Das Kleiderschrankprojekt für den Mann

Kleiderschrankprojekt für den MannLange wurde ich getriezt und so lange bearbeitet (Ja, so arbeitet Patricia. 😉 ), dass ich irgendwann dachte: „Mensch, ich könnte doch auch einmal „Das Kleiderschrankprojekt“ machen. Denn eigentlich hatte ich es schon länger im Kopf, da ich in den letzten Woche das Gefühl hatte, nicht mehr zu wissen, was ich eigentlich an Kleidung besitze.

Am Morgen stand ich oft vor dem offenen Ungetüm (Unser Kleiderschrank ist nebenbei ein weiteres Projekt für die nächsten Monate, an dem wir arbeiten müssen. Wer Ideen oder Inspirationen für offene Kleiderschranksysteme hat, immer her damit ;-). ) und war komplett ratlos, was ich denn eigentlich anziehen sollte. Nicht dass es nicht genug Sachen gab, ich fand irgendwie nur nichts, was wirklich zueinander passte. Ich bekam dadurch natürlich auch das Gefühl, wieder etwas Neues kaufen zu müssen. Was ich aber ehrlich gesagt gar nicht wollte. Daher habe ich mir 14 Tage lang meinen Kleiderschrank genauer angesehen und geschaut, was es da eigentlich alles gibt und auf meinem Instagramkanal meine täglichen Outfits gepostet.

Habe ich denn eigentlich einen Stil?

Seitdem ich Personal Trainings gebe, habe ich ja gefühlt den halben Tag Sportklamotten an und bin irgendwie ratloser geworden, wenn es um Kleidung für die andere Zeit des Tages geht. Früher in meinem alten Job wusste ich genau, was ich zur Arbeit anziehen kann und meist ohne groß zu überlegen, kreierte ich mir ein Outfit, das meiner Meinung nach perfekt zusammenpasste.

Auf der Suche nach meinem eigenen Stil war ich aber irgendwie schon damals die ganze Zeit. Ich lasse mich halt nicht gern in Schubladen stecken, generell schon nicht, und wenn es um meinen Kleidungsstil geht, erst recht nicht. Doch zu hören „Das ist aber ’ne gewagte Farbe“, oder „Ganz schön eng die Hose“, hat mich dann manchmal, wenn ich mich schon nicht gut fühlte, verunsichert oder getroffen. Doch ehrlich gesagt, ist das mein Stil. Ausgefallene Farben + verschiedene Muster + Mix aus Freizeitkleidung und Business. Ein wenig verrückt halt! So würden mich wohl die meisten, die mich kennen, auch charakterlich beschreiben :-D. Und genau das habe ich in den 14 Tagen wieder festgestellt. Nur gedeckte Farben zu tragen, ist einfach nicht mein Stil.

Erkenntnisse der 14 Tage

Wenn ich eines durch das Projekt festgestellt habe, dann, dass ich genug Klamotten habe und viele von diesen gar nicht mehr getragen werden. Gleich in der ersten Woche landeten 3 Strickjacken in der Kleiderspende. Zwei Shirts kamen danach noch dazu. Was die untere  Körperhälfte betrifft, habe ich festgestellt, dass ich mir in den nächsten 300 Jahren keine blauen Hosen mehr kaufen muss. Natürlich habe ich mich auch gefragt, woher das blaue Übermaß kommt. Na von den lieben Spontankäufen! Diese treten ja öfter einmal auf und diese geht es weiterhin zu reduzieren, damit nicht noch etwas Blaues dazukommt 😀 . Ab jetzt wird wie beim Lebensmitteleinkauf überlegt, was gekauft werden muss.

Ansonsten habe ich mir noch überlegt, das gleiche Projekt mit meinen Sportklamotten zu machen. Da sind definitiv auch einige Klamottenleichen dabei, die nicht mehr sein müssen. Auch hier kann man ja gut kombinieren und sollte mit einem ordentlichen Grundstamm auf einige Tage kommen.

Cordhemd: H&M -> ähnliches

Hose: River Island

Schuhe: Next

Hose: ATO Berlin

Strickjacke: WE Fashion -> ähnliche

Hose: Burton Menswear -> ähnliche

Gesamteindruck

Farbenfroh, kein Schlabberlook und trotzdem bequem.

Farben

  • Blau
  • Rot in verschiedenen Nuancen
  • Helle Grüntöne
  • Grau

Schnitte

  • figurbetont

Materialien

  • Strick
  • Jeans
  • Baumwolle

Styling

  • die Hauptfarbe muss sich mindestens zweimal im Outfit widerspiegeln
  • bunte Socken und/oder Uhren als Eyecatcher

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