Unser erstes Weihnachten als Ehepaar – Weihnachten aus zwei Perspektiven

Weihnachten The KaisersEigentlich hat sich durch die Hochzeit nicht unheimlich viel bei uns geändert. Wir sind seit 10 Jahren ein Paar und kennen uns unheimlich gut. Die Heirat hat uns noch enger zusammengeschweißt, da sind wir uns einig, und es ist schön, jetzt ganz offiziell zusammenzugehören. Doch ansonsten ist nicht viel anders als vorher. Doch wie sieht es mit Weihnachten aus? Ein Thema – bei dem wir beide ziemlich unterschiedliche Ansichten haben, die es irgendwie unter einen Hut zu bringen gilt. Die Lösung? Müssen wir noch finden. Doch hier erstmal der Lagebericht.

Die Bedeutung des Weihnachtsfestes

Das sagt Stefan:

Generell liefen und laufen bei mir alle feierlichen Akte wie Geburtstage, Weihnachten und Ostern immer sehr emotionslos ab, also von meiner Seite aus. Ich freue mich sehr über die Leute, die kommen und mit mir feiern möchten oder mit denen ich feiern möchte. Und wenn jemand nicht kommt, ich ihn nicht sehe, dann ist das für mich nie ein Weltuntergang, „Dann halt beim nächsten Mal“, ist meine Devise.

Daher war es für mich auch nie ein Problem das Weihnachtsfest nicht komplett mit Patricia verbringen zu können. Das war und ist ja leider für Patricia immer noch etwas anders und jedes Jahr aufs Neue geht es darum, wann wir wen besuchen, um auch wirklich jeden zu sehen, natürlich immer zusammen. Was mir an Weihnachten immer wichtig war, ist die Ruhe zu genießen, einmal ohne zu hetzen, mit der Familie zusammensitzen und einfach einmal reden, essen, etc. Doch diese ganze Planung ist für mich Stress pur.

Weihnachten The Kaisers

Das sagt Patricia:

Ich liebe Weihnachten. Und ehrlich gesagt hat es bisher kein Familiendrama, kein Arbeitsstress und auch sonst nichts geschafft, mir Weihnachten zu vermiesen. Ich weiß nicht, woher ich das habe, denn der Großteil meiner Familie ist auch kein großer Weihnachtsfan. Ich liebe es, die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren, Plätzchen zu backen, Weihnachtsmusik zu hören, Weihnachtsfilme zu gucken, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen – das volle Programm. Zu viel Weihnachten gibt es bei mir nicht.

An den Weihnachtsfeiertagen an sich, ist es mir sehr wichtig, die Zeit mit der Familie zu verbringen. Ich bin da auch ziemlich konservativ und möchte jeden Heiligabend das Gleiche essen (Forelle mit Kartoffelsalat). Mein größter Traum wäre es, irgendwann die komplette Familie in unserem Haus an einer langen Tafel mit einem großen Weihnachtsbaum zu versammeln. An diesem Abend sollen sich alle verstehen und glücklich sein, dass wir zusammen Weihnachten feiern. Ich bin eben durch und durch harmoniesüchtig und idealistisch.

Dass wir derzeit an Weihnachten ziemlich viel herumfahren müssen und nicht so richtig zur Ruhe kommen, stört mich ehrlich gesagt nur ein bisschen. Für mich ist es der ideale Zeitpunkt im Jahr, um mit allen Zeit zu verbringen. Dafür tue ich mir gern ein wenig Stress an. Doch wenn das der Ehemann ganz anders sieht und andere Bedürfnisse hat, ist es schwierig. Denn vorderste Priorität hat für mich in diesem Jahr, Weihnachten mit Stefan zu verbringen. Auch den kompletten Heiligabend. Das hatten wir nämlich noch nie. Wo wir dann sein werden, steht noch in den Sternen.

Das Thema Geschenke

Das sagt Stefan:

Geschenke sind mir meist egal. Als Kind freute ich mich natürlich schon über die neue Playstation, die ich mir aber mit meinem kleinen Bruder teilen musste (würg 😉 ). Doch mir Gedanken zu machen, was demjenigen gefallen könnte, den ich beschenken soll, bedeutete für mich immer Stress. Da fehlen mir dann die Ideen, da ich eher einmal etwas für jemanden erledige, vielleicht einmal kochen oder irgendetwas anderes, um den Alltag zu erleichtern. Darum ist es für mich immer unverständlich, warum ich jetzt jemandem an einem genauen Tag per Geschenk zeigen muss, dass ich ihn mag.

Das sagt Patricia:

Ich verschenke sehr gern und bin da glaub ich auch ganz gut drin. Ich liebe es, anderen eine Freude zu machen. Schwierig ist es nur, wenn ich an Weihnachten eine zweistellige Zahl an Personen beschenken muss. So viele Menschen kommen da nämlich zusammen. Da ist für Individualität kein Platz, das lebe ich dann eher mit Geburtstagsgeschenken aus. Meistens gibt es daher das gleiche Geschenk für alle – z.B. Fotokalender mit Bildern, die ich gemacht habe.

Das wünschen wir uns für dieses Weihnachten

Weihnachten The Kaisers

Das sagt Stefan:

Ich wünsche mir in diesem Jahr, wenigstens ein klein wenig Ruhe und denke, dass das wieder einmal nicht klappen wird. Denn Patricia macht es einem in dieser Hinsicht nicht leicht 😉 . Wahrscheinlich werde ich die meiste Zeit im Auto sitzen, um von einem Ort zum anderen zu fahren, aber so ist das halt an Weihnachten. Mal schauen, wie wir das alles unter einen Hut bringen 😉 . Irgendwie werden wir schon eine Lösung finden, denn so weit wohnen ja alle nicht voneinander entfernt.

Das sagt Patricia:

Ich weiß, dass ich dieses Jahr Kompromisse schließen muss. Und dass Weihnachten dieses Jahr anders sein wird, als in den letzten Jahren. Denn meine Familie ist dieses Jahr zum größten Teil aus unserer Heimatstadt weggezogen, sodass Stefans Familie und meine Familie nicht mehr im gleichen Ort wohnen. Ich würde mir wünschen, dass wir eine Lösung finden, die sich sowohl für Stefan als auch für mich gut anfühlt. Ganz ohne Stress wird es nicht gehen, da wir drei Städte abklappern müssen. Gut, wir müssen nicht – aber es wäre mir schon wichtig, den engsten Kreis meiner Familie an Weihnachten zu sehen. Ich bin jetzt schon gespannt, welche Lösung wir finden.

PS: Die Fotos haben wir letzte Woche in unserem kleinen, bereits weihnachtlich geschmückten Ferienhaus gemacht. Nächste Woche gibt es alle Infos dazu. 😉

Noch mehr kaiserliche Posts

Kommentare

  • Anna

    Das ist total spannend zu lesen. Ich hätte gedacht, dass sich nach 10 Jahren Beziehung alles schon eingependelt hat und dass alles so bleibt. Bei uns ist es ähnlich mit dem Hin- und Herfahren und wir haben auch noch keine perfekte Lösung gefunden. Unsere Eltern wohnen nur leider ca. 40 km voneinander entfernt, sodass wir meist zusammen sind und dann 2 Tage hier und 2 Tage dort sind… Natürlich auch nicht perfekt, aber wir sin dalle erwachsen und dann feiern wir bei meinen Eltern eben schon am 23. Weihnachten. Früher ist Michael sogar am Heiligabend abends noch gefahren, um erst bei seinen Eltern und später bei mir zu sein. Seit ca. 3 Jahren feiern wir aber gemeinsam und fahren dann zusammen hin und her….
    Hachja und das leidige Thema Geschenke. Wir 2 schenken uns seit einigen Jahren nichts gegenseitig, sondern kaufen Konzerttickets oder machen einen Wochenendtrip zusammen! Und bei unseren Eltern versuchen wir das Thema Geschenke auch langsam „abzuschaffen“. Klar, selbstgebackene Plätzchen oder selbstgemachte Dinge sind total schön, aber ich sehe es wie Stefan und will mir nich tjedes Jahr aufs Neue irgendwas aus den Fingern ziehen müssen, nur um ein Geschenk zu haben… Da schenke ich lieber zwischendurch, wenn mir was auffällt!

    Und jetzt noch zu den Bildern! Das sieht ja super gemütlich aus! Was heißt denn „eure Ferienwohnung“? Habt ihr die gekauft? ODer wart ihr da nur zu Besuch? Ist ja spannend! Freu mich schon auf den Blogbeitrag dazu!

    Liebe Grüße aus dem schönen Braunschweig!
    Anna

  • Pingback: Monthly Loves in: Novemberflotteliselotte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.