche 18 Euro pro Person, warum sollte man da mit dem Auto fahren? 😉 ) Marlena durfte natürlich umsonst fahren und wir machten uns morgens mit dem Auto auf den Weg zum Nachbarort Rapallo, um von dort dann mit dem Zug das erste Örtchen Monterosso anzusteuern. Die Zugfahrt führt die ganze Zeit direkt am Meer entlang und man kann sich die 30 Minuten super mit Aus-dem-Fenster-schauen vertreiben.

Endlich angekommen erwartet euch eine tolle Aussicht auf das Meer und ein Strand, an dem man bestimmt auch super entspannen kann. Wir hatten keine Zeit, denn unsere Rückfahrt war fest gebucht, da ich Trottel nicht daran gedacht hatte, einfach vor Ort ein Ticket zu kaufen und so flexibler zu sein. Denn das geht dort sogar an einem Automaten 😉 . Um die „Cinque Terre-Tour“ mit dem Zug zu machen, müsst ihr dann in Monterosso das Cinque Terre Ticket am Schalter kaufen (ich glaube noch einmal 9 Euro pro Person) und könnt zwischen den Orten mit dem Zug hin- und herhotten, so oft ihr möchtet. Ach natürlich könnt ihr auch an der Küste entlang wandern. Warum wir uns dagegen entschieden haben? Man braucht durch die Abhänge etc. ca. 2,5 Stunden von einem zum nächsten Ort und das wäre bei fünf Orten innerhalb von 7 Stunden und mit Baby zu knapp geworden. Und so machten wir uns von Monterosso weiter auf, um zuerst Vernazza und dann Corniglia zu sehen.

Cinque Terre Eine Woche in Ligurien

In Vernazza liegt der Bahnhof direkt im Ort und so konnten wir nach ca. 5 Minuten schon direkt die ersten Fotos am Meer machen. Das war schön entspannt und so ging es nach der gefühlt tausendsten Focaccia weiter nach Corniglia.

Cinque Terre Eine Woche in LigurienCinque Terre Eine Woche in Ligurien

So einfach, wie es in den Ort Vernazza ging, so anstrengend war der Weg vom Bahnhof zum Örtchen Corniglia. Denn dieser liegt sehr weit oben und daher muss man sich trotz der Zugfahrt auf bestimmt 20 Minuten  Treppengehen einstellen (viel Wasser mitnehmen 😉 ). Patricia möchte gern, dass ich erwähne, dass es einen Bustransfer vom Bahnhof ins Örtchen gibt und dieser im Cinque Terre Ticket inklusive ist. Wir nahmen den Bustransfer zurück also bergab, hoch ging es natürlich zu Fuß. Das erwarte ich natürlich von jedem, der sich entschließt, sich den Ort Corniglia anzuschauen 😉 .

Cinque Terre Eine Woche in LigurienCinque Terre Eine Woche in Ligurien

Danach beschlossen wir die weiteren Orte der Cinque Terre links liegen zu lassen und mit dem Zug direkt nach La Spezia, der nächsten größeren Stadt im Anschluss an die Cinque Terre zu nehmen und dort etwas zu essen. Wir wollten einfach nicht so lange auf den nächsten Zug, der die weiteren Orte ansteuern sollte, warten. Denn in der Nebensaison hält nicht jeder Zug an jedem der fünf Orte. Und so wollten wir auf dem Rückweg die letzten beiden Orte in Angriff nehmen.

Nach der Pizza ging es dann nach Riomaggiore, den, wie ich finde, schönsten Ort der Cinque Terre und meistens sieht man diesen Ort, wenn man sich die Bildergebnisse für Cinque Terre anschaut.

Cinque Terre Eine Woche in Ligurien

Auch hier brauchten wir wieder nur ein paar Minütchen, um uns durch das Dörfchen zu arbeiten und ich war einfach froh, dass wir bis zur gebuchten Rückfahrt alle Orte schaffen würden. Also warteten wir auf den Zug, der uns zum letzten Ort bringen sollte, Manarola. Den ersten Zug konnten wir nicht nehmen und warten wir auf den zweiten Zug. Auch hier war ich nicht ganz sicher, ob dieser dort überhaupt halten würde. Doch ein sichtlich überzeugter Italiener teilte allen unschlüssigen Touristen mit, dass der Zug auch in Manarola halten würde und so stiegen alle, die nach Manarola wollten, in den Zug. Und als wir so schön ein paar Minuten im Zug standen und ich das Bahnhofsschild Manarola an uns vorbeirauschen sah, wurde mir klar, der Typ hat sich geirrt hatte. Der Zug fuhr direkt zum ersten Ort, Monterosso. Ihm fiel dann auch gleich auf, dass er sich vertan hatte und sein Blick verließ den Boden des Zuges nicht mehr bis zur Ankunft. Denn bestimmt 15-20 Leute konnten Manarola nicht mehr sehen, ohne noch einmal komplett zurückzufahren.

Wir schafften es durch unsere gebuchte Verbindung nicht mehr zurück und verpassten somit Manarola. Einige stellen sich jetzt eine bestimmte Frage, die ich gleich beantworten kann: Nein, er wurde nicht verprügelt 😛 . Und so haben wir uns halt die Quattro Terre angeschaut 😀 .

Cinque Terre Eine Woche in LigurienCinque Terre Eine Woche in Ligurien

Wenn mich jemand fragen würde, ob es für mich so wie erwartet war, muss ich antworten, leider nicht ganz! Wenn man einmal googlet und sich die Bildergebnisse anschaut, ist man einfach total hypnotisiert  von der Schönheit. Doch Fotos sind meist bearbeitet, zu einem bestimmten Zeitpunkt (die besten Lichtverhältnisse) und, noch am wichtigsten, vom Meer aus gemacht worden. Wenn man dann selbst in den Dörfern steht, ist es schon beeindruckend, aber mich hat wieder einmal die Fotografie im Vorhinein versaut 😀 .

Tag 5: Sestri Levante mit der Baia del Silencio

Sestri Levante Eine Woche in Ligurien

Patricia: Natürlich hatte ich für uns auch einen Strandtag eingeplant und hatte mir dafür einen der wohl schönsten Strände ganz Italiens herausgesucht, die Baia del Silencio in Sestri Levante. Mit unserem Mietwagen fuhren wir dorthin eine knappe halbe Stunde und landeten in einem kleinen Ferienort, der ähnlich hübsch wie Santa Margherita Ligure war. Wir liefen zuerst die Uferpromenade lang und liefen in Richtung der Baia del Silencio. Ich wunderte mich schon ein wenig, das wir sie so fußläufig mitten in dem Örtchen erreichen. Doch als wir dann um die Ecke bogen und den Strand sahen, war ich doch überrascht. Menschen über Menschen wimmelten sich an einer kleinen Bucht, die von Häusern und Restaurants umgeben war. An sich wirklich hübsch, aber viel zu voll und absolut nicht das, was wir erwartet hatten. Nun muss man dazu sagen, dass wir an einem Samstag dort waren. Schließlich muss man auch an einem Samstag irgendwas tun. Vielleicht ist es unter der Woche viel leerer und somit auch angenehmer.

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Wir traten aber die Flucht an und suchten uns ein Restaurant, um etwas zu essen. Fündig wurden wir in der Fußgängerzone. Wir aßen im Hinterhof des „Asia Cafés„. Dort gab es aber nicht, wie man vermuten würde, asiatisches Essen, sondern italienisches. Angesprochen hat uns vor allem die Einrichtung und im Hinterhof waren wir ganz für uns allein. Ich hatte sehr leckeres grünes Pesto, das übrigens aus Ligurien kommt und deshalb ein Muss dort ist! Danach sind wir noch ein wenig durch den Ort geschlendert, der definitiv sehenswert ist.

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Tag 6: Portofino

Portofino

Stefan: In unseren Urlaubsplanungen war ein Strandtag ein fester Bestandteil und so wollten wir eigentlich nur einen kleinen Abstecher nach Portofino machen, das ein Nachbarort von Santa Margherita Ligure ist, und dann endlich an den Strand.

Was wir nicht wussten: Es war der 1.Mai und dieser ist auch in Italien ein Feiertag. Somit wollten, neben den gewöhnlichen Touristen, auch alle Einheimischen nach Portofino. Denn Portofino ist ein wenig wie die Côte d’Azur Italiens. Somit sperrte die Polizei die kompletten Zufahrtsstraßen, da es keine freien Parkplätze mehr gab, und ließ ein weiteres Auto nur in den Ort, wenn ein anderes es verließ. Also beschlossen wir nach 20 Minuten Schlange stehen, umzudrehen, das Auto in Santa Margherita Ligure abzustellen und mit dem Bus nach Portofino zu fahren. Leider dauerte auch das ewig, da wir auch mit diesem ewig im Stau standen, bis eine sehr schlaue Polizistin auf die Idee kam die Gegenspur zu sperren, sodass unser Bus in den Ort fahren konnte.

Portofino

Portofino ist ein wirklich süßes kleines Küstenstädtchen, wenn es nicht so touristisch wäre 😀 . Reisegruppen mit mehr als 40-50 Leuten ziehen an dir vorbei und auf der anderen Seite sitzen die 18-jährigen, die mit der goldenen Kreditkarte von Papa Champagner und Austern schlürfen. Genau mein Ding 😛 . Selbst einen Platz in den Restaurants zu finden war schon eine Qual. Wir entschieden uns dann für einen Platz nicht weit weg vom Anleger der Touristenboote, sodass sich die Reisegruppen direkt vor unserem Tisch sammelten, um auf die Boote zu kommen. Oh, habe ich das genossen.

PortofinoPortofinoPortofinoPortofinoEine Woche in Ligurien PortofinoPortofino

Tag 7: Genua

Genua

Patricia: Genua war definitiv Liebe auf den zweiten Blick. Denn beim ersten Blick bekam ich erst einmal einen ganz schönen Schreck. Ich war in meiner ganzen Naivität davon ausgegangen, dass Genua ein kleines, beschauliches Hafenstädtchen sei, das nur durch Columbus berühmt geworden sei. Doch als wir nach Genua reinfuhren, sah ich plötzlich eine Großstadt. Google verriet mir, dass Genua knapp 600.000 Einwohner hat und ich gewöhnte mich allmählich an den Gedanken, dass wir nun eine Großstadt erkunden würden. Ursprünglich hatten wir übrigens geplant, eine Ferienwohnung in Genua zu nehmen. Darüber, dass wir uns dann doch anders entschieden hatten, waren wir dann sehr froh.

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Doch als wir dann geparkt hatten (nehmt ein Parkhaus, wenn ihr mit dem Auto anreist, z.B. das Corte Lambruschini), und langsam Richtung Zentrum liefen, verguckte ich mich in Genua. Es hat ein ganz besonderes Flair. Ein bisschen heruntergekommen, dann wieder modern. An jeder Ecke erwartet einen etwas Neues. Wir landeten in der Via alla Porta degli Archi, die mich mit ihren bunten Regenschirmen natürlich sofort begeisterte. Dort tranken wir erst einmal einen Kaffee und aßen ein mit einer Creme gefülltes Croissant im Don’Cola. Das war so lecker, das Stefan nochmal etwas dort holte. Und zwar das, was ihr auf dem Bild seht. Die Creme war superhell, wir wissen aber nicht mehr, was es genau war. Nur, dass es überhaupt nicht geschmeckt hat. 😀

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Weiter ging es auf die Via XX Settembre, die Haupteinkaufsstraße, die zwar keine Fußgängerzone ist, aber durch ihre Säulengänge mit sehr hübschem Boden beeindruckt. Weiter durch die Altstadt durch diverse Gassen Richtung Hafen. Und der wiederum ist total modern. Und hat ein Riesenrad. Ich liebe Riesenräder (wenn ich da nicht rauf muss). Schon in Málaga hat mich das Riesenrad am Hafen begeistert.

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Im Hafen ist übrigens auch das Aquarium, das wirklich toll sein soll. Jedoch war die Schlange enorm lang und wir hatten noch genug zu erkunden. Deshalb haben wir das Aquarium nicht besucht. Dafür haben wir uns an der auch nicht unbeträchtlichen Schlange der Friggitoria angestellt. Hier bekommt man frittierten Fisch und Meeresfrüchte. Da ich aber kein großer Fan von Meeresfrüchten bin, hat Stefan frittiertes Gemüse genommen. Das war lecker, aber nicht außergewöhnlich. Weiter ging es dann durch die Altstadt Richtung Piazza Portello. Wir kamen durch eine weitere Straße mit weißen Regenschirmen, die mindestens genauso beeindruckend war wie die mit den bunten Schirmen.

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Die Piazza Portello solltet ihr euch gut merken, denn hier ist ein Fahrstuhl, mit dem ihr für ich glaub zwei Euro in die höhere Ebene Genuas gelangt und einen grandiosen Ausblick habt. Wirklich grandios! Viel mehr gibt es dort oben nicht zu erkunden. Doch ihr müsst diesen Ausblick sehen.

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Danach passierte bei uns nicht mehr viel. Wir suchten verzweifelt ein Restaurant und befürchten tatsächlich bis heute, dass es davon in Genua nicht viele gibt. Empfohlen wurde uns jedoch die Trattoria Franca, die jedoch montags geschlossen ist. Und natürlich waren wir an einem Montag in Genua. Wir landeten schließlich in einem Straßencafé, in dem wir das definitiv schlechteste Essen des ganzen Urlaubs (wenn nicht gar des ganzen Jahres) hatten. Sucht euch also lieber vorher ein Restaurant aus und baut es in euren Tagesplan ein.

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Tag 8: Recco & Camogli

Camogli

Stefan: Der letzte volle Urlaubstag startete mit einem tollen Regenschauer. Es goss in Strömen. Und so beschlossen wir, uns erst den Ort Recco anzuschauen und dann Camogli, welcher wieder direkt an der Küste liegen sollten.

Für Recco entschieden wir uns, weil es dort die beste Foccacia geben soll. Und so ging es in die Bäckerei Tossini. Ein wirklich typische italienische Bäckerei mit nur einem großen Unterschied. Denn da diese so bekannt ist und jeder dort Focaccia essen möchte, muss man dort wie beim Amt eine Nummer ziehen. Wenn deine Nummer aufpoppt, darfst du erst bestellen 😀 . Die Focaccia war wirklich die beste auf der ganzen Reise und die Damen im Laden sind wirklich super nett, auch wenn man kein Italienisch spricht und sie kein Englisch.

Recco

Danach ging es noch einmal ans Meer, um trotz Regen noch einmal ein Familienfoto hinzubekommen.ReccoReccoRecco

Weiter ging es dann nach Camogli. Ein wirklich super schöner Ort, gefüllt mit vielen Restaurants direkt am Meer. Dort sollte es eine der besten Pastas geben. Man kann diese im Laden für Zuhause mitnehmen oder im angrenzenden Restaurant Il Portico Spaghetteria gleich vertilgen. Ein wirklich kleines Restaurant mit wenig Plätzen. Die Bedienung war eine Deutsche, die uns gleich anrunzte, dass der Kinderwagen nicht dort stehen bleiben könne (es regnete immer noch in Strömen und so mussten wir den Wagen mit in das Restaurant nehmen). Schön wieder auf Deutsche zu treffen, da weiß man dann schon, warum uns andere Länder als grummelig und negativ empfinden 😀 . Wir bauten diesen zusammen und gönnten uns in aller Ruhe die Pasta. Im Restaurant war ehrlich gesagt eine sehr gedämpfte Stimmung. Irgendwie hatte man das Gefühl, bloß keinen Ton von sich geben zu wollen, damit man nicht zu laut ist. Auch die anderen Gäste fühlten sich sehr unwohl. Was doch das Verhalten der Bedienung so ausmachen kann…

Viele würden ihre Sachen nehmen und wieder gehen, doch ich laufe bei so etwas natürlich zur Hochform auf und bin in der L…mich am…-Stimmung. Ich freute mich über jeden lauten Ton, den Marlena von sich gab. Später bekamen wir mit, dass es Stress im Restaurant gegeben hatte, weil Dinge nicht so funktionierten, wie sie sollten. Trotzdem sollten Gäste davon nichts mitbekommen. Dennoch fanden wir Camogli richtig schön und es war ein super Abschluss unserer Woche in Ligurien.

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Kommentare

  • Alexander Kritzner

    Die Fotos von den Orten sind sehr gut gelungen. Ich selber bin ein bisschen in Italien unterwegs gewesen diesen Sommer, da ich die Landschaft und die Farben in den Ortschaften als wunderschön empfinde. Ich wollte auch nach Ligurien, was ich leider nicht schaffen konnte. Jedoch nachdem ich den Beitrag gelesen hab, werd ich das noch im August nachholen. Wie mögt ihr Ligurien im Verhältnis zu anderen Regionen im Norden Italiens
    oder im Süden Frankreichs?

    Liebe Grüße Alexander.

    • Stefan
      Stefan

      Hallo Alexander, danke für die Komplimente zu den Fotos! Was den Norden Italiens angeht, waren wir ja nur in Mailand und die restlichen Tage in Ligurien. Daher ist der Vergleich noch gar nicht möglich 😀 . Auch im Süden Frankreichs war Patricia ja bisher nur in Nizza. Aber sobald sich das ändert,werden wir natürlich berichten 😉 . Ligurien ist aber definitiv eine Reise wert, also viel Spaß im August ;-).

      Viele Grüße,

      Stefan

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