Sofageschichten – oder – Mein Kampf gegen das Kuhsofa

Sofageschichten (1 von 7)Vor einigen Wochen nahm ich beim Frühstück Anlauf, um ein ernstes Thema anzusprechen: unser Sofa. Für Normalsterbliche ist dieses Thema natürlich nicht gerade ernst, für mich allerdings schon. Der Grund: Unser Sofa könnte locker mit einer Kuh mithalten. Damit meine ich natürlich nicht die Milchproduktion, sondern die Flecken. Ähnlich wie ein Baum, der jedes Jahr einen Ring am Stamm anlegt, sammelt unser Sofa Flecken. In den ersten Jahren war das kein Problem, weil ich diese flink mit dem mitgelieferten Fleckenentferner in die Wüste schickte. Doch seit etwa zwei Jahren wirkt das Zeug nicht mehr und auch irgendwie kein anderes der Hausmittel und Chemikalien, die ich so ausprobiert habe. Und nun sieht das Sofa einfach nur noch fleckig und schmuddelig aus. Jedes Mal, wenn Gäste kommen, denke ich nur: „Bitte mach, dass keiner das Sofa genauer anschaut.“ Wahrscheinlich fallen die Flecken kaum jemandem auf, MIR ABER SCHON.

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Und genau deshalb sprach ich eben das Thema Sofa beim Frühstück an. Natürlich war ich vorbereitet. Ich erklärte Stefan ausführlich, dass es eigentlich gar keine andere Möglichkeit gibt, als ein neues Sofa zu kaufen. Eine laienhafte Reinigung durch mich könnte den Stoff komplett ruinieren. Eine professionelle Reinigung würde sich für ein 500-Euro-Sofa nicht lohnen, da zu teuer. Um das Sofa neu zu beziehen braucht man laut meiner Recherche schon ziemlich viel Know-how und mindestens gute Nähfähigkeiten und ihr wisst ja jetzt, wie es mit mir und meiner Nähmaschine momentan aussieht. Und so ein Überziehding für das Sofa geht auch nicht, da unser Sofa meistens ausgeklappt ist und nur eingeklappt wird, wenn Gäste kommen (oder ich es fotografiere ;-)). Also, es erscheint doch logisch, dass wir ein neues Sofa brauchen, oder?

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Nein, nicht bei Stefan. Die Flecken waren keineswegs ein ausreichendes Argument dafür, dass wir uns ein neues Sofa kaufen. Gut, ich muss zugeben, dass wir kein Geld für ein Sofa zurückgelegt haben und es somit finanzieren müssten. Und Stefan möchte dann auch lieber gleich etwas richtig Gutes kaufen. Ein Sofa, das am besten die nächsten 50 Jahre hält. Jaja, ich übertreibe. Also: Das Sofa muss erstmal bleiben. Als Kompromiss gestattete mir Stefan, zumindest neue Kissenbezüge zu kaufen. Denn auch wenn die nichts an den Flecken ändern, sie bekämpfen zumindest meine Abneigung gegen das Ornamentmuster, das ich wirklich nicht mehr sehen konnte. So sah unser Sofa übrigens vorher aus. Doch die Sofageschichte ist noch nicht zu Ende.

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Nein, es gibt immer noch kein neues Sofa. Aber: Vor etwa zwei Wochen störten Stefan die Flecken dann auch. Und jetzt will er zumindest die Sitzfläche irgendwie beziehen. Doch bevor es soweit ist und ich den Kampf gegen unser Kuh-Sofa fortsetze, hier der aktuelle Status unserer Sofaecke im Wohnzimmer. Den Rest des Wohnzimmers zeige ich euch später, wenn alles fertig ist. Ihr wisst ja, ich bin eine unqualifizierte Perfektionistin.

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Sofa: OTTO ; Couchtisch: Westwing ; Lampe: Ikea ; Kissen in Grau: H&M ; Kissen mit Print: H&M ; Kerzenständer: H&M ; Vase in Kupfer: DIY, Untersetzer: H&M

Kommentare

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    Alex

    Uff, das leidige Thema beschäftigt uns auch…Schlimm diese oranglichen Sofas oder die mit Naturtönen! Unsers ist wahrscheinlich schon ein einziger Fleck! Habe es nach geraumer Zeit auch aufgegeben, die Flecken zu entfernen, denn selbst wenn dann mal ein Mittel was gebracht hatte, so war danach ein neuer vom Mittel da. Ähnlich wie ein Wasserfleck. Wir haben zu Weihnachen so Bezüge bekommen und so ist unser Sofa jetzt etwas attraktiver mit dunkelbrauner Fläche und nur die Kissen sind noch so hässlich orange.
    Jetzt bekommen wir nächsten Monat wohl ein Sofa geschenkt (nur ein halbes Jahr gebraucht), da bin ich mal gespannt. Uli meint, es sieht super aus, ich habe es aber nie gesehen und bin da seeeeehr kritisch, was seine Zusageentscheidung auf sehr gefährliches Pflaster bewegt. Mintfarbene Ledercouch sagt mir schon vom Titel nicht zu…

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