8 Monate Minikaiserin Marlena – Ein Update & meine Stillgeschichte

Babyupdate 8 Monate

Was gibt es zu essen?

Stefan: Der Brei, das Allheilmittel! Seit dem zweiten Löffel des ersten Breis war es um Marlena geschehen. Sie hatte bisher nur einmal keine Lust auf meinen Brei (ja, ich koche immer noch jeden ihrer Breie selbst 😉 ) und gut, da muss ich wirklich zugeben, die Kombi war echt komisch. Doch seitdem liebt sie den Brei, sie gibt beim Essen auch immer schön einige „Mmhs“ von sich. 😀 Mittlerweile sind wir schon bei zwei Breien am Tag angekommen und geben neben dem Nachmittagsbrei, bestehend aus verschiedenen Gemüsesorten, noch am Vormittag  einen süßen Brei auf Getreidebasis (wie Haferflocken oder Hirse) mit Obst. Und zwischendurch am besten noch eine Banane für unser kleines Äffchen, die liebt sie. 😀 Mit Babykeksen haben wir es auch schon probiert, aber die findet sie bisher nicht so toll.

Beikosteinführung der Krups i-Prep&Cook Gourmet XL

Meine Stillgeschichte und der aktuelle Stand

Patricia: Während Stefan sich ja bei uns um den Brei kümmert, bin ich logischerweise nach wie vor die Stillbeauftragte. Und da ich nach wie vor oft gefragt werde, wie das mit dem Stillen denn überhaupt bei uns lief, versuche ich das mal kurz zu umreißen. Glücklicherweise hat es direkt im Krankenhaus mit dem Stillen geklappt. Ich brauchte zwar immer mal wieder Unterstützung von den Schwestern, doch es ist völlig normal, wenn man am Anfang unsicher ist. Ich würde IMMER dazu raten: Nehmt euch jede Hilfe, die ihr haben könnt! Das gilt natürlich nicht nur fürs Stillen. Der Milcheinschuss kam bei mir auch ohne großes Tamtam. Ich hab kaum was davon gemerkt.

Doch da man am Anfang so viel wie möglich anlegen soll, haben sich meine Brustwarzen am zweiten Tag nach der Geburt entzündet und irgendwann hatte ich richtig Angst davor, wieder zu stillen. Denn die Schmerzen waren enorm. Da meine Zimmernachbarin Stillhütchen bekommen hat und ich irgendwann gelesen habe, dass diese auch gegen schmerzende Brustwarzen helfen sollen, hab ich nach welchen gefragt. Mir wurde zwar leicht davon abgeraten, da ich eigentlich keine benötige. Doch ich hab den Rat ignoriert und anfangs waren die Stillhütchen auch eine große Erleichterung. Dennoch würde ich es glaub ich nicht nochmal machen. Denn es war ein großes Problem, Marlena das Stillhütchen wieder abzugewöhnen.

Das wäre ja nicht total dramatisch. Es nervt zwar schon manchmal, immer daran denken zu müssen, sie auszuwaschen und auszukochen und nicht einfach nur die Brust geben zu können. Aber man gewöhnt sich daran. Was aber ein Problem wurde. Marlena nahm irgendwann nicht mehr genug zu. Zu diesem Thema haben wir ja beim letzten Babyupdate schon etwas geschrieben. Und da der Druck zwischenzeitlich sehr groß war und ich alles tun wollte, um weiterstillen zu dürfen, habe ich viel recherchiert und herumgefragt. Und dabei stieß ich auf die These, dass Stillhütchen dazu führen können, dass weniger Milch produziert wird, da die Haut des Babys nicht mit der der Mutter in Kontakt kommt und somit nicht signalisiert werden kann, wie viel Milch benötigt wird. Ob es bei mir tatsächlich so war, kann ich nicht genau sagen. Jedoch habe ich es dann Stück für Stück geschafft, das Stillhütchen abzugewöhnen. Ich habe tagsüber angefangen, hab es immer wieder ohne probiert und irgendwann hatte sie den Dreh raus. Nachts hab ich mir den Stress nicht angetan am Anfang. Aber irgendwann brauchte sie es auch nachts nicht mehr. Jetzt kommt mir die Stillhütchenzeit vor wie ein anderes Leben. Und Marlenas Gewicht hat sich wieder vollkommen normalisiert.

Stillgeschichte

Und seitdem wir das geschafft haben, empfinde ich das Stillen als easy. Allerdings kann ich nur noch mit einer Brust stillen. Die rechte mochte sie von Anfang an nicht so gern wie die linke. Seit knapp zwei Monaten trinkt sie nur noch links. Das Blöde daran ist, dass meine Brüste momentan dadurch verschieden groß sind. Aber was soll’s. Gibt Schlimmeres. Ansonsten trinkt Marlena derzeit tagsüber nur noch mittags. Meistens zum Mittagsschlaf gegen 13 Uhr. Dann abends zum Einschlafen und eben nachts. Das ist für mich gerade ein sehr angenehmer Rhythmus. Momentan bewegt mich noch nichts dazu komplett abzustillen. Ich finde es sehr praktisch, nachts zu stillen und keine Flasche geben zu müssen. Außerdem kann ich durch die Hormone, die beim Stillen produziert werden schneller wieder einschlafen und leichter mit dem wenigen Schlaf umgehen. Und Marlena ist durchs Stillen gegen viele Viren quasi immun. So viele Vorteile – warum sollte ich abstillen? Das einzige, was mich dazu bewegen könnte, wäre, wenn Marlena öfter zubeißt. Denn das sind Schmerzen, sag ich euch. Glücklicherweise macht sie es sehr sehr selten.

Und dann noch ein letzter Absatz zum Thema Stillen. Ich wurde nämlich gefragt, ob ich schon einmal einen Milchstau hatte. Und ja, den hatte ich relativ kurz nach der Geburt. Ich glaub ein oder zwei Wochen danach. Und das war ziemlich übel. Meine Brust war hart, heiß und tat weh. Ich fühlte mich, als würde ich eine heftige Erkältung bekommen. Gliederschmerzen, Müdigkeit, schlapp und ich hatte sogar leichtes Fieber. Meine Hebamme hat mir geraten, das Globuli Pulsatilla zu nehmen, was auch sehr gut geholfen hat. Jedoch steht es im Verdacht, die Milchmenge zu reduzieren. Also aufpassen und nicht zu viel davon nehmen. Nach drei Tagen war ich wieder fit und glücklicherweise blieb es bei dem einen Milchstau.

Hallo Zähne!

Stefan: Mit nicht einmal 6 Monaten machte sich der erste Zahn bemerkbar. Er kam ganz heimlich über Nacht. Und schwupsdiwups kam der zweite schon zwei Wochen später. In den letzten Wochen kamen dann auch noch Zahn drei und vier durch und gucken ein kleines Stückchen heraus. Es scheinen die oberen Eckzähne zu sein und die machen schon mehr Trara. Ich kann mich noch genau an die Nacht vor Zahn Nr. 3 erinnern. Stundenlang schrie Marlena durch und wollte einfach nicht einschlafen. Wir fragten uns, was bloß los sei. Und dann am nächsten Tag war alles klar. Und es ist einfach so schön diese süßen weißen Dinger zu sehen, wenn sie lacht. Gleichzeitig muss man jetzt schon richtig aufpassen, wenn man mal den Finger in der Nähe von Marlenas Mund hat, dass man ihn danach noch hat. Das tut ganz schön weh.

Babyupdate 8 Monate

Weg mit der Babyschale…

Stefan: Was war das nur für eine Tortur mit der Babyschale im Kinderwagen. Meist schrie Marlena nach spätestens 10 Minuten bis ganz Potsdam es hören konnte und so passierte es mehrfach, dass ich Marlena auf dem Arm hatte, mit dem anderen Arm den leeren Kinderwagen schob und am kleinen Finger Susi an der Leine nach Hause führte. Marlena hasst es einfach zu liegen, das erinnert sie wohl zu sehr ans Schlafen. 😀 Wir sehnten uns so richtig nach dem Sportaufsatz, doch wollten natürlich warten, bis sie den Kopf perfekt eigenständig halten konnte. Und dann war der Moment da und wir stiegen auf den höheren Sitz um. Marlena war begeistert, endlich kann sie alles sehen, was vor und neben ihr geschieht. Natürlich schläft sie immer noch nicht oft im Kinderwagen, denn sie darf ja jetzt nichts mehr verpassen. Neuerdings lächelt sie jeden an, der ihr im Kinderwagen entgegenkommt und ist ganz irritiert, wenn dieser nicht zurücklächelt.

Babyupdate 8 Monate

Wir haben eine Tagesmutter!

Patricia: Das Thema Kita und Tagesmutter war eines, vor dem ich ziemlichen Respekt hatte. Wir bekamen schnell mit, dass die Situation in Potsdam ähnlich dramatisch wie in Berlin ist. Noch in der Schwangerschaft ließen wir uns im Amt beraten und besichtigten mehrere Kitas. Nach Marlenas Geburt bewarben wir uns dann auch bei welchen, schätzten unsere Chancen aber als gering ein. Nun ist es ja so, dass wir beide selbständig sind und somit nicht den Druck haben vom Tag X an unbedingt eine Betreuung haben zu müssen. Das ist wirklich ein riesiger Vorteil anderen Eltern gegenüber. Trotzdem benötigen wir Zeit zum Arbeiten, damit wir Geld verdienen können. Denn sobald die Elternzeit vorbei ist, kommt kein Geld mehr vom Staat.

Deshalb hab ich auch relativ schnell den Gedanken verworfen, Marlena einfach länger zuhause zu betreuen. Außerdem, und das war ein sehr wichtiges Argument, sagt mir mein Bauchgefühl, dass sie den Trubel einer Gruppe Kinder braucht. Denn es ist bereits lange so, dass Marlena Action und Menschen um sich liebt. Mit uns beiden zu Hause ist es ihr oft viel zu langweilig. Eine Tagesmutter hatte ich auf dem Schirm, seitdem ich artgerecht gelesen habe. Dort wird dieses Konzept empfohlen, da die kleinen Gruppen mit einer festen Bezugsperson dem natürlichen Betreuungsprinzip einer Gemeinschaft am nähesten kommt. Als wir klein waren, gab es Tagesmütter noch nicht wirklich und viele schreckt ab, dass es im Krankheitsfall der Tagesmutter keinen Ersatz gibt, wie in einer Kita. Doch wir nehmen das Risiko in Kauf und sind dank der Selbständigkeit und einer Oma vor Ort im Fall der Fälle hoffentlich flexibel.

Die Suche nach der Tagesmutter war dann viel leichter als gedacht! Im Herbst letzten Jahres meldete ich uns bei zwei Tagesmutter-Vermittlungen hier in Potsdam an. Ende Februar bekam ich dann von der ersten Vermittlung eine E-Mail, dass leider niemand für uns gefunden wurde und rechnete schon mit dem Schlimmsten. Anfang März kam dann eine E-Mail von der zweiten Vermittlung mit Kontaktdaten von drei Tagesmüttern, die wohl noch Plätze frei hätten. Wir kontaktierten sofort alle drei. Eine war bis heute nicht erreichbar, bei der zweiten und dritten wurden wir zum Vorgespräch eingeladen. Doch als wir bei Nr. 2 zum Vorgespräch ankamen, sagte sie uns, dass sie den Platz bereits vergeben hätte und uns nur auf die Warteliste setzen könne, falls doch noch jemand abspringt. Bei Nr. 3 waren wir dann vor drei Wochen zum Vorgespräch und es hat uns sofort gut gefallen. Und dort haben wir dann auch tatsächlich einen Platz bekommen. Im September geht es los! Und das Schöne ist: Einmal in der Woche findet bereits ein Spielenachmittag der zukünftigen Gruppe statt. So können die Kids und Eltern sich schonmal beschnuppern. Letzte Woche fand der erste Spielenachmittag statt und der Eindruck war sehr positiv. Marlena hat kaum nach mir geschaut und hatte großen Spaß.

Stefan: Ich bin wirklich sehr froh, dass wir innerhalb von 2 Tagen eine Tagesmutter „klargemacht“ haben. Ganz ehrlich, das war einfach nur Glück. Wir hatten wirklich Angst davor Ende 2018 immer noch zu überlegen, wer jetzt die nächsten 2 Stunden Marlena übernimmt, da sich einfach kein KITA-Platz finden lässt. Und jetzt das. Das beste daran, die Tagesmutter ist zu Fuß nur 15 Minuten entfernt. Natürlich wird das ab September richtig hart, wenn sie so viele Stunden nicht bei uns ist.

Wie? Sie kann noch nicht sitzen?

Patricia: Letzte Woche war meine ukrainische Tante ganz entsetzt darüber, dass Marlena noch nicht eigenständig sitzen kann. Ich habe mir darüber vorher noch keinerlei Gedanken gemacht, schließlich ist das Babysein kein Wettbewerb. Und ich hab von noch keinem Kind gehört, dass nicht irgendwann gelernt hätte, zu sitzen. Macht es einen Unterschied, ob Marlena das mit 7,8 oder 9 Monaten macht? Mir ist es auf jeden Fall ziemlich egal. Auch, dass sie sich bisher noch nicht an irgendwelchen Gegenständen hochzieht. Wenn ich irgendwo mitbekomme, dass andere Babys, die genauso alt oder jünger sind als Marlena, das bereits machen, registriere ich es und das wars. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo. Und an Aktivität mangelt es bei Marlena definitiv nicht.

Babyupdate 8 Monate

Mama oder Papa?

Patricia: Ich habe schon oft gehört, dass Kinder entweder erst laufen oder sprechen können. Also eine dieser Tätigkeiten ist wohl in den meisten Fällen ausgeprägter. Der Sohn eines Freundes spielt zum Beispiel schon Fußball, spricht aber noch kein Wort. Marlena plappert sehr gern vor sich her. Dadurch dass ich nicht weiß, was „normal“ ist, kann ich nicht sagen, ob die Tendenz zum frühen Sprechen geht. Allerdings hat sie schon mit 6 Monaten Mama (oder eher Mamamama) und Papa (oder eher Babababa) gesagt. Allerdings hat sie natürlich noch keine Ahnung, was das bedeutet. 😉 Übrigens sagen die meisten Babys wohl zuerst Papa, weil das wohl leichter auszusprechen ist. Marlena hat sich für mich entschieden. 😀

Babyfreier Abend

Stefan: Irgendwann musste es einfach sein. Unser Normalzustand vor einigen Wochen am Abend sah so aus, dass Marlena auf Patricia an der Brust eingeschlafen ist. Anders ging es leider zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Natürlich saß Patricia dabei auf der Couch, damit wir unsere Serien weiterschauen können. Wir legten uns extra ein Kabel mit zwei Tonausgängen zu, damit wir per Kopfhörer gucken konnten. Wir wollten sie ja nicht wecken.

Doch endlich fassten wir den Entschluss, dass sich etwas ändern muss. Und besorgten uns alles, was dazugehört, um Marlena alleine schlafen zu lassen. Da sie ja noch in unserem Bett mitschläft, war natürlich die wichtigste Sache, das Boxspringbett absturzsicher zu machen. Denn wenn wir zusammen im Bett liegen, sind wir ja meist ihre Randbegrenzungen, um nicht aus unserem Bett zu fallen. Doch jetzt sollte sie alleine schlafen und dafür brauchten wir Randbegrenzungen, Mauern oder wie auch immer man das nennen möchte. Und das gestaltete sich mehr als schwierig, denn die meisten Begrenzungen, die so angeboten werden, eignen sich leider recht wenig für Boxspringbetten und dieses steht nun einmal im Hause Kaiser. Doch durch Patricias Onlinesuchexpertenfähigkeiten konnten wir diese aufblasbaren Begrenzungen finden, die super flexibel sind und die wir überall mit hinnehmen können. Natürlich müssen wir dafür vorher die Luft wieder rausmachen. 😉

Und falls ihr noch wissen wollt, woher Marlenas Kleidung auf den Bildern ist:

Blümchenjacke: H&M

Mütze: selbstgenäht von meiner Nachbarin Sophia

Lätzchen: DM

Blümchenleggings: nadelundfaden (PR Sample)

Obstkleid, geringelte Strumpfhosen und rosa Kleid: hessnatur (PR Sample)

Wolkenbody: Geschenk von der Schwiegermama (aber ich glaub von Lidl 😉 )

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