Meine Challenge 2014 – Vegan for fit

Vegan for fitIch liebe Fleisch und ich liebe Käse, ich liebe Essen im Allgemeinen so sehr, dass ich dafür auf so manch anderes verzichten würde. Wenn ich mit jemandem bisher über das Thema „Vegan“ geredet habe, meinte ich immer, dass ich mir nie vorstellen könnte, für immer vegan zu leben. So ohne Steak und ohne Omas Rouladen. Und ohne Ofenkäse. Genau deshalb habe ich bisher schnell weggeklickt, wenn ich irgendwo „Vegan for fit“ gesehen habe. Denn meine größte Angst ist, danach vegan bleiben zu wollen. Klingt idiotisch, ich weiß. Aber Ängste lassen sich nunmal manchmal nicht erklären. Doch ich mache es jetzt, wir machen es jetzt. Stefan und ich werden uns 30 Tage lang vegan ernähren. Nach Attila Hildmanns „30-Tage-Challenge“. 

Wie kam es dazu?

Auf der Rückfahrt nach Berlin am Sonntag fühlte ich mich aufgebläht und überfressen. So geht es mir oft, wenn ich in der Heimat war. Alle wollen ihre Liebe durch Essen ausdrücken. Ich sagte zu Stefan, dass ich gern mal wieder eine Fastenkur oder etwas in der Art machen würde und er stimmte mir zu. Also googelte ich und landete irgendwann mal wieder bei „Vegan for fit“ von Attila Hildmann.

Was ist die „Vegan for fit“-Challenge?

Die Challenge besteht daraus, sich 30 Tage lang vegan (also ohne tierische Produkte) und mit Bioprodukten zu ernähren und außerdem auf Weißmehl, Zucker und Alkohol zu verzichten. Dafür gibt es sogenannte Powerfoods, die dem Körper richtig gut tun. Außerdem sollte man natürlich zusätzlich Sport treiben.

Was ist meine Ausgangslage?

Ich wiege momentan knapp 73kg bei einer Körpergröße von 180 cm. Das ist normalgewichtig, aber definitiv nicht mein Wohlfühlgewicht. Meine Problemzonen sind Bauch, Hüften und Beine. Ich strebe schon seit Jahren 65kg an und möchte mich einfach fitter fühlen. Mit veganer Küche hatte ich bisher durch Freunde, die vegan leben, wie Mia oder meine ehemalige Mitbewohnerin, einige Berührungspunkte.

Darauf freue ich mich

Ich liebe ja Herausforderungen jeglicher Art. Bei dieser freue ich mich besonders darauf, neue Lebensmittel und Geschmäcke kennenzulernen und bin einfach super gespannt, wie alles wird. Ich habe Attilas Buch gestern Abend gekauft und in einem Rutsch innerhalb von knapp 3 Stunden komplett durchgelesen. Auch wenn es auf den ersten Blick riesig wirkt, das meiste sind natürlich die Rezepte. Ich freue mich darauf, mehr über die vegane Küche und Lebensweise zu lernen und Vorurteile abzubauen. Denn bisher war ich zwar immer sehr interessiert an der veganen Lebensweise, doch sie war mir dennoch fremd. Doch die Rezepte in „Vegan for fit“ sehen super lecker aus.

Vegan for fit (2 von 3)Vegan for fit (3 von 3)

Davor habe ich Angst

1. Vor den Reaktionen anderer

Ich weiß, wie die meisten Menschen zu veganer Lebensweise stehen. Wer sich nicht damit beschäftigt hat, dem ist sie fremd. Und Fremdem stehen die meisten Menschen kritisch gegenüber. Außerdem mögen es viele Menschen bequem und vegan zu leben ist das nicht.

2. Vor Ausflügen

Es ist so gut wie unmöglich, einen Zeitraum von 30 Tagen zu finden, in denen man nur Zuhause essen muss. Auch in unserem Zeitraum (der höchstwahrscheinlich am Samstag beginnt), gibt es zahlreiche Ausflüge, Treffen mit Freunden, Geschäftsdinner und so weiter. Hier habe ich ehrlich gesagt ziemliche Panik vor. Denn dann muss ich mich gleichzeitig mit den Reaktionen anderer und eingeschränkter Essensauswahl auseinandersetzen. Wie machen das nur Dauerveganer?

3. Vor den Kosten

Bio ist teuer. Und der Matchatee, den wir brauchen, ist auch ziemlich teuer. Da ich brav Haushaltsbuch führe und genau weiß, was wir monatlich durchschnittlich für Lebensmittel ausgeben, kann ich sehr gut vergleichen. Ich hoffe, wir sind nach den 30 Tagen nicht pleite.

4. Vor Heißhunger-Attacken

Die kenne ich nur allzugut von mir. Mal sehen.

5. Vor dem Trinken

Ich bin ein Viel-zu-wenig-Trinker. An guten Tagen schaffe ich es auf 1,5 Liter, an schlechten auf ich-will-es-gar-nicht-wissen. Deshalb bekam ich einen ziemlichen Schock, als ich las, was ich während der 30 Tage trinken soll. 2-3 Liter stilles Mineralwasser, 1,5 Liter Grüntee und 2 Matcha-Shakes. Attila, bist du verrückt? Ich werde die 30 Tage doch komplett auf Klo verbringen!

So, nun habe ich es also groß verkündet und am Samstag geht es hoffentlich los. Wir müssen nur noch nicht-vegane Lebensmittel aufbrauchen und einkaufen. Einmal die Woche werde ich euch berichten, wie es uns so ergeht.

Und nun her mit euren Tipps, Links, Motivationen! Ich bin für alles sehr dankbar. Denn noch fühle ich mich ziemlich verloren in der veganen Welt und weiß nicht, welchen Matcha Tee ich kaufen soll.

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Kommentare

  • mia

    Sehr cool! So eine Challenge finde ich natürlich klasse 🙂 Zu deinen Punkten:
    – Reaktionen anderer: Du kannst ja immer sagen, dass du eine Challenge machst und keine halben Sachen machen willst, wenn die Leute fragen warum, kannst du sagen, dass du schonv iel gutes darüber gehört hast und mal was komplett neues, fremdes ausprobieren willst
    – Ausflüge: Keine AHnung wie ich das mache, irgendwie kriege ich das immer hin. Man kann auch ganz gut testen, wie gut ein Restaurant wirklich ist. Wenn ich frage „Geht das auch ohne Käse und Sahne“ und es ist kaum ein Problem, dann weiß ich, dass sie einen guten Service und einen guten Koch haben
    – Kosten: Generell ist vegan essen billiger, finde ich, da ich nicht so viele Ersatzprodukte kaufe, aber wenn ich NUR Bio kaufen würde, wäre das wirklich teuer, aber das liegt ja nicht an vegan oder nicht
    – Heißhunger wirst du nicht haben, wenn du dich richtig ernährst, da Hildmann sehr sehr vollwertige Alternativen anbietet, die gesund sind
    – das mit dem Trinken ist hart, da habe ich keinen Tipp, außer immer eine Flasche Wasser am Schreibtisch zu haben 🙂

    Viel Glück und du hast mich dazu inspiriert, ein paar vegan-Tipps auf meinem Blog zu posten, danke!!! 🙂
    Ich bin gespannt auf deine Berichte!

  • Lee

    Hey, ich wünsche dir ganz viel Erfolg, dass du durchhältst und bin gespannt auf deine Berichte. Ich selbst habe den größten Respekt vor dieser radikalen Umstellung und habe mich noch nicht getraut. Deshalb: wow!
    Liebe Grüße
    Lee

  • Charlotte

    Ich finde es toll, dass ihr euch die Challenge vorgenommen habt! Bei meinem Freund und mir war es ähnlich, irgendwas aus „wir wollen uns mal wieder bewusst gesünder ernähren“ und „wer gibt uns dabei die Hand“. Die Challenge haben wir dann von einem auf den anderen Tag begonnen und das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Du wirst ganz schnell merken, wie gut sich diese Umstellung auf deinen Körper auswirkt, auch wenn in den ersten Tagen erstmal ein kleines Entgiftungstief kommt, bloß nicht davon abschrecken lassen. Eben so wenig von den zusätzlichen Kosten, die auf euch zu kommen. Klar, zuerst einmal wirkt das alles furchtbar teuer. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass man viele Gewürze und Zutaten kauft, die man noch nicht im Haushalt hat. Außerdem braucht man ja nicht alles immer für eine Mahlzeit auf und der viel wichtigere Punkt ist, dass man deutlich seltener unterwegs ist, also viel Geld spart. Denn Cola, Kaffee oder das belegte Brötchen auf die Hand ist eben nicht. Im Restaurant geht immer noch Salat mit Balsamico-Dressing, Kartoffeln mit Gemüse, Nudeln mit Tomaten-Sauce … 🙂 Und den Matche-Tee würde ich wie gesagt erstmal beiseite lassen. Viel Wasser und Tee erfüllen auch ihren Zweck. Meine Daumen sind gedrückt! 🙂

  • Julie

    Die Pfannkuchen sind super, wir essen seit wir sie ein Mal probiert haben nur noch die. Schönes Frühstück fürs Wochenende.

  • marina

    hey 🙂
    find ich echt cool, dass du das mal probieren willst! 🙂
    & tipps.. also, ich kenn das Buch nicht – aber hab ein anders Buch von Attila & naja. Wenn du nur aus dem Buch kochen willst, ja.. dann kann ich mir schon vorstellen, dass es teurer wird, als du vielleicht gerne willst. Er hat’s halt gern mit teureren Lebensmitteln, Mandelmus & Co. Weiß jetzt nicht, wie’s damit bei der Challenge aussieht, kann mir aber gut vorstellen, dass da auch ziemlich viel ausgefallenes teures Zeug dabei ist. Aber wie Charlotte da oben geschrieben hat – man hat’s eben auch noch nicht im Haushalt.
    Vegan ist aber wirklich keinesfalls teurer als die vegetarische oder omnivore Lebensweise. Wenn man als Omni z.b. immer Bio kauft – also auch Biofleisch & so – dann ist das schon DEUTLICH teurer als vegan 🙂

    Bei Milch gibt’s enorm viel Auswahl, da musst du dich einfach durchprobieren. Die Sojamilch von Alpro hat mir von Anfang an geschmeckt, die von Aldi eher weniger. Kauf inzwischen aber auch die Hafermilch von Kölln extrem gern, die schmeckt nicht so doll nach Getreide wie zb die andere billigere die ich mal hatte. Da musst du echt schauen & rumprobieren. Die Geschmäcker sind verschieden & die Auswahl ist einfach so riesig.

    Bei Heißhunger zb auf Schokolade – den ich auch ziemlich oft hab 😀 – kannst du im Bioladen leckere Schokoriegel kaufen. Von Viani zb. Die haben auch vegane Zartbitter & Reismilchschokolade. Aber vegane Schoki gibt’s ja fast überall.

    Und ja. Also für’s Essen gehen musst du dir als Berlinerin wohl echt keine Sorgen machen. Bei euch gibt’s so viel vegane Restaurants wie nirgendwo in Deutschland! Kannst auf HappyCow.net mal nachschauen. Gibt auch ne App davon, für unterwegs. Allein in dem Bezirk, wo wir bei der Klassenfahrt sein werden, hab ich 10 gefunden. Gibt auch viele vegetarische & vegan-vegetarier-freundliche 🙂

    Ja, ich kann dir nur sagen, ich hab Fleisch auch geliebt. Ich hab sooo viel Fleisch gegessen & dachte niemals, dass ich jemals Vegetarierin werden könnte. Das war ich jetzt aber 2 Jahre oder länger & bin seit dem 3/4 Jahr vegan. Und es fällt mir inzwischen so unglaublich leicht sogar auf Käse zu verzichten. Pizza schmeckt auch ohne Käse super, wenn der Belag stimmt & die Mängel, die ich noch als Fleischesserin hatte (Eisen zb) sind futsch!
    Man muss halt beim veganen Essen, wie bei allen anderen Ernährungsformen darauf achten, genügend & vor allem auch alle notwendigen Vitamine, Nährstoffe usw zu sich zu nehmen.
    B12 ist da das einzige, was man supplementieren muss. Aber das bekommen die Rinder usw auch ins Futter gemischt. Wir nehmen dass dann eben ohne Umwege auf ;))

    Zum Schluss noch; fixier dich nicht allzusehr nur auf Attila – es gibt auf Chefkoch, in anderen Foren usw sooo viele tolle Rezepte. Und auch viele andere bekannte Köche. Jerome Eckmeier, Björn Moschinski (der übrigens in Berlin ein Restaurant hat :D), und und und..
    & auf Youtube gibt’s auch viele Veganer, die noch gute Tipps haben (z.b. https://www.youtube.com/user/JessVeganLifestyle).

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