Rezept: Schwedischer Schokokuchen – das Originalrezept vom Kuchenbäcker

Schwedischer SchokokuchenBacken und Stefan, das ist so eine Geschichte für sich. So viel wie ich koche, so wenig backe ich. Die genauen Angaben der Zutaten beachten, auskühlen lassen, die Angst, dass der Teig hoffentlich aufgeht, Eischnee unterheben und nicht rühren, aahhhh! Ich bin beim Kochen auch eher der Restverwerter, wobei ich natürlich auch immer auf die Nährstoffverteilung achte 😉 . Backen ist mir ehrlicherweise doch immer zu anstregend.

Doch manchmal brauche ich einfach etwas Süßes  und dann sollte es am besten etwas Traditionelles sein. Ich reise zum Beispiel nicht nur in andere Länder, um die Landschaft zu sehen, sondern ebenfalls um die Küche des jeweiligen Landes kennenzulernen. Das macht für mich Urlaub aus. Und wie ihr in unseren Beiträgen über unsere Flitterwochen auf Sardinien wahrscheinlich schon mitbekommen habt, spielt das Essen ein große Rolle für uns.

Und so kam es vor ca. zwei Wochen, dass wir bei Freunden zum Spieleabend eingeladen waren (das klingt irgendwie voll alt 😀 ) und ich mich sagen hörte: „Ihr kocht? Super! Dann mach ich einen Nachtisch!“ Ja bin ich denn bek…? Da kam mein Sternzeichen, ich bin Krebs, wieder durch. Eigentlich überhaupt keine Zeit um etwas zu backen, keine Ahnung, was ich backen soll, aber ich posaune erstmal schön raus, dass ich was mitbringe. Also überlegte ich einen Tag vorher, was ich denn noch schnell am folgenden Tag backen könnte. Das Problem war, dass wir ab morgens um 8 Uhr auf dem Flohmarkt verkauften, also ich den ganzen Tag gar nicht zu Hause war und abends eine Nachspeise auf dem Tisch stehen sollte.

Backbuch Bake and the City

Und da kam mir die Idee doch einmal im Werk des Kuchenbäckers herumzustöbern. Der Kuchenbäcker das ist Tobi, an den ihr euch vielleicht ja noch erinnern könnt, denn er hat während unserer Flitterwochen hier auf dem Blog gebacken! Nun hat Tobi sein allererstes (und hoffentlich nicht letztes) Backbuch „Bake & THE CITY“ herausgebracht. Leider konnten wir nicht zu seiner Buchparty fahren, umso mehr freuten wir uns aber, als uns der Postbote „Bake & THE CITY“ brachte. Patricia bekam wieder einen ihrer Wundertüten-Momente und wunderte die ganze Zeit herum. Aber das Buch ist auch wirklich toll geworden!

Kuchenbäcker Tobi liebt traditionelle Kuchenklassiker und führt in seinem Backbuch die Leser mit 60 Rezepten, die typisch für den jeweiligen Ort sind, durch ganz Europa. Traditionelles Gebäck trifft auf Geschichte. Denn zu jedem Rezept gibt es auch eine Story gratis dazu. Also Reisen und traditionelles Essen, genau meins 😉 . Und dann sah ich ihn. „Kladdkaka“ – wie der Stockholmer sagen würde. Ein schwedischer Schokokuchen und er schien ganz einfach zu sein! Ich dachte mir „das schaffst sogar du, Stefan“ 😀 . Und was soll ich sagen, am Abend stand ein leckerer schwedischer Schokokuchen auf dem Tisch.

Schwedischer SchokokuchenSchwedischer Schokokuchen – Die Zutaten

  • 210 Gramm dunkle Schokolade
  • 210 Gramm weiche Butter (nehmt sie wirklich schon etwas früher aus dem Kühlschrank, ich hab es schon einmal mit kalter harte Butte gemacht, das war nicht cool 😀 )
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 200 Gramm Zucker
  • 70 ml kalter Espresso
  • 1 Teelöffel Pistazienkernöl
  • 110 Gramm Mehl Type 405

    Für das Topping

  • 100 Gramm geschälter Hokkaidokürbis
  • 1 Orange

Schwedischer Schokokuchen – Die Zubereitung

Schwedischer Schokokuchen

Die Schokolade fein hacken (wenn ihr die Schokotafeln nur stückelt, dauert es länger sie zu schmelzen) und die Butter in der Zwischenzeit bei schwacher Hitze schmelzen lassen. Dann die geschmolzene Butter vom Herd nehmen und unter ständigem Rühren die Schokolade hinzufügen, bis sie sich aufgelöst hat.

Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen und den 24er Springformboden (ich benutze eine 18er Springform, dann habt ihr am Ende noch einen flüssigen Kern in der Mitte 😉 ) mit Backpapier auslegen. Danach zusätzlich einfetten.

Die Eier trennen und das Eiweiß mit der Prise Salz in einer Rührschüssel steif schlagen und kühlen.

Das Eigelb und den Zucker mit der abgekühlten Schokobutter in einer Rührschüssel mit dem Schneebesen verrühren und den Espresso hinzufügen. Anschließend das Mehl dazu sieben und mit dem Teigschaber unterheben. Zum Abschluss lasst ihr den Eischnee mit der Eier-Schoko-Mehl-Mischung verschmelzen (also ebenfalls langsam unterziehen).

Das fertige Teigprachtstück in die gefettete Form füllen und im Backofen auf der mittleren Schiene 35-40 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und genießen!

Als Topping habe ich eine geschälte Orange mit dem Hokkaidokürbis und der Prise Vanille im Mixer püriert und darüber verteilt.

Schwedischer Schokokuchen

Kommentare

  • Avatar
    Svenja

    Klingt super lecker! Werde das Rezept definitiv testen und wenn es überzeugt wohl das Buch genauer unter die Lupe nehmen 😉

    Viele Grüße,
    Svenja

  • Avatar
    Judith

    Die Kombination mit dem Kürbis ist eine tolle Idee! Ich bin dann mal einkaufen … 🙂

    • Stefan
      Stefan (author)

      Viel Spaß dabei 😀 ! Und schick am besten ein Ergebnisfoto 😉 .

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