1 Jahr Minikaiserin Marlena – 10 Fragen, die wir uns vor Marlenas Geburt gestellt haben und unsere Antworten darauf

Könnt ihr euch noch erinnern, dass wir uns kurz vor der Geburt selbst Fragen über die Zeit mit Baby gestellt haben? Letzte Woche ist Marlena ein Jahr geworden und wir dachten, das ist der perfekte Zeitpunkt diese Fragen zu beantworten. Also los geht’s!

1. Wie wird es mit dem Stillen klappen und werde ich mich sehr komisch fühlen, wenn ich in der Öffentlichkeit stillen muss? – Patricia

Ich hatte zwei Ängste vor der Geburt. Erstens, dass ich nicht spontan entbinden kann und zweitens, dass es mit dem Stillen nicht klappt. Ich habe schon oft miterlebt, wie Mütter unter beidem gelitten haben und beides zu erleben, war mir auch wichtig. Und deshalb bin ich unglaublich froh, dass beides geklappt hat. Natürlich nicht immer alles wie im Bilderbuch. Wunde Brustwarzen, Stillhütchen und deren Abgewöhnung und Milchstau – alles hab ich erlebt. Seit etwa einem halben Jahr kann ich auch nur noch mit der linken Brust stillen. Die rechte wollte nicht mehr. Aber dass es trotz allem so gut funktioniert hat und Marlena und ich uns so gut eingegroovt haben, darüber bin ich sehr dankbar.

Und wie ist das Stillen in der Öffentlichkeit? Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass es mir gar nichts ausmachen würde. Es ist schon ein wenig unangenehm und ich habe immer versucht, so viel wie möglich zu verdecken und es dezent gemacht. Vor allem als ich noch Stillhütchen genutzt habe, war es manchmal ein ganz schönes Gewurschtle. Aber ich habe mich daran gewöhnt. Und es war mir einfach auch unheimlich wichtig, mit Baby am sozialen Leben teilzunehmen. Marlena hat zu Hochzeiten stündlich getrunken. Da hätte ich nirgends hingekonnt, ohne in der Öffentlichkeit zu stillen. Übrigens habe ich keine negativen Erfahrungen mit komischen Blicken oder Kommentaren gemacht. Zum Glück!

Stillgeschichte

2. Wie werde ich mit weniger und unterbrochenem Schlaf klarkommen? – Patricia

Das war tatsächlich die größte Überraschung überhaupt. Der wenige und unterbrochene Schlaf macht mir bis heute (meistens) wenig aus. Tatsächlich bekomme ich meistens auch gar nicht so wenig Schlaf ab. Ich schlafe meistens zwischen 23:00 und 00:00 Uhr ein und Marlena weckt uns meistens zwischen 06:30 und 07:30 Uhr. Im besten Fall bekomme ich also 8,5 Stunden Schlaf. Natürlich gibt es auch andere Nächte, in denen Marlena spontan beschließt von 03:00 bis 06:00 Uhr wach zu sein. Und danach fühlt man sich schon ziemlich ausgelaugt. Aber ich habe es mir dennoch schlimmer vorgestellt. Und Mittagsschlaf mache ich übrigens nicht.

Ich glaube jedoch, dass uns zwei Dinge in die Karten spielen. Erstens das Stillen. Denn beim Stillen werden wohl Hormone ausgeschüttet, die mich schnell wieder einschlafen lassen. Und auch das Familienbett. Denn so muss niemand aufstehen und Marlena passt sich auch meinem Schlafrhythmus an. Das macht es leichter, da sie mich nicht in den Tiefschlafphasen weckt. Zu diesem Thema lese ich übrigens gerade ein spannendes Buch. Vielleicht das nächste Buch des Monats?

3. Wie wird wohl unser Familien- und Arbeitsalltag aussehen? – Patricia

Dieses Thema fand ich auch absolut spannend und konnte ich mir so gar nicht vorstellen. Allgemein muss ich sagen, dass sich dieser Alltag immer mal wieder geändert hat. Denn es macht doch einen ganz schönen Unterschied, ob man ein Neugeborenes oder 1-jähriges Kind hat. Immer wieder mussten wir unseren Alltag anpassen und werden, sobald Marlena zur Tagesmutter geht, wieder von vorn anfangen mit dem Plan. Dass Marlena tagsüber wenig schläft, hat es uns natürlich oft erschwert. Im Prinzip sieht unser Tag bis heute so ähnlich aus, wie wir es HIER beschrieben haben.

Was mir übrigens nach wie vor sehr schwerfällt, ist, mir Zeit nur für mich selbst zu nehmen. Ohne schlechtes Gewissen. Wenn Marlena schläft oder mit Stefan unterwegs ist, will ich meine To-Do-Liste abhaken. Sobald ich auch nur versuche, ein Buch zu lesen oder eine Serie zu schauen, meldet sich das schlechte Gewissen und ich kann dabei nicht entspannen. 🙁

4. Wie werde ich mich in meinem Körper fühlen? – Patricia

Kurz nach der Geburt habe ich meinen sogenannten After-Baby-Body bei meiner Kollegin Jenny bei ihrem Selflove Sunday gezeigt und darüber geschrieben. Der Artikel ist ziemlich durch die Decke gegangen und wurde auch von mehreren Portalen auf Facebook und Instagram geteilt. Und ich habe viele Nachrichten von Freunden, Familie und natürlich auch mir unbekannten Menschen bekommen. Damit hätte ich nie gerechnet. Schließlich hab ich nichts Weltbewegendes getan. Doch wie sieht es nun, fast ein Jahr später aus?

Im Prinzip noch genauso. Ich fühle mich nicht pudelwohl in meinem Körper, aber wohl schon. Mein Bauch sieht immer noch so aus wie auf dem Bild und ich wiege immer noch 7 Kilo mehr als vor der Schwangerschaft. Es gibt Momente, vor allem, wenn ich mich auf Bildern sehe, dann hadere ich damit. Und ich möchte auch wieder zurück zu den 75 kg. Aber vor allem, damit ich wieder in meine alte Kleidung passe. Ein Grundproblem ist, dass ich zurzeit kaum Sport treiben kann, weil mein Steißbein seit der Geburt verbogen ist und mir Schmerzen bereitet. Und ich bisher noch niemanden gefunden habe, der es mir richtet. Doch das nehme ich jetzt in Angriff.

Allgemein muss ich jedoch sagen, dass ich vor der Schwangerschaft viel viel selbstkritischer mit meinem Körper war. Und das, obwohl er vor der Schwangerschaft sehr viel mehr dem derzeitigen Schönheitsideal entsprochen hat, als er es jetzt tut.

5. Wie werde ich als Mutter sein? – Patricia

Tja, was bin ich für eine Mutter geworden? Wie andere das sehen, weiß ich natürlich nie so ganz. Ich habe schon viele Komplimente bekommen, doch wer weiß? Doch eigentlich ist es ziemlich egal, wie andere darüber denken. Denn ich bin mit mir als Mutter mehr als zufrieden. Bisher hat sich meine ziemlich ängstliche Art nicht auf das Muttersein übertragen. Und das erstaunt mich. In den meisten Situationen bin ich recht entspannt. Manchmal wünsche ich mir, noch geduldiger zu sein. Zum Beispiel, wenn Marlena zwei Stunden zum Einschlafen braucht. Aber wer wünscht sich in solchen Situationen schon nicht mehr Geduld? 😉

Baby schlafen

6. Wie soll ich für eine Familie sorgen? – Stefan

Ein Jahr ist Marlena jetzt alt und das bedeutet für mich auch gleichzeitig zwei Jahre Selbständigkeit! Glückwunsch, Stefan 😉 ! Und machen wir uns nichts vor, da ist noch Luft nach oben, so wie in vielen Dingen. Mir fehlte oft auch einfach die Zeit, noch mehr Energie in meine Projekte zu stecken. Und ganz ehrlich: Marlena war und ist mir einfach viel wichtiger! Und die Zeit mit ihr ist einfach nur so toll! Was ich schon in den zwei Jahren schnell gelernt habe: Egal was passiert, Geld verdienen kann man immer! Überall bieten sich Gelegenheiten, wir sind hier in Deutschland einfach ein wenig zu sicherheitsverwöhnt oder eher ängstlich, was das angeht! Ein wenig Vertrauen in sich selbst ist einfach ein Muss! Und dann funktioniert das schon.

7. Wie schnell spielt sich unser Alltag ein? – Stefan

Der liebe Alltag, tja was soll ich sagen? Wie schon 1-2 Mal erwähnt, ist Marlena jetzt nicht die größte Tagesschläferin. Und das spielt oft leider gegen den vollkommen durchgetakteten Tag. Natürlich haben wir schon etliche Male versucht, den Alltag zu optimieren und schon viel erreicht. Zur Zeit ist es echt ok, sodass wir uns in der Regel gut abwechseln können. Doch auch nach einem Jahr haben wir immer noch Tage, an denen alles drunter und drüber geht! Ich denke, das wird sich auch nicht ändern, denn das ist ja das Spannende an dem Leben mit Kindern, es wird nie langweilig! Das würde ich sogar unterschreiben und viel Geld draufsetzen.

8. Wie werden die ersten Monate wohl sein? – Stefan

Und plötzlich ist sie da! Von einem Tag auf den anderen stellt sich dein ganzes Leben um. Jeder Tag war und ist immer noch anders, als der Tag davor und so mussten wir uns immer wieder auf Marlena einstellen, auf die Veränderungen, die die Sprünge so mit sich brachten (Und kommt mir jetzt nicht mit „Solche Sprünge gibt es doch wohl gar nicht“, die gibt es wohl!). Auch wenn es oft nicht einfach ist, wir oftmals am Rande eines Nervenzusammenbruches standen, gibt es nichts Schöneres, als Zeit mit seinem eigenen Kind zu verbringen. Denn mein großes Privileg dabei im Gegensatz zu vielen andern Vätern: ich konnte die meiste Zeit der letzten Monate alles miterleben. Wie Marlena sich entwickelt, wie sie plötzlich aufstand, krabbelte, ihr erster Brei, sie zu Bett bringen, ob mittags oder abends. Die Termine legte ich mir so, dass ich bei jedem Arzttermin dabei sein konnte und das Vatersein einfach nur genoss! Wo ich oft von anderen Vätern hörte, dass man als Vater ja am Anfang nicht so viel vom Kind hat, bin ich da ganz anderer Meinung. Das erste Jahr war einfach nur toll, mit all seinen Abenden Nicht-Einschlafen-Wollens, Nächten des Angebrochen-Werdens und unzähligen hitzigen Diskussionen mit Marlena, obwohl sie noch nicht einmal sprechen kann.

9. Wie kümmert man sich denn um ein Baby richtig? – Stefan

Da habe ich mir doch vorher mehr Gedanken darüber gemacht, als gewollt. Denn man ist plötzlich für jemand anderes komplett verantwortlich! Woher weiß ich denn, was ich dann in hundert Millionen Situationen tun muss? Man weiß es irgendwie, denn der Mutter- sowie Vaterinstinkt ist sofort auf Autopilot geschaltet, sobald dein Baby auf die Welt gekommen ist. In der Regel entscheiden wir aus dem Bauch heraus, was richtig ist und haben meist damit recht. Und auch wie ich schon im Vorhinein dachte, bringen all die tollen Tipps und Ratschläge von anderen oft nicht den gewünschten Erfolg. Denn oh Überraschung: jedes Baby ist anders und daher sollte man ein gewisses Vertrauen in sich selbst haben! In den ersten Wochen war ja sowieso noch unsere Hebamme da, die wir alles fragen konnten und das hat schon sehr geholfen.

10. Wie wird es Patricia während und nach der Geburt gehen? – Stefan

Ich hatte schon ganz schönen Respekt vor der Geburt, also wie sehr diese Patricia wirklich mitnimmt. Denn ich als Kontrollfreak hätte diesen Part wie immer gern für Patricia übernommen, doch konnte ich nur, so gut es geht, Patricia helfen, unterstützen und an ihrer Seite sein, während sie unseren Zwerg auf die Welt bringt. Und ich bin immer noch so sehr davon beeindruckt, wie sie das gemacht hat! Die Zeit danach war sie einfach nur auf Drogen, nämlich die Droge namens „Mutter sein“. Mit dem Muttergefühl hat sie wirklich auch danach Berge versetzt. Das Wochenbett ging viel schneller herum als gedacht, ohne irgendwelchen großen Komplikationen oder so. Sie war und ist einfach toll!

Ferienhaus Ligurien Santa Margherita Ligure

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Kommentare

  • Sophie

    Wahnsinnig schön zu lesen und so eine zauberhafte Post Idee!

    • The Kaisers
      The Kaisers

      Vielen lieben Dank 🙂 liebe Sophie!

  • Marie-Christin

    Ein schöner Post, auch sehr hilfreich für mich da ich auch bald Mama werde. Wirst du in Zukunft auch mehr in das Mutterdasein eingehen?

    • The Kaisers
      The Kaisers

      Ich danke dir! Ich hab da jetzt nicht direkt Themen zu geplant. Was würde dich denn interessieren?

      LG, Patricia

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