Buchtipp: Paolo Giordano – Die Einsamkeit der Primzahlen

Die Einsamkeit der PrimzahlenLiebe Grüße aus dem Bett. Einige von euch haben es wahrscheinlich schon über die Social Media Kanäle mitbekommen: Seit gestern liege ich mit einer schönen Grippe im Bett. Sie kam so plötzlich, dass ich nichtmal einen Artikel vorbereiten konnte. Mein E-Mail-Postfach berstet, doch ich habe zunächst einmal alle Kraft zusammengenommen (wenn ich den Kopf nicht bewege, tut er auch nicht weh), um für euch endlich den Buchtipp zu schreiben, der schon seit 2 Wochen auf der Warteliste steht. Also, sollte das ein ziemliches Wirrwarr werden, was ich da schreibe, schiebt es einfach auf die Grippe.

An dieser Stelle würde normalerweise die Inhaltsangabe stehen. Doch diese fehlt entschuldigt. Nein, nicht wegen Grippe.

Ich habe eine Weile gesessen und überlegt, was ich denn in die Inhaltsangabe schreiben könnte, ohne zu viel zu verraten. Und es hat nicht einmal eine Minute gedauert, bis ich zu folgendem Schluss kam: nichts. Ich bin der festen Meinung, dass man dieses Buch anfangen sollte zu lesen, ohne irgendetwas über die Handlung zu wissen. So war es nämlich auch bei mir. Als meine Mutter es mir zum Nikolaus schenkte, habe ich den Klappentext natürlich gelesen. Doch die erste Seite des Buches las ich erst einen Monat und fünf Tage später, ohne den Klappentext nochmal eines Blickes zu würdigen. Schließlich stand so oder so fest, dass ich es lesen würde, meine Mutter fragte schon ganz ungeduldig danach. Doch ganz unvoreingenommen konnte ich dennoch nicht an das Buch herangehen. Als ich ein Bild vom Buch auf Instagram postete, schrieb Jenna: „Dieses Buch ist so wunderwunderschön auf eine so unfassbar melancholische Art und Weise.“ und Anne kommentierte: „Eins meiner Lieblingsbücher! Enjoy!“

Mit entsprechend hohen Erwartungen begann ich Die Einsamkeit der Primzahlen zu lesen. Doch bereits nach den ersten paar Seiten wusste ich, dass dieses Buch mich nicht enttäuschen würde. Es ist hochgradig melancholisch, auf seine ganz eigene Art spannend und hat zwei wunderbar skurrile Hauptfiguren. Es ist ein Buch, das alles ist, nur eines nicht: 0815. Ein Buch, bei dem ich eigentlich gedacht hätte, dass es kein Bestseller wird, sondern nur von Kritikern hochgelobt wird. Aber es ist ein Bestseller geworden und hat es mehr als verdient. Der Autor Paolo Giordano (, der übrigens unverschämt gut aussieht) beweist mal wieder, dass man auch als erfolgreicher Wissenschaftler (der Gute ist Physiker) wundervolle Romane schreiben kann.

Ich sage euch, „Die Einsamkeit der Primzahlen“ war ein wunderbarer Start meines „1 Jahr mit 24 Büchern„-Projekts. Lest es! Denn selbst wenn es euch nicht gefällt (daran ist nichts Schlimmes), den Versuch war es wert.

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PS: Der Film, den ich zu Weihnachten geschenkt bekam, ist ein guter Film, aber für meinen Geschmack keine gute Verfilmung. Dennoch sehenswert.