"Womit verdient man als Blogger Geld?" oder "Womit verdient Patricia eigentlich ihr Geld?"

Womit verdient man als Blogger Geld (1 von 1) KopieEs ist eine der Fragen, die mir eigentlich immer gestellt werden, wenn ich neuen oder alten Bekannten erkläre, was ich beruflich mache. Denn die wenigsten können sich vorstellen, dass ich tatsächlich mit dem, was ich mache, meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Wie man als Fotografin sein Geld verdient, ist für die meisten ja noch ziemlich klar, doch womit verdient man als Blogger Geld?

Es gibt dazu unzählige Artikel im Internet, ganze Blogs sogar, doch jeder Blog ist anders und es kommt auch sehr darauf an, über welches Thema der Blogger schreibt. Denn meistens schreibt er über etwas, was er gut kann oder hebt das im Blog hervor. Man erkennt es zum Beispiel ziemlich schnell, wenn ein Graphikdesigner hinter einem Blog steckt. Ein Koch kann natürlich einen super Food-Blog führen und ein Handwerker wäre prädestiniert für einen Heimwerker-Blog. Doch worauf will ich hier eigentlich schon wieder hinaus?

Darauf, dass die wenigsten Blogger allein von ihrem Blog leben oder leben wollen. Ein gutes Beispiel ist hier auch Christine von Lilies Diary. Meistens verdienen Blogger einen Großteil ihrer Brötchen durch Qualifikationen, die ihren Blog ausmachen. Also durch das Schreiben (naheliegend), Fotografieren oder eben Graphikdesignen, Kochen und Handwerken wie in unseren Beispielen oben. Der Blog ist in diesen Fällen das Portfolio und ermöglicht Aufträge darüber hinaus. Das macht einen auch unabhängiger von direkten Einnahmen durch den Blog, die ja meistens aus Werbung (in Bannerform oder bezahlten Artikeln) bestehen. So, jetzt habe ich euch zumindest einen Einblick gegeben, womit man als Blogger Geld verdient. Doch jetzt wollt ihr natürlich die harten Fakten. Was macht dieses Mädchen den ganzen Tag außer Bücher lesen (schließlich sollen es 24 im Jahr werden) und Urlaubsbilder posten? Arbeitet die eigentlich auch wirklich? Also so richtig harte Arbeit?

Hm, was Letzteres angeht muss ich euch wahrscheinlich enttäuschen. Denn harte Arbeit wird in unserem Land meistens mit Arbeit ohne einen Funken an Spaß gleichgesetzt. Und meine Arbeit macht mir zu 90% Spaß (die 10% sind dann wohl Buchhaltung und Steuererklärungen). Ich liebe meine Arbeit, ich liebe es, selbständig zu sein und ich könnte es mir nicht mehr anders vorstellen. Dennoch ist die Selbständigkeit kein Ponyhof und ich musste 3 Jahre lang sämtliche Spartipps anwenden, die ich euch auf cheaperia gezeigt habe. Es war wirklich hart, ich hatte schlaflose Nächte, stand mit vollem Einkaufswagen an der Aldi-Kasse und musste ebendiesen dort stehen lassen, weil das Dispolimit erreicht war und ich musste bis zum Frühjahr dieses Jahres die fürchterlichsten Hostess- und Promojobs machen, um dann abends noch Blogartikel und E-Mails zu schreiben. Doch es gibt Schlimmeres und das Ganze hat sich ja gelohnt. Mittlerweile kann ich komplett von dem leben, was mir Spaß macht. Sicherlich habe auch ich noch immer Ängste, ob es im nächsten Monat auch noch so sein wird. Was passiert, wenn mir Kunden wegbrechen und es im Winter keine Hochzeiten gibt. Doch ich versuche dann immer, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren.

Doch nun genug geschwafelt, hier bekommt ihr die Fakten. Womit verdiene ich mein Geld?

1. Mit dem Blog an sich

Vielleicht habt ihr gesehen, dass ich die Bannerwerbung, die ich früher einmal hatte, abgeschaltet habe. Weil das einfach nichts bringt und stört. Man braucht schon sehr viele Besucher, damit sich das rechnet. Was sich aber rechnet sind bezahlte Artikel. Diese kennzeichne ich IMMER und versuche hier auch gut zu filtern. Weniger ist mehr. Ich fordere lieber für einen Artikel einen höheren Preis als dass ich mehrere bezahlte Artikel für weniger Geld poste. Außerdem habe ich noch unregelmäßige Einnahmen durch sogenannte Affiliate-Programme. Das heißt, ich bekomme manchmal eine kleine Provision, wenn ihr auf ein von mir vorgestelltes Produkt klickt (ihr bezahlt deshalb aber natürlich nicht mehr ;-)). Von diesen Einnahmen an sich könnte ich nicht leben, will ich aber auch gar nicht. Weil ich gern mehrere Einnahmequellen habe und keine Fulltime-Bloggerin sein möchte.

2. Mit der Fotografie

Ich habe keine Ausbildung zum Fotografen gemacht, sondern mir hier alles selbst beigebracht oder von anderen Fotografen gelernt. Doch ich liebe es, Menschen zu fotografieren und freue mich jedes Mal wie ein Honigkuchenpferd, wenn ich jemandem mit meinen Fotos eine Freude machen kann. Ich fotografiere Portraits, Paare, Hochzeiten, Babys und was mir eben sonst noch vor die Linse kommt. Hier ist übrigens meine neue Website. Da ich kein Fotostudio habe und auch keins möchte, ist die Fotografie bei mir ziemlich saisonal. Das heißt, den Großteil an Einnahmen habe ich im Frühjahr- und Sommer. Im Winter kommen eigentlich fast nur die Anzahlungen für Hochzeiten rein. Außerdem möchte ich in Zukunft noch eine andere Zielgruppe erobern, aber die bleibt noch geheim. 😉

3. Mit dem Bikini Berlin

Das Bikini Berlin ist die neue Concept Mall am Zoologischen Garten. Dazu gehört der Zoopalast (das Kino), die Bikini Berlin Mall und das 25hours Hotel. Ich bin als Freelancerin für den Eventkalender auf der Website zuständig, mache ab und zu Bilder auf Events und unterstütze bei der Contenterstellung für den Blog. An diesen Auftrag bin ich allerdings durch meinen Blog gekommen, da meine jetzige Chefin selbst Bloggerin ist.

4. Mit meiner Schnäppchenkolumne auf TIWWL

Über cheaperia bin ich auch zu meiner Schnäppchenkolumne auf TIWWL gekommen, dem Blog von deals.com. Nach zwei Kooperationen fragten sie mich an, ob ich Lust hätte, für sie zu schreiben und diese Artikel werden natürlich bezahlt.

5. Mit meinen Beiträgen bei RTL Punkt 12

Ab und zu könnt ihr mich bei RTL Punkt 12 über den Bildschirm flimmern sehen. Ich gebe hier Tipps, wie man sich günstig schön anziehen kann. Bietet sich ja an. Drei Folgen haben wir bisher abgedreht und am Montag wurde die letzte ausgestrahlt. Ich hoffe, dass sie in die Mediathek von Frauenzimmer.de kommt und ich sie euch zeigen kann. Reich wird man hiermit mit Sicherheit nicht, aber es macht mir auf jeden Fall großen Spaß das zu drehen (weniger mich im TV zu sehen.) 😉

6. Mit anderen kleinen Aufträgen

Es kommen auch immer mal wieder andere kleinere Aufträge. Pressemitteilungen, die ich schreibe, Events, die ich fotografiere oder dies und das. Doch den Großteil verdiene ich wirklich mit dem, was da oben steht.

Ich hoffe, ich konnte euch die Frage „Womit verdient man als Blogger Geld?“ und vor allem „Womit verdient Patricia eigentlich ihr Geld?“ zufriedenstellend beantworten. Wahrscheinlich hättet ihr hier auch gern noch direkte Zahlen gesehen, doch die kann ich euch leider nicht bieten. Weniger, um meine Privatsphäre zu schützen, sondern mehr, weil in Deutschland nicht über Geld gesprochen wird und ich teilweise Geheimhaltungsvereinbarungen mit meinen Auftraggebern habe. Insgesamt verdiene ich etwas weniger als die meisten meiner Freunde (die alles keine Millionäre sind), habe dafür aber durch die Selbständigkeit viele Vorteile.

Kommentare

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    Charlotte

    Super interessant, danke für die Einblicke! 🙂

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    Petra Kirschblüte

    Danke für dein ehrlichen Post. Ich gebe zu, ich hätte natürlich auch gerne Zahlen gelesen, verstehe aber, dass man das nicht im Internet preisgeben will.

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    Maggie

    Super, ehrlich und mutig. Vielen Dank dafür!

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    Julie

    Klasse, dass du die „Hosen heruntergelassen“ hast. Das fand ich auch sehr interessant! Deine Fotowebsite ist auch sehr hübsch geworden, da hast du viele schöne Momente eingefangen. Übrigens, vielleicht auch was für dich & dein Instagram: die August Break Blogger Challenge. https://www.susannahconway.com/the-august-break-2014/ Habe ich letztes Jahr entdeckt und finde ich eine tolle Sache.

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    Julian

    Eine sehr gute Möglichkeit, gerade für Fashionbloggs, ist Affiliate Marketing. Das machen viele und es lohnt sich weit mehr als bspw. Banner von adsense (google).

    • Patricia
      Patricia

      Habe ich mit angeführt. 😉

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    Hannah

    Hallo und danke für deinen tollen Blog! Die Schnäppchenkolumne fände ich ja auch interessant, doch der Link funktioniert nicht (mehr?) 🙁

    • The Kaisers
      The Kaisers

      Liebe Hannah, danke dir! Der Artikel ist jedoch schon 3 Jahre alt und die Schnäppchenkolumne existiert schon lange nicht mehr, genau wie deals.com anscheinend nicht mehr existiert. 🙁

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