7 verblüffende Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz

Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz

Ich liebe andere Kulturen und sauge alles darüber vor Ort wie ein Schwamm auf – so auch die Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz. Im Januar waren wir zum zweiten Mal in der Schweiz und haben euch vor kurzem ja bereits unser Food Diary mit Schweizer Spezialitäten gezeigt. Der heutige Artikel war nicht geplant, die Idee kam mir einfach spontan vor Ort, nachdem ich bereits nach wenigen Stunden mit mehreren Unterschieden zwischen Deutschland und der Schweiz konfrontiert wurde. Das Interessante ist: Unsere Freundin Jenny, die jetzt bereits 6 Jahre in der Schweiz lebt, nimmt diese Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz kaum noch wahr – für sie sind sie völlige Normalität geworden. Doch ich war jedes Mal entzückt, wenn ich einen Unterschied fand und notierte ihn mir schnell für diesen Artikel. Also – los geht’s!

7 Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz

Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz

1. Größere Briefumschläge

Als Jenny ihre Post aus dem Briefkasten nahm, war ich ganz irritiert. Denn die Briefumschläge haben in der Schweiz eine andere Standardgröße als in Deutschland. Üblich ist in der Schweiz die Größe C5. Dafür muss ein A4-Blatt einfach einmal gefaltet werden. Ganz ehrlich: Die Schweizer sind so schlau. Wie oft bin ich schon an der Faltung meines Briefs verzweifelt und musste ihn nochmal neu falten, damit die Adresse auch wirklich im Fenster ist.

2. Keine Elternzeit

Ein Thema, das natürlich uns momentan besonders betrifft, ist die Elternzeit. Für uns in Deutschland ist es mittlerweile ja völlig normal, dass wir Anspruch auf ein Jahr Elternzeit haben. In der Schweiz gibt es jedoch nur den Mutterschutz. Das heißt, dass man als Mutter nach der Geburt 14 Wochen freigestellt ist und 80% des Lohns erhält. In Deutschland erhält man zwar nur circa 60% des Lohns, dafür aber für ein Jahr. (Das ist übrigens nur die grobe Variante, um die Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz darzustellen. Natürlich gibt es noch zig Sonderregelungen, Maximal- und Mindestsätze etc. 😉 )

3. Deichmann heißt Dosenbach

Ein Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz, den ich schon bei unserem ersten Besuch vor einigen Jahren festgestellt habe, ist, dass Deichmann in der Schweiz Dosenbach heißt. Es war doch ziemlich irritierend, als ich dasselbe Logo mit anderem Wortlaut las. Der Grund dafür ist übrigens, dass Dosenbach 1973 von Deichmann übernommen wurde, den Namen aber beibehalten hat.

4. Waschtag

Den Waschtag kenne ich noch aus Erzählungen von meiner Oma und eigentlich habe ich mir auch vorgenommen, 1-2 feste Waschtage die Woche einzuführen. Aber mehr für mich selbst, der Regelmäßigkeit zuliebe. Doch in den meisten Mietshäusern in der Schweiz ist ein Waschtag vorgegeben. Denn dort steht keine Waschmaschine in der Wohnung, sondern eine im Keller – für das ganze Haus. Jeder Mieter hat einen Waschtag und so kam es, dass unsere Freundin Jenny an ihrem 30. Geburtstag Wäsche waschen musste. In gehobeneren Mietshäusern hat wohl jeder Mieter eine eigene Waschmaschine, die allerdings bereits zum Inventar der Wohnung gehört.

5. Deziliter statt Milliliter

Wenn wir kochen und backen, dann ja meistens mit Milliliterangaben. In der Schweiz wird jedoch mit Dezilitern gearbeitet.

6. Längere Wehrpflicht

In Deutschland wurde die Wehrpflicht ja mittlerweile ganz abgeschafft, in der Schweiz besteht sie noch und ist etwas anders aufgebaut, als zuvor hier in Deutschland. Wenn ich etwas Falsches schreibe, korrigiert mich bitte Schweizer Leser, denn ich habe leider mehrere Angaben gefunden. Die Wehrpflicht dauert mindestens ein Jahr, geht bis zum 34. Lebensjahr und wird in den meisten Fällen auf mehrere Einsätze verteilt. Zivildienst ist wohl relativ selten in der Schweiz und auch recht verpönt.

7. Käsige Großmutter

Der letzte Fakt ist keiner der Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz, aber definitiv sehr lustig. Denn die Schweizer nennen den Käse, der beim Käsefondue unten anbackt, Großmutter oder Nonne. Warum das so ist, habe ich diesmal leider nicht herausgefunden.

Und, kanntet ihr diese Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz schon? Habt ihr vielleicht sogar noch weitere auf Lager oder könnt zu meinen etwas hinzufügen? Das fänd ich total spannend!

PS: Das Bild zeigt übrigens den Zürichsee.

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Kommentare

  • Biene

    Hallo ihr zwei!
    Ich wohne seit zwei Jahren in der Schweiz und musste bei eurem Artikel richtig schmunzeln. Nur die Sache mit den Briefumschlägen ist mir bislang nicht aufgefallen, aber jetzt wo ihr es sagt – sie sind tatsächlich größer! Die ‚Drü Dezi‘ bei der Bestellung des Getränks gehen mir mittlerweile locker über die Lippen und auch mit der Großmutter habe ich schon Bekanntschaft gemacht – besonders schmackhaft ist sie übrigens, wenn man noch ein Ei drauf klatscht 😉
    Viele Grüße
    Biene

  • Alexa

    Hallo,
    Du bekommst sogar mehr Elterngeld:
    Durchschnittliches Netto-Erwerbseinkommen (Elterngeldnetto) vor der Geburt:
    unter 1000 Euro: Ersatzrate zwischen 67 und 100 Prozent
    zwischen 1000 und 1200 Euro: Ersatzrate in Höhe von 67 Prozent
    zwischen 1200 und 1240 Euro: Ersatzrate sinkt von 67 auf 65 Prozent
    zwischen 1240 bis 2700 Euro: Ersatzrate in Höhe von 65 Prozent
    Einkommen über 2700 Euro: Ersatzrate in Höhe von 65 Prozent (Kappung bei 2.770 Euro – max. 1.800 Euro Auszahlung)
    „Ersatzrate“ ist der entzückende Behördenausdruck für den Betrag, den Du statt Deines Einkommens beziehst!

    Als Frau fiese Tücke:
    Du bekommst nicht nachgeburtlichen Mutterschutz PLUS 12 Monate Elternzeit, nein! Die rechnen den Mutterschutz als Teil der 12 Monate (hat mich damals beinahe meinen Jahresurlaub im Jahr danach gekostet, weil ich ja von knapp 14 Monaten ausging!)

    Und bei Selbstständigen ist der Antrag scheinbar simpel, die Ermittlung des tstsächlich zu zahlenden Betrages aber offenbar kein Standardvorgang… hat damals bei meinem Mann ewig gedauert!
    Geh lieber jetzt schon mal zur Elterngeldstelle und laß Dir erklären, welche Unterlagen die jetzt tatsächlich wollen – und bis wann. Nicht daß Mini-Kaiser schon in die Krabbelgruppe geht, bis mal endlich gezahlt wird.
    (Klugsch… Modus wieder aus!)

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