Das Vegan Interview – 6 Blogger stehen Rede und Antwort

Vegane Blogger InterviewIn meinen ersten Tagen „Vegan for fit“ war ich teilweise ziemlich verwirrt und hilflos. Natürlich hatte ich das Buch und dieses unendliche Universum namens Internet, doch zu Tode googeln wollte ich mich jetzt auch nicht unbedingt. Also fragte ich Mia, die nicht nur Bloggerin, sondern mittlerweile auch eine Freundin von mir ist. Und auch Charlotte schrieb mir bei Instagram und hier und half mit Tipps. Also dachte ich mir, warum nicht noch andere vegane Blogger befragen? Möglicherweise bin ich nicht allein mit meiner grenzenlosen Neugier und kann gleich ein ganzes großes Interview mit veganen Bloggern daraus machen? Gesagt getan! Ich darf euch willkommen heißen in meinem imaginären Studio. Ich habe heute 6 Gäste eingeladen. Stellen wir sie doch erstmal kurz vor.

Mia Vegane Blogger

Unser erster Gast ist Mia vom Blog heylilahey, hauptberufliche PR-Beraterin, wohnhaft in Berlin und Mode-, Fitness- und Reisejunkie. Wenn man Mia in der Realität trifft, sollte man sich lieber gut benehmen, denn als studierte Psychologin kann sie garantiert hinter jede Fassade gucken.

 

 

 

Vreni Vegane Blogger

 

Dann hätten wir da die etwas verrückte, doch absolut liebenswürdige Vreni, ebenfalls aus Berlin, die unter anderem für einen ausgefallenen Modegeschmack, durchgehende Kleinschreibung und eine öfter wechselnde Haarpracht bekannt ist. Auf nevereverever.me lässt sie uns an ihrem kunterbunten Leben teilhaben.

Charlotte Vegane Blogger

 

 

 

Unsere dritte vegane Bloggerin kommt aus dem wunderschönen Hamburg und liebt diese Stadt genauso wie Mode, Fotografie, Konzerte und gutes Essen. Charlotte alias Lotte schreibt auf Crème Dessert so bunt gemischt wie das Leben ist.

 

Jasmin Vegane Bloggerin

 

Jasmin vom Blog „My Berlin Fashion“ ist mit ihren 19 Jahren einerseits noch ein Blogger-Küken, aber andererseits bereits eines der Urgesteine der Bloggerszene. Denn sie fing schon mit 15 Jahren an zu bloggen, weil sie sich in die Welt der Mode und vor allem in die Fashion Week verliebte. Immer mit dabei ist übrigens Jasmins Mama. Nicht als Aufpasserin, sondern als beste Freundin.

Franzi Vegane Blogger

 

Unser Gast Franziska ist nicht nur vegane Bloggerin, sondern bloggt auf „Veggie Love“ auch vordergründig über veganes Essen und Leben. Dort zeigt sie uns, dass Veganismus absolut nichts mit Verzicht zu tun hat. Denn genau wie vor ihrer Zeit als Veganerin liebt sie immer noch coole Restaurants, schöne Cafés und das Leben. Sie sagt: „Veganismus ist gut und sieht gut aus.“ Außerdem ist sie bereits Buchautorin.

Vicky Vegane Blogger

 

 

Vicky von Vicky’s Mode Blog ist die zweite Hamburgerin in der Runde und in meinen Augen die moderne Pippi Langstrumpf (das hört sie garantiert nicht zum ersten Mal). Ihr Stil ist mindestens genauso frech und sie hat eine bezaubernde Ausstrahlung.

 

 

Und nun geht es los mit der lustigen Fragerunde!

1. Seit wann ernährst du dich vegan?

Mia: Ich würde sagen, dass ich mich ungefähr seit 2,5 Jahren vegan ernähre, wobei ich nicht so streng bin. Ich würde sagen, ich ernähre mich zu 90-95% vegan.

Vreni: seit sieben monaten. 

Charlotte: So ziemlich genau seit einem dreiviertel Jahr. Ich bin also noch ziemlich frisch dabei.

Jasmin: Angefangen habe ich im März 2013, aber so “richtig” seit Februar 2014.

Franziska: Seit Januar 2008, also etwas länger als sechs Jahre.

Vicky: Seit Sommer 2013. Ich habe erst einige Monate komplett auf alle tierischen Produkte verzichtet. Dann habe ich jobbedingt angefangen teilweise vegetarische Ausnahmen zu machen. Ich würde also sagen: Ich esse weitesgehend vegan. 

2. Hast du dich vorher bereits vegetarisch ernährt?

Mia: Nicht wirklich, vielleicht unbewusst so circa 6 Monate davor.

Vreni: nein, ich war allesfresser.

Charlotte: Nicht wirklich. Ich hab zwar schon immer wenig Fleisch gegessen und die Male, die ich selbst zu Hause Fleisch zubereitet habe, kann ich an einer Hand abzählen, aber: Lecker duftenden Burgern konnte ich einfach nie widerstehen. Ich glaube, dass nennt man dann Flexitarier, oder?

Jasmin: Ich bin im August 2013 Vegetarierin geworden.

Franziska: In der Oberstufe habe ich von einem Tag auf den anderen beschlossen, kein Fleisch mehr essen – ich mochte es nämlich noch nie. Ich habe nur Sachen gegessen, die nicht mehr so sehr an ein Tier erinnert haben, wie Wurst oder Hackfleisch. Ich habe zum Beispiel noch nie Steak, Schnitzel oder auch Fisch gegessen. Vegetarierin zu werden, war für mich sehr einfach und so lebte ich lange sehr zufrieden mit dieser Ernährungsweise.

Vicky: Nein! Null komma gar nicht. Es war eine krasse Umstellung von heute auf morgen. 

3. Was war der Grund dafür, dass du dich für die vegane Lebensweise entschieden hast? Wie bist du dazu gekommen?

Mia: Ich hatte jahrelang fast jeden Tag Bauchschmerzen, aber kein Arzt hat mir richtig weitergeholfen. Ein Arzt meinte, ich solle doch mal zur Gesprächstherapie, die Bauchschmerzen lägen am Stress… Mein Freund hatte dann irgendwann mal die Idee, dass ich mich auf Laktoseintoleranz testen lassen solle. Der Test fiel positiv aus und endlich hatte ich die Ursache gefunden, das hat mich ehrlich gesagt richtig glücklich gemacht. Es fiel mir dann überhaupt nicht schwer Milch nach und nach immer mehr von meinem Speiseplan zu streichen. Nebenbei habe ich den Blog www.ohsheglows.com entdeckt und dabei gelernt, wie toll die vegane Küche ist! Dann habe ich noch das Buch „The China Study“ & „Skinny Bitch“ gelesen und da ist mir dann erstmal der Appetit auf tierische Produkte vergangen und da die Gerichte von ohsheglows so einfach und lecker sind, war es keine schwierige Umstellung.

Vreni: ich habe mich aus gesundheitlichen gründen dafür entschieden. seit 2 jahren habe ich eine chronische erkrankung, die mich nun mein restliches leben begleiten wird. menschen mit chronischen erkrankungen, die sich vegan ernähren, sollen ein besseres immunsystem bekommen. das wollte ich testen und es hat geklappt.

Charlotte: Ich war auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für meinen Freund, als mir das Buch „Vegan for Fit“ von Attila Hildmann in die Hände fiel. Da wir beide uns schon länger für eine bewusst gesunde Ernährung interessieren, passte es thematisch gut. Ursprünglich dachte ich, dass wir mit den Rezepten aus dem Buch einfach unsere gewohnte Küche erweitern. Die Challenge wirklich zu machen, stand für mich nicht zur Debatte, dass war mir irgendwie zu „krass“. Dabei habe ich die Rechnung ohne meinen Freund gemacht, der nur ein paar Tage später mit dem kompletten Grundeinkauf nach Hause kam – challenge accepted! Nach den 30 Tagen war ziemlich schnell klar: Wir bleiben dabei. 

Jasmin: Ich habe mit einer Vegan for Fit Challenge angefangen und habe gemerkt, dass ich Fleisch nicht brauche. Der Verzicht auf Fisch war zuerst auch schwer für mich, aber ich bin aus Überzeugung Veganerin geworden, der Tiere wegen.

Franziska: Als Ausgleich zu meinem damaligen sehr stressigen Job in einer Agentur habe ich mich sehr viel mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt – mir fehlte der Sinn in meiner Arbeit und durch meine Familie war der Schutz der Umwelt schon immer ein wichtiges Anliegen. Damals kam gerade der Trend „LOHAS – Lifestyle of Health and Sustainability“ auf und ich habe alles verschlungen, was es dazu zu lesen, hören und sehen gab. Gleichzeitig war ich auch auf der Suche nach Ausgleich zu meinem Berufsleben und Motivation, die Yogamatte wieder öfter auszurollen. Dabei stieß ich auf das Buch „Skinny Bitch“, dessen Titel ich faszinierend provokant fand und kein Mensch (ich auch nicht) vermutet dahinter ein Buch über Veganismus. Das Buch wurde an einem Samstag geliefert, ich habe es in einem Rutsch gelesen, der Lebensmitteleinkauf danach war vegan und dabei ist es geblieben. Kurz nach der Umstellung der Ernährung folgte dann bei mir auch noch der Kleiderschrank und das Badezimmer – das heißt, ich trage und benutze nur Produkte ohne tierliche Inhaltsstoffe und Materialien.

Vicky: Im ersten Schritt war der Grund meine schlechte und zu Unreinheiten neigende Haut. Danach habe ich gezielt über die Tierhaltung recherchiert und gemerkt, dass die schlimmen Bilder, die jeder kennt, nicht nur die Spitze des Eisberges sind, sondern absolut trauriger Alltag.  

4. Wie hat dein Umfeld auf die Umstellung reagiert und wie geht es heute damit um?

Mia: Allgemein reagieren alle relativ positiv, besonders da ich ja eh keine Laktose essen kann, also musste ich gewissermaßen Alternativen finden. Als laktoseintoleranter Vegetarier hat man halt eine gute Ausrede. 🙂 Gerade in Berlin gibt es viele positive Reaktionen. Meine Oma in Serbien versteht nicht ganz, was ich denn überhaupt neben Salat noch essen kann und mein Opa macht sich Sorgen um meine Nährstoffzufuhr. Aber beide sind trotzdem total verständnisvoll und meine Oma hat mir auch milchfreie Palatschinken (Crepes) gemacht.  Allgemein hatte ich bis jetzt gegen Kritiker einfach immer die passenden Gegenargumente, da ich gut informiert bin. Ich versuche auch nie jemanden zu missionieren, also laufen alle Diskussionen ruhig und gesittet. 🙂 Wenn ich in einer großen Runde gefragt werde, warum ich mich vegan ernähre, ist mir das trotzdem immer noch unangenehm, da meine Gründe sehr vielschichtig sind. Da ist einmal die Laktoseintoleranz, die Liebe für Tiere (diese Massentierhaltung ist einfach widerlich, egal ob Fleischliebhaber oder nicht), und die Liebe für die Umwelt (die massiv durch den krassen Fleischkonsum geschädigt wird). Aber auch gesundheitliche Gründe und Geschmacksgründe spielen eine Rolle. Und das alles ist zu kompliziert, deshalb sage ich meistens, dass ich mich mit der veganen Ernährungsweise einfach besser fühle und es für mich kein Verzicht ist, im Gegenteil!

Vreni: für meinen freund ist es am schwersten. seit ich vegan esse, kochen wir viel weniger zusammen, aber er akzeptiert es ohne probleme. außerdem liebt er quinoa – das kommt jetzt regelmäßig auf den tisch. meine mama findet es super und macht auch mit, wenn ich zu besuch bin.

Charlotte: Die Reaktionen fielen wirklich durchweg unterschiedlich aus und das ist noch heute so. Das zu pauschalisieren fällt mir wirklich schwer. Es gibt Leute, die halten eine vegane Ernährungsform für absoluten Quatsch; es gibt Leute, die der Meinung sind, dass mit den Masttieren war halt schon immer so; es gibt welche, die sich noch nie vegan ernährt haben, keinerlei Erfahrungswerte haben, sich aber dank diverser Zeitungsartikel absolut sicher sind, dass man als Veganer automatisch einen Vitaminmangel erleidet und das auf keinen Fall gut sein kann und dann gibt es noch die Sorte Mensch, für die alles nur schwarz-weiß ist. Das heißt: Wer sich vegan ernährt, sollte bitte auch aufs Land ziehen, sein Auto verkaufen und Selbstversorger werden, damit das auch alles Sinn macht. Ich bin mir sicher, da gibt es auch einen guten Mittelweg, der sich mit unserem heutigem Lebensstil vereinbaren lässt. Auf der anderen Seite gab es auch viele positive Reaktionen aus meinem Umfeld. Freunde, die interessiert fragen oder inzwischen auch schon selbst angefangen haben, vegan zu essen; Familienmitglieder, die bewusste Veggie-Days in ihre Kochroutine einbauen und auch mal über den eigenen Tellerrand schauen, das finde ich toll.

Jasmin: Es ist natürlich nicht immer leicht, weil ich oft aus der Reihe tanze, aber wer mich mag, muss mich so akzeptieren wie ich bin und das tun auch alle.

Franziska: Schon die Umstellung auf eine vegetarische Ernährung war in meiner Familie und Freundeskreis überhaupt kein Thema. Als ich mich für eine vegane Lebensweise entschied, gab es mehr neugierige Fragen als Diskussionen. Damals war Veganismus noch weit entfernt davon, als Trendthema in den Medien aufzutauchen und ich habe sehr oft die Frage beantwortet, was ich denn jetzt eigentlich noch essen könne. Meine Schwester lebt inzwischen ebenfalls vegan und meine Mutter liest Rezepte immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob man das Gericht nicht auch vegan kochen oder backen könnte.

Vicky: Am Anfang war ich total geflasht und erstaunt über meine eigene Naivität, sodass ich fast jedem davon erzählt habe. Irgendwann merkte ich, dass nicht jeder so tierlieb ist und sowas hören will. Es folgten viele doofe Diskussionen und inzwischen versuche ich es gar nicht mehr zu thematisieren. Wenn Leute fragen bzw. auch gezielt versuchen mich zu provozieren, sage ich: „Hey, meine Ernährung ist ja kein Gesetz und das Gute ist: jeder kann machen was er will“. Dann kommt meistens nicht mehr viel. 

5. Das Schöne an der veganen Küche ist ja, dass man Tieren das Leben rettet. Abgesehen von diesem Punkt: Was ist für dich der größte Vorteil an der veganen Ernährungsweise?

Mia: Wie schon kurz erwähnt, ich fühle mich einfach insgesamt besser. Jetzt ist es schon wieder normal geworden, aber relativ kurz nach der Umstellung habe ich gemerkt, wie viel mehr Energie ich habe, morgens, beim Sport, Nachmittags. Außerdem tut es gut, dass ich der Umwelt auch einen Gefallen mit meiner Ernährungsweise tun kann.

Vreni: ganz klar der gesundheitliche effekt und das entdecken einer völlig neuen küche. so viele vitamine geben echt power.

Charlotte: Ich weiß, was ich esse! Seitdem bei uns nur noch vegan gekocht wird, brauche ich 1.) höchstens zehn Minuten im Supermarkt, weil mich 90% des Angebots kalt lassen und weiß 2.) über jede Zutat meiner Gerichte bescheid. In meinem Essen stecken keine versteckten Aroma-, oder Konservierungsstoffe und ähnliche Sachen, was mir sehr wichtig ist. Außerdem dankt es mir mein Körper, kurz zusammengefasst: Ich schlafe besser, habe mehr Energie, weniger Kopfschmerzen und wenige Hautunreinheiten.

Jasmin: Es ist vor allem sehr gesund und man vermeidet somit auch diesen Diätenquatsch.Wer sich langfristig gesund ernährt, braucht auch keine Diäten. Ich esse mittlerweile ohne richtig nachzudenken, weil ich hinter dem Essen stehe und nicht so sehr aufpassen muss. Gerade als Blogger auf Events gibt es oft Cupcakes oder fettiges Zeug, das man zwar isst, aber hinterher bereut. Durch die vegane Ernährung ist das gar kein Thema mehr. 

Franziska: Für mich war das Lesen über die vegane Ernährungs- und Lebensweise wie ein fehlendes Puzzleteil, denn zu einer nachhaltigen Lebensweise gehört unbedingt auch Veganismus. Für mich und meinen Konsum soll niemand leiden müssen – nicht die Umwelt, keine Tiere und auch keine Menschen. Deshalb finde ich es zum Beispiel auch wichtig, Öko-Mode zu tragen, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurde.

Vicky: Leider gibt es ja auch hier viele Kritikpunkte: Es sterben Tiere beim Umgraben von Sojafeldern und auch die vegane Ernährung ist ökologisch nicht einwandfrei. Aber alles in allem wird die Massentierhaltung nicht unterstützt, das finde ich natürlich mehr als positiv. Außerdem finde ich es gut und wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, was man in sich aufnimmt, welche Nährstoffe ich brauche und wie der Organismus funktioniert. Und das Tolle: Es hat sich für mich eine ganz neue Art des Kochens eröffnet. Ich benutze Produkte, wie z.B. Mandelmus, von denen ich vorher nicht einmal gehört habe. 

6. Und was ist für dich der größte Nachteil?

Mia: Die Antwort hier hat länger gedauert…vielleicht, dass es nicht überall frische, vegane und günstige Mittagsangebote in der Nähe von meinem Büro gibt? Ach ja, und ich vermisse richtig gute Eiscreme!! In den USA gibt es so tolle vegane Eiscremes, da bin ich so neidisch. Das kommt hier bestimmt auch bald. Denn nur Vanille- und Sojaeiscreme ist langweilig. 🙂

Vreni: die vegane ernähungsweise ist noch nicht überall angekommen. in berlin ist es supereinfach, aber sobald man richtung münchen, stuttgart und co. wandert, wird es gleich schwieriger mit einkaufen und essen gehen.

Charlotte: Hmm, vielleicht dass die vegane Küche noch nicht überall angekommen ist. Aber da bin ich optimistisch, hier in Hamburg gibt es inzwischen immer mehr tolle Angebote. Viel nerviger finde ich aber, ständig mit Leuten über das Essen auf meinem Teller diskutieren zu müssen. Dass habe ich grade letzte Woche erst wieder erlebt. Mein Gegenüber biss genüsslich in seine Spare Ribs und zwischen seinen Kau-Pausen bezeichnete er mich als Hipster und Mitläufer. Wer die Diskussion ins Rollen gebracht hat, muss ich wohl nicht erwähnen. Jeder sollte das Recht haben, für sich selbst zu entscheiden, was er isst. Ich möchte niemandem in meinem Umfeld in diesem Punkt belehren. Warum sich andere das Recht nehmen, das mit mir zu tun, bleibt mir schleierhaft. Ich sag ja auch nicht: „Lass dir das tote Tier schmecken!“  

Jasmin: Ich muss ehrlich sagen, dass ich keine Nachteile sehe. Ich bin Veganerin aus Überzeugung. Wenn ich daran denke, wie viel Leid ich dadurch verhindere, bin ich einfach nur glücklich und zufrieden.

Franziska: Es gibt keinen Nachteil. Vegan zu leben, war eine der wichtigsten und besten Entscheidungen in meinem Leben.

Vicky: Ich war immer gerne Fleischesser. Ich liebe Roastbeef, Cordon Bleu und Schnitzel. Ich habe mich nie vor Fleisch geekelt oder es abgelehnt. Es befiehlt mir zwar keiner „Iss das nie wieder“ aber eine gewisse Konsequenz möchte man ja schon haben, besonders weil ich die Missstände in der Tierhaltung so krass schlimm finde. 

7. Essen deine Kinder auch vegan bzw. würdest du deine Kinder vegan ernähren, wenn du welche hättest? Warum?

Mia: Ich glaube meine Kinder würden zum großen Teil vegan essen, aber nicht komplett. Mein Freund isst ja noch alles und meine Kinder würden wahrscheinlich eine Kombination von uns beiden essen. Viel frisches Obst und Gemüse, vollwertige Kohlenhydrate und dafür weniger Käse und Fleisch. Aber ich würde nichts verbieten oder so. Aber wenn ich koche, gibt es halt zu 90% veganes Essen. 🙂

Vreni: noch habe ich keine kinder. es würde für mich aber in frage kommen. seit ich vegan esse, beschäftige ich mich auch sehr mit tierhaltung und co. es ist abartig, was da passiert. wir brauchen keine tierischen produkte, das massenhafte schlachten und töten muss nicht sein. letztendlich sollen meine kinder das irgendwann selbst entscheiden. ich möchte ihnen eine bewusste ernährungsweise nahe legen.

Charlotte: Ich denke schon, dass ich meine Kinder vegan-vegetarisch ernähren würde. Wieso auch nicht? Einerseits weiß ich aus eigener Erfahrung, wie gut es dem Körper tut, andererseits finde ich es toll, wenn Kindern ein Gefühl für ihre Umwelt vermittelt wird. Im Endeffekt würde ich mich bei der Entscheidung, ob meine Kinder komplett vegan leben, wohl auf unabhängige Untersuchungen verlassen.

Jasmin: Ich würde niemanden dazu zwingen. Das mache ich auch nicht bei meinen Freunden. Eine vegane Ernährung ist sicher nichts leichtes, gerade als Kind nicht, wo man ja nicht viel Gemüse mag und in der Schule ja auch nicht immer Veganes bekommt. Ich weiß allerdings, dass viele Kinder an e coli Bakterien gestorben sind, deswegen würde ich es vegan aufziehen, aber in einem gewissen Alter selbst entscheiden lassen.

Franziska: Ich habe keine Kinder und wenn ich welche hätte, dann auf jeden Fall ja.

Vicky: Ich würde niemandem die vegane Ernährung aufzwingen, Essen soll ja etwas positives sein und ist letzten Endes eine total persönliche Entscheidung. Ich würde, wenn ich Kinder hätte, dann darauf achten, dass sie mit einem Bewusstsein für das Essen von Tieren und tierischen Lebensmitteln aufwachsen und sie nicht einfach jeden Tag Fleisch essen, ohne zu wissen, um was es sich handelt. 

8. Was ist denn dein veganes Lieblingsgericht?

Mia: Oh, schwere Frage. Da gibt es so viele! Lasagne, Käse-Macaroni, Linsenbraten mit brauner Soße, Hummus-Teller mit Gemüse…

Vreni: ich mache ein großartiges quinoa pesto – das könnte ich täglich essen!

Charlotte: Oh, schwere Frage! Ich esse super gerne die Amaranth-Pancakes aus VFF zum Frühstück, liebe meinen täglichen Smoothie am Morgen und nasche bei einem Filmabend am liebsten die Kürbispommes aus VFF. Mein absolutes Lieblingsessen ist ziemlich simpel: Der Blumenkohl Curry-Crunch aus VFF. Außerdem habe ich in Hamburg den veganen Imbiss „befried“ entdeckt und kann jetzt endlich wieder meiner Burger-Sucht nachgehen.

Jasmin: Mein Lieblingsessen war schon immer Spinat mit Kartoffel, ja auch ohne Ei und diesen „Blubb“.

Franziska: Ich liebe gutes Essen – das war schon immer so und hat sich mit dem Veganismus auch nicht verändert. Ich mag grüne Smoothies und große Schüsseln mit Salat ebenso gerne wie Pizza, Risotto und Burger. Und Kuchen: für Apfelkuchen lasse ich alles stehen.

Vicky: Hmmm, ich bin immer noch total viel am Entdecken und Ausprobieren. Mir gefällt Soja-Bolognese mit Zucchini-Nudeln sehr gut. Außerdem finde ich den Burger von Attila Hildmann mit den Nachos sehr lecker. Aber auch ein gebratenes Schwarzbrot mit Guacomole-Aufstrich und Tomaten ist super lecker, genauso wie Kürbis-Pommes mit selbst gemachter Mayo. 

9. Vermisst du etwas aus der nicht-veganen Küche oder machst du vielleicht sogar Ausnahmen?

Mia: Macarons sind meine Ausnahme. 🙂 Die gibt es (noch) nicht vegan und die liebe ich einfach!!! Und ich kann mir vorstellen, hin und wieder mal Fisch zu essen. Klingt komisch, ist aber so. Ich habe mir geschworen, mir nichts zu verbieten. Wenn ich unbedingt richtig Lust auf etwas habe, dann werde ich es essen. Hin und wieder esse ich auch ein bisschen Butter, Hartkäse und Joghurt.

Vreni: ich liebe käse, eier und buttermilch. da fällt es mir manchmal richtig schwer, zu verzichten. alle paar monate kommt daher ein spiegelei auf den tisch.

Charlotte: Ich dachte immer, ich würde auf jeden Fall meinen Kakao am Morgen vermissen, aber das ist gar nicht so. Nur bei Nutella, muss ich zugeben, gibt es keine gleichwertige vegane Alternative. Da hilft nur selber machen, das schaffe ich aber nicht immer. Für Pfannkuchen-Nachmittage steht jetzt also ein Glas Haselnuss-Creme im Schrank, nicht vegan, aber immerhin Bio. Ausnahmen mache ich, wenn ich woanders zu Besuch bin. Ich kann ja nicht erwarten, dass es immer eine extra Mahlzeit für mich gibt, obwohl sich die Familie schon sehr gut an unsere Essgewohnheiten angepasst hat. 

Jasmin: Ehrlich gesagt, nein. Dadurch, dass ich weiß wofür ich es mache, vermisse ich gar nichts.

Franziska: Ich vermisse überhaupt nichts. Was ich gerne mal probieren würde: Macarons. In den USA gibt es die auch vegan, in Deutschland habe ich bisher niemanden gefunden, der sie auch ohne Eiweiß hinbekommt. Ich muss wohl bald nach Amerika reisen. Was Ausnahmen angeht: Ich werde immer wieder gefragt, wie streng vegan ich denn lebe. Ich mache keine Ausnahmen, aber ich finde nicht, dass das streng ist. Ich lebe ziemlich entspannt mit meinem Veganismus, habe ich einmal dafür entschieden und bleibe dabei.

Vicky: Ja, als ich eine starke Grippe hatte, habe ich geschlagene zwei Tage nur an Schnitzel denken können, dann habe ich auch eine Ausnahme gemacht. 

10. Was isst du an Weihnachten?

Mia: Da gibt es auch unendliche tolle Varianten. Mein Lieblingsgericht ist der Linsenbraten von ohsheglows. Ein ganzes Menu gibt es HIER.

Vreni: ähem… letztes jahr dachte ich ja noch, ich mache eine ausnahme und esse den raclette käse mit. keine gute idee… ich habe zum glück noch ein paar monate, um mir für dieses jahr etwas zu überlegen.

Charlotte: Bei uns gibt es jedes Jahr Raclette. Neuerdings mit veganem Schmelzkäse obendrauf.

Jasmin: Ich hatte Gurken- und Avocado-Sushi.

Franziska: Letzte Weihnachten habe ich mit meiner Schwester und Mutter einen herrlichen Tag mit der Zubereitung eines Drei-Gänge-Menüs in der Küche verbracht. Als Vorspeise gab es Baguette mit Pilz-Pâté mit roter Zwiebelmarmelade, der Hauptgang war Butternut-Lauch-Strudel mit gebratenem Rosenkohl und Kirschsauce, als Dessert haben wir Seidentofu-Schokopudding mit Beeren gegessen. Meine Mutter hatte dieses Menü in der Zeitschrift Essen & Trinken entdeckt und ich bin schon gespannt, was sie dieses Jahr für uns aussuchen wird.

Vicky: Wir sind immer bei Freunden. Ich meinte, es sei kein Problem für mich nur Beilagen zu essen. Sie meinten es aber – leider – sehr gut mit mir und haben mir eine Art Soja-Rolle gekauft, die wirklich unaussprechlich *bäääh* war. 

11. Was ist in deinen Augen das größte Vorurteil gegenüber Veganern?

Mia: Dass ihr Teller traurig aussieht. Meiner ist immer bunt und meine Kollegen sind immer neidisch. 🙂

Vreni: ich sehe eigentlich keine vorurteile. ich sehe nur, dass veganer gern belächelt werden. das ärgert mich, weil veganer sich viel bewusster mit ihrer lebensqualität (und der anderer lebewesen) beschäftigen. 

Charlotte: Dass sie ungesund leben. ich höre immer wieder, dass einem ohne Fleisch, Eier und Milch doch etwas fehlen müsste. Tatsächlich muss nur das Vitamin B12 ausgeglichen werden, ein Mangel, den auch Omnivore bei einer unausgeglichenen Ernährung haben können.

Jasmin: Dass alle Öko und Bio sind und auch so ausssehen, vor allem dass es total langweilig wäre.

Franziska: Da gibt es viele und ich konzentriere mich lieber auf das, was ich tun kann. Einfach mit gutem Beispiel voran gehen und weiterhin mit meinem Blog zeigen, wie schön und gut veganes Leben ist.

Vicky: Dass sie immer alle bekehren wollen. Die einzigen, die die ganze Zeit auf dem Thema rumhacken, wenn es ansatzweise zur Sprache kommt, sind die, die ein schlechtes Gewissen haben. 

12. Kaufst du auch ausschließlich Bioprodukte? Wie stehst du zu dieser Thematik?

Mia: Ich kaufe nur bestimmte Produkte ausschließlich Bio, dazu gehört Erdnussbutter, Kokosöl, Reissirup, Tofu und ein paar weitere. Ansonsten ist Bio einfach überteuert und nicht immer wirklich besser. Am besten ist es, frisches Gemüse vom Markt zu kaufen.

Vreni: nein, auf keinen fall kommt bei mir nur bio auf den tisch. unserer nahrungsmittelindustrie kann man doch sowieso nicht vetrauen. bio im discounter ist quatsch und auch bio-ketten stehe ich teilweise kritisch gegenüber. ich gehe samstags auf den markt und kaufe regionale produkte, habe hier einige bäcker, die selbst backen und auch sonst mache ich das rein nach gefühl.

Charlotte: Ja! Mir ist bewusst, dass auch ein Bio-Siegel mir beim Kauf keine hundertprozentige Sicherheit geben kann, aber staatliche Bio-Siegel wie Demeter haben hohe Standards, mit denen ich mich auf der sichereren Seite fühle. Ganz zu schweigen von der geschmacklichen Komponente: Bio-Tomaten und -Mangos schmecken einfach so viel leckerer! 

Jasmin: Nein, Bio ist nicht immer Bio und auch einfach zu teuer bei manchen Produkten.

Franziska: Meine Lebensmittel kommen alle aus dem Bioladen. Mein Kühlschrank ist die beste Apotheke und für mich gehören da möglichst frische, naturbelassene und unbehandelte Produkte rein.

Vicky: Nein, kaufe ich nicht aber ich achte darauf. Ich bin hin- und hergerissen, weil es einerseits ein guter Gedanke ist und ich es gruselig finde, darüber nachzudenken, dass man Pestizide zu sich nimmt. Andererseits ist es aber auch strange, dass inzwischen überall BIO draufsteht und trotzdem alles in Plastik eingepackt wird.

13. In der ersten Woche meiner Vegan-Challenge habe ich das Doppelte von dem ausgegeben, was ich sonst in Lebensmittel investiere. Empfindest du die vegane Ernährung als teuer? Und was ist dein Spartipp für Veganer?

Mia: Die Vegan For Fit Challenge basiert ja auf Bio-Produkten, die sind immer teuer, egal ob vegan oder nicht. Ich persönlich lebe billiger, da ich kein Fleisch mehr kaufe (teuer!) und kein Käse (guter Käse ist auch teuer) und auch kaum vegane Fertigprodukte kaufe. Wenn man frisch einkauft und isst, Gemüse, Obst, Kichererbsen, Linsen, Kidneybohnen, Mais, Nüsse, Hirse, Vollkornprodukte, Vollkornreis, Tofu, Reismilch, Sojamilch, Haferflocken, Schokolade, Sirupe, Samen, Kokoscreme…und dazu noch ein paar Superfoods (die etwas teurer sind, die man aber auch nur in Maßen isst), wie Chia Samen, Spirulina, Goji Beeren, etc., dann ist der Einkauf nicht mehr so teuer. Ich kann nur immer wieder ohsheglows empfehlen. Sobald man einen Grundstock geschaffen hat, wird die Haushaltskasse auch nicht mehr gesprengt 🙂

Vreni: ich sagte zu beginn immer zu meinem liebsten: „so, jetzt gehe ich mal wieder gold kaufen.“ alles war so unfassbar teuer. aber nach einer weile kennt man sich gut aus und weiß, so man seine produkte günstiger bekommt. aber generell kann man nicht sagen, dass es teurer ist. meine eltern essen nicht vegan, aber bewusst und kaufen qualitativ hochwertige nahrungsmittel. die geben mehr aus als ich, glaube ich zumindest… 

Charlotte: So ging es uns am Anfang auch, viele der Zutaten und Gewürze aus den Rezepten kannte ich nicht mal. Dafür geht ja aber auch nicht alles gleich für ein Rezept drauf. Ein wichtiger Aspekt ist vermutlich, wie man vorher gegessen hat. Ich hab schon vor VFF viel Gemüse und Obst gegessen, finanziell hat sich nach den ersten Großanschaffungen nicht viel geändert. Außerdem esse ich viel weniger als früher unterwegs, was meinem Geldbeutel ziemlich gut tut. Einige der Rezepte für VFF lassen sich auch leicht variieren, es muss nicht immer gemahlene Vanille in die Pancakes, ein bisschen Zimt tut’s auch und das weiße Mandelmus lässt sich auch durch das günstigere Erdnuss-/ oder Cashewmus ersetzen. Einen guten Spartipp hast du selbst in deinem letzten Beitrag schon gegeben: Ein Großteil vieler veganer Sachen lässt sich bei dm besorgen, günstig und in Bio-Qualität.

Jasmin: Ich finde es eigentlich sogar günstiger! Klar, am Anfang holst du erstmals das, was du alles brauchst, das hält sich aber auch ewig. Meine Mama und ich haben ein Jahr gebraucht um das Thahinglas leer zu bekommen. Anfangs gibt man mehr aus, hat aber auch länger was davon. Außerdem zügelt sich auch der Appetit und man isst weniger. Ich habe zum Beispiel keine Heißhunger-Attacken gehabt, als ich meine erste Challenge vorbei hatte. Mittlerweile gibt es auch viele Läden, die Mitgliedschaften anbieten, wie LPG oder Veganz, da kann man wirklich sparen.

Franziska: Mein Einkauf besteht meistens aus Obst, Gemüse, Blattgrün, Hülsenfrüchten, Reis oder Nudeln und das ist auch in Bioqualität bezahlbar. Ich habe die Challenge nie gemacht, aber auch in meiner Küche stehen Mandelmus, Matchas und andere Superfoods. Früher habe ich Unmengen von Geld an der Käsetheke ausgegeben, nun sind eben Superfoods mein Luxus.

Vicky: Nein! Ich wette, dass Du ganz viele Ersatzprodukte und teure Sojaprodukte, sowie Aufstriche gekauft hast. Aufstriche kann man kostengünstig selber machen. Ich kaufe Gemüse, ab und zu Tofu und natürlich Obst. Ich gebe genauso viel, wenn nicht weniger aus als vorher. Man muss einfach kreativ sein und viel selber zubereiten. 

14. Möchtest du noch etwas loswerden?

Mia: Ja, hört auf endlich zu jammern, dass man nicht „vegane Chicken Nuggets“, oder „veganer Käse“ sagen darf. Das nervt mich am meisten. Ich höre ständig „Sag doch nicht veganer Käse, wenn es kein Käse ist“, soll ich es Väse nennen oder was? 😛 Haha, nein. Schreibt mir ruhig, falls ihr Fragen habt, ich hätte noch sooo viel mehr schreiben können.
🙂

Vreni: ja. ich lege es jedem ans herz, sich damit zu beschäftigen, was er isst. der sonntagsbraten heißt nicht umsonst sonntagsbraten – öfter als einmal in der woche konnte man sich früher kein fleisch leisten. fleisch war wertvoll – heute ist es ein massenprodukt. meine oma hat früher noch schweine geschlachtet und hühner gerupft. wir bekommen gar nicht mit, wie das fleisch für uns aufgearbeitet wird. wenn ich im discounter vor dem fleischregal stehe, wird mir mittlerweile übel, wenn ich daran denke, was hierfür in den schlachtereien passiert. von den ganzen antibiotika, den bei lebendigem leibe geschredderten männlichen küken, manipulierten milchkühen und vielen weiteren ekelhaftigkeiten mal abgesehen. jeder, der sich als tierfreund bezeichnet, sollte eigentlich vegan essen oder zumindest regelmäßig vegane tage einlegen.

Charlotte: Jedem, der Lust hat, sich mit der veganen Ernährung auseinanderzusetzen, kann ich das Buch „Vegan for Fit“ von Attila Hildmann nur ans Herz legen. Es nimmt einen wunderbar an die Hand, zeigt viele tolle, neue Rezepte und erweitert das eigene Ernährungsspektrum ungemein. Man muss ja nicht gleich mit der Challenge einsteigen …

Jasmin: Versucht es, traut euch vegan zu essen, es war das Beste, das ich je gemacht habe!

Franziska: Für alle, die nun auch mal vegane Gerichte ausprobieren möchten: seid abenteuerlustig und probiert Lebensmittel, die ihr noch nicht kennt.

Vicky: Ich finde es schade, dass Veganer oft als nervig empfunden werden. Ich selbst hatte aber auch einmal die Situation, dass ich etwas mit tierischen Produkten gegessen habe im Beisein eines Neu-Veganers und der mich dann ermahnt hat. Ja, das nervt und wegen solchen Leuten haben Veganer bestimmt auch einen schlechteren Ruf. Ich finde es außerdem schade, dass es in unserer Gesellschaft normal ist, jeden Tag – am Besten noch dreimal täglich – Fleisch zum Spottpreis zu essen. Wie viele Lebensmittelskandale braucht es denn noch, damit die Menschen kapieren, dass an günstigem Fleisch irgendetwas faul sein muss – und das im wahrsten Sinne… 

Kommentare

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    Hanna von Geschenkliebe

    Wow, liebe Patricia, da hast Du dir aber Mühe gemacht, danke! Ich esse erst seit ein paar Wochen vegan und auch nicht ohne Ausnahmen. Meine Heilpraktikerin hat es mir empfohlen und zusammen mit einer Bio-Resonanztherapie bin ich inzwischen fast alle meine Allergien los und das gibt mir natürlich schon zu denken… Mir fällt es besonders schwer auf guten Käse und z.B. Mascarpone zu verzichten und wenn ich unterwegs bin, andererseits entdecke ich leckere Lebensmittel (ehrlich), die ich bisher nicht mal vom Namen kannte, obwohl ich mich schon immer bewusst und viel bio ernährt habe und z.B. auch ausschließlich Naturkosmetik verwende. Was ich nicht gut finde, ist dass in vielen Produkten auf denen „vegan“ steht, wahnsinnig viele Aromastoffe und Geschmacksverstärker drin sind – das kann doch nicht gesund sein?! Also ganz vielen Dank für das tolle Intwerview, ich werde einfach versuchen mich von den Bloggerinnen ein bisschen mitreißen zu lassen. Eine Frage habe ich noch in die Runde: Gibt es empfehlenswerte Apps oder Pinterest-Boards oder ähnliches (außer regionale Facebookgruppen), über die ich nachvollziehen kann, in welcher Stadt es welche vegane Angebote (Cafés, Restaurants, etc.) gibt? Danke für die vielen Tipps! LG, hanna

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      mia

      Schön, dass du deine Allergien mit veganer Ernährung bekämpfen kannst, das freut mich! Wenn du so sehr auf Käse stehst, kann ich dir das „Uncheese cookbook“ empfehlen (erhältlich auf Amazon). Als App benutze ich sehr gerne Happy Cow!

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    Linda

    Hallo Patricia,
    erstmal ein großes Lob für diese schöne Idee! Ich finde es super toll zu sehen, dass Menschen aus den verschiedensten Beweggründen zum Veganer werden und dass nicht immer nur ethische Gründe sondern auch einfach ein großes Interesse an gesunder Ernährung der Auslöser sein können.

    Gerne mehr von solchen Beiträgen!
    Beste Grüße,
    Linda

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    Annanikabu

    Wow! Das ist echt ein toller und interessanter Post.
    Ich hätte die Interviews vielleicht auf verschiedene Posts aufgeteilt und eine „Interview Reihe“ daraus gemacht, dann wäre es nicht so viel auf einmal.
    Aber trotzdem gefallen mir deine Fragen und die Antworten – und die Einleitung mit den Bildern der Interviewten find ich super!

    Liebe Grüße
    Anna

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    Franziska

    Liebe Patricia – vielen Dank für die tollen Fragen! Sehr spannend, all die unterschiedlichen Antworten zu lesen.

    Mia: Im Veganz gibt es sehr, sehr leckeres Eis aus Kokosmilch in verschiedenen Sorten. Ich weiss leider nicht, wie die Marke heisst, aber die Packungen sind weiss und rund – Du wirst sie sicher erkennen. Ich mag auch sehr gerne Eis aus Reismilch von Bonvita, gibt es in diversen Bioläden. Falls Du mal in Hamburg bist, unbedingt bei der Eisbande in der Schanze vorbei gehen und die Sorte „Schniggers“ probieren. So gut!

    Vreni: In Berlin haben wir es wirklich sehr gut. Aber München ist auch nicht so übel, was veganes Essen angeht. Hier meine Favoriten: Charlie’s (gute Auswahl an veganen Gerichten, vietnamesisch), Tushita Teehaus (Kuchen & tolle Gerichte in Bowls), Gratitude (viel Rohkost), Super Danke (grüne Smoothies), Max Pett (rein veganes Restaurant) und das Frühstück im Hotel Louis am Viktualienmarkt.

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    Beatrix Schwarzbach

    Vielen Dank, ein ganz toller Artikel und super-spannendes Interview! Mir hat tatsächlich eine Freundin auch vor Kurzem von VFF erzählt, ich habe mit großen Ohren zugehört und bin dann losgestiefelt, um es auszuprobieren. Mein Sohn verträgt nämlich kein Milcheiweiß, und so habe ich nach Alternativen gesucht. Und es ist wirklich toll! Wir essen komplett anders als früher, und es macht vor allem auch sehr viel Spaß!

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    Nanne

    Danke für dieses tolle und spannende Interview.

    Bezüglich Bio-Produkte: Demeter und Bioland sind Bioverbände mit strengen Kriterien (es sind keine staatlichen Siegel), die einfach umweltschonender arbeiten, als bei konventionellen Produkten. Die Produkte bekommt man, aber glaube ich nur, in einem richtigen Bioladen (und nicht beim Discounter).
    Konventionelle Produkte sind auch teuer, aber die Kosten dafür (z.B. abgetragene Böden, Pestizideinsatz) tragen meist nachfolgende Generationen.
    Eine Garantie, dass auf dem Markt gekaufte Produkte regional sind, gibt es nicht. Immer Nachfragen und die Saison beachten! Eine Freundin von mir hat auf einem Marktstand gearbeitet und ein Großteil der Produkte war ebenso aus dem Großmarkt, wie Produkte aus dem Supermarkt.
    Ich will damit nicht meckern, das sind nur Sachen gewesen, die mir gerade aufgefallen sind.
    So, jetzt gucke ich mir erstmal die ganzen Blogs an! Danke!
    Nanne

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    cookies&style

    Ganz ganz wunderbare Vorstellungsrunde. Ich muss gestehen, dass ich 4 noch gar nicht kannte. Vielen Dank, dass du mir so schöne Blogs näher gebracht hast.

    LG,
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