Unsere 5 Tipps für die Insel Usedom oder die Highlights eines vermurksten Urlaubs

Tipps für die Insel Usedom Stadt

Eigentlich hätte hier ein Blogartikel über Schottland stehen sollen. Doch dann kam Corona. Ich wette, die meisten von euch mussten wie wir die Reisepläne für dieses Jahr ändern. Shit happens. Nun wünschte ich, ich könnte freudestrahlend schreiben, dass es so sein sollte und wir einen wundervollen Urlaub auf Usedom hatten. Meine Mama hat mir jedoch beigebracht, dass ich nicht lügen soll. Der Urlaub war leider Murks.

Es begann bereits auf der Hinfahrt, als es aus Richtung der Motorhaube unseres Autos extrem verbrannt stank. Herzklopfend öffneten wir die Motorhaube und fanden Überreste eines verbrannten Vogels. Weiter ging es damit, dass Marlena an einem der nur zwei schönen Tage in dieser verregneten Juliwoche krank wurde, an den Regentagen die Straßen der Insel verstopfter als die in Berlin waren, Stefan morgens und zwischendurch arbeiten musste, weil er nicht richtig Urlaub nehmen konnte und unzählige Kleinigkeiten kamen dazu. Als wäre der Urlaub irgendwie verflucht. Noch während des Urlaubs dachten wir über den nächsten nach. Den Urlaub vom Urlaub sozusagen. Der sollte Ende September stattfinden. Aufgrund von Corona haben wir ihn jedoch wieder gecancelt. Aber warum den Kopf in den Sand stecken? Wir machen es uns einfach hier schön. Zum Beispiel mit meiner Herbst Bucket List.

Dass unser Urlaub Murks war, hat übrigens nix mit Usedom zu tun. Das ist nämlich eine wirklich schöne Insel. Wir waren dort nicht zum ersten Mal und erst recht nicht zum letzten. Denn wir haben Familie dort. Ihr könnt euch in Usedom Stadt kaiserlich einquartieren in der wunderschönen Ferienwohnung von Stefans Onkel Frank und Stefans Tante Tina. Die Ferienwohnung hat uns tatsächlich in der Woche den Allerwertesten gerettet. Denn wenn man zum Beispiel während des Urlaubs einen ganzen Tag in der Unterkunft bleiben muss wegen des kranken Kindes, ist es absolut hilfreich, wenn die Unterkunft schön ist. Und wenn man dann noch die Familie in der Nähe hat, die einen blöden Tag mit einem Spieleabend und einem leckeren Glas Secco rettet, ist es noch besser. Also starte ich meine 5 Tipps für die Insel Usedom direkt mit der Ferienwohnung.

5 Tipps für die Insel Usedom

Tipps für die Insel Usedom

1. Unsere Ferienwohnung

Tipps für die Insel Usedom Stadt

Die kaiserliche Ferienwohnung befindet sich in Usedom Stadt. Die Stadt ist knapp 15-20 Minuten mit dem Auto vom Meer entfernt, hat aber einen eigenen Hafen und auch sonst einiges zu bieten. Wenn ihr dort seid, müsst ihr unbedingt im Café der Inselmühle vorbeischauen. Dort gibt es nicht nur die wohl wunderschönsten Lampen der Insel, sondern auch leckeres Essen und im Ladengeschäft direkt im Café jede Menge potentielle Urlaubsmitbringsel. Öle, Marmeladen, Säfte, Weine und mehr. Alles direkt aus der Inselmühle. Ich kann sehr den Secco Nr. 25 empfehlen. Außerdem haben wir mal sehr gut im Restaurant „Alter Hof“ gegessen.

Tipps für die Insel Usedom Stadt Ferienwohnung Stadtoase

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Doch zurück zur Ferienwohnung. Ich habe noch nie eine Ferienwohnung gesehen, deren Küche so gut ausgestattet war. Wirklich unglaublich. Stefans Tante Tina hat erzählt, dass kürzlich ein Koch die Ferienwohnung gemietet hat, weil er so begeistert von der Ausstattung war. Gefühlt gibt es dort nichts nicht und die Küchengeräte und das Zubehör sind fast komplett von sehr hochwertigen Marken. Doch schaut euch die Ferienwohnung am besten mal direkt HIER an. Und wenn ihr dort Urlaub macht, sagt ruhig mal Bescheid, dass ihr über uns kommt. Man muss sich ja gut stellen mit der Familie, nicht?

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2. Das wohl beste Fischbrötchen Usedoms

Tipps für die Insel Usedom

Am ersten richtigen Urlaubstag fuhren wir tatsächlich nicht direkt ans Meer, sondern gemeinsam mit der Family nach Neppermin. Direkt am Nepperminer Fischpalast gibt es einen Ausläufer der Ostsee samt kleinem Sandstrand. Das Wasser ist natürlich viel ruhiger und man hat eher das Gefühl, man ist an einem See. Stefans Family hat zwei SUPs und so schnappte sich Stefan eines und paddelte mit seinem Cousin auf dem Wasser herum. Auch Marlena setzte sich einmal aufs Boot und rannte ansonsten die ganze Zeit mit ihrem kleinen roten Eimer und der Schaufel hin und her. Ich quatschte entweder mit Stefans Tante oder verschwand hinter meinem Buch. Und zwischendurch gab es das wohl leckerste Fischbrötchen Usedoms aus dem Fischpalast hinter uns. Auf jeden Fall ist es das leckerste Fischbrötchen, das ich jemals gegessen hab. Leider hab ich kein Foto machen können. Es wollte einfach zu schnell in meinen Mund.

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3. Das Restaurant mit dem wohl schönsten Ausblick Usedoms

Tipps für die Insel Usedom Stadt Strandcafé Utkiek in Ückeritz

Der dritte Urlaubstag (der zweite war es, den wir in der Ferienwohnung verbrachten wegen Marlenas Krankheit) war komplett verregnet. Zum Glück war Marlena wieder fit und wir planten einfach kurzerhand einen Ausflug in den Norden der Insel. Dort wollten wir zur Schmetterlingsfarm (die soll wirklich toll sein) und zum Haus, das auf Kopf steht. Vorher wollten wir jedoch einen Stopp im Strandcafé Utkiek in Ückeritz machen, das Sue in ihrem Usedom Blogartikel empfohlen hatte. Und hier aßen wir nicht nur sehr gut, sondern auch mit dem wohl schönsten Ausblick Usedoms – direkt aufs Meer. Das hatte an diesem verregneten Julitag eine ganz besondere Atmosphäre. Das Schöne ist – man kann im Strandcafé auch im Regen draußen essen, da alles überdacht ist.

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4. Wohin ihr auf keinen Fall fahren solltet

Anschließend sollte es wie gesagt in den Norden gehen. Jedoch waren die Straßen dermaßen verstopft, dass wir statt 15 Minuten 50 Minuten gebraucht hätten, um an unser Ziel zu kommen. Marlena war außerdem nicht so super gelaunt und wir beschlossen kurzerhand unsere Pläne zu ändern. Nicht die beste Idee. Denn die Planänderung bestand darin, zum „Papageienhaus Gullivers Welt“ zu fahren, das ich auf dem Hinweg gesehen hatte. Leider dachte ich im Stress weder richtig nach, noch googelte ich das Ganze mal. Ich sag euch, es war der Horror. Fahrt dort bl0ß nicht hin. Ich schäme mich aufrichtig dafür, dass ich das Ganze noch durch unseren Eintritt unterstützt habe.

Die Papageien sind alle dermaßen gestresst und hausen dort auf wenigen Quadratmetern alles andere als artgerecht. Ich musste den Raum wirklich fluchtartig verlassen und auch Marlena merkte offensichtlich schnell, dass Tiere so nicht leben sollten. Der Rest des Ganzen alias „Gullivers Welt“ ähnelte einem Jahrmarkt-Friedhof. Alles wirkte sehr bedrückend und ich wollte dort nur noch weg.

Anschließend machten wir uns auf die Suche nach einem Eis. Die Parkplatzsuche gestaltete sich jedoch als sehr als schwierig, sodass wir nicht zu der empfohlenen Eis-Villa Stein in Heringsdorf fuhren, sondern Marlena im nächstbesten Eiscafé in der Nähe unseres Parkplatzes eine Kugel kauften. Dafür konnten wir aber noch kurz an den menschenleeren Strand und ein paar Bilder machen.

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Am darauffolgenden Tag lief mindestens genauso viel schief. Wir beschlossen nach Swinemünde zu fahren. Denn dort wurde mein verstorbener Opa geboren, weshalb ich mich freute, seinen Geburtsort zu sehen. Außerdem sollte dort das Wetter auch viel besser sein. Wir fuhren also Richtung Polen, fuhren und fuhren, aber das Wetter wurde immer schlechter. Als wir im Zielort angekommen waren, fragte mich Stefan, wo wir denn nun genau hinmüssten. Doch ich war komplett irritiert. Ich hatte mir Swinemünde so ganz anders vorgestellt. Und es gab auch irgendwie so gar keinen kulturellen Wechsel. Von polnischen Einflüssen war weit und breit nichts zu merken. Nun, nach einem lauten Aufschrei von Stefan war das Problem klar. Er hatte den falschen Ort in Google Maps eingegeben und wir waren 40 Minuten in die falsche Richtung gefahren.

Doch dort, wo wir nun waren, waren weder der Ort noch das Wetter besonders einladend und da Marlena eh gerade eingeschlafen war, fuhren wir kurzerhand weiter. Diesmal in die richtige Richtung. Zu Swinemünde kann ich nicht viel mehr sagen, als dass es ok war. Man kann dort günstig und gut essen, der Strand ist glaub ich auch ganz schön. An den durften wir mit Susi jedoch nicht und den Hundestrand fanden wir nicht. Das Restaurant, in das wir ursprünglich wollten, hatte wegen Corona geschlossen und so verließen wir Swinemünde nach knapp zwei Stunden bereits wieder.

5. Geheimtipp Hundestrand

Tipps für die Insel Usedom Heringsdorf Hundestrand

Ihr merkt schon, es gab wirklich einige Hindernisse in unserem Urlaub. Und das, was ich hier aufgeschrieben habe, ist nur ein Teil. Doch dann sollte dieser letzte Urlaubstag kommen, der schöner war, als der ganze Urlaub zusammen. Ein richtiger Strandtag mit herrlichem Wetter. Marlena, Stefan und Stefans Cousin haben eine riesige Sandburg gebaut, Susi hat wie eine Verrückte mit ihrem Wasserspielzeug gespielt, ich habe gelesen. Und ich bin im Meer geschwommen, was unzählige Endorphine ausgeschüttet hat. Dieser Tag, diese paar Stunden, haben mich mit dem Urlaub versöhnt.

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