„Projekt“ Minikaiser: Der fünfte Schwangerschaftsmonat

Der fünfte Schwangerschaftsmonat

Es ist der 07.02. Der fünfte Schwangerschaftsmonat beginnt und wir bekommen unsere Umzugskartons. Das große Packen fängt an. Oder das große Chaos. Der Bauch ist innerhalb einer Woche um 4 cm gewachsen und Minikaiser wird immer sichtbarer.

Der 4. Ultraschalltermin

Stefan: Einen Tag vor unserem Umzug nach Potsdam heißt es noch einmal Baby anschauen. Die Frauenärztin hat zum Ultraschallfotoshooting geladen und wir können schauen, ob alles in Ordnung ist. Dabei erwähnte die Frauenärztin schon beim letzten Termin, dass es sein kann, dass wir dieses Mal sehen können, ob es sich um einen Minikaiser oder eine Minikaiserin handelt. Dieser Gedanke spukte mir natürlich die ganzen letzten Tage im Kopf herum und ich bin so aufgeregt. Sie versucht wirklich alles, um es herauszufinden, doch kann nicht genau sagen, ob das Zimmer jetzt nun mit Einhörnern oder Fußbällen tapeziert werden soll (wie klischeehaft 😀 ). Und so gehen wir mit der Tendenz der Ärztin, es könnte sich um ein Mädchen handeln, nach Hause. Denn wirklich sehen konnte sie zwischen den Beinen nichts. 

Patricia: Eigentlich ist das Geschlecht uns ja nicht wichtig. Doch ich will trotzdem so gern wissen, was es nun ist und ob ich recht habe mit meiner Vermutung, dass es ein kleiner Minikaiser ist. Ich bin einfach furchtbar neugierig und finde, dass sich so eine Schwangerschaft mit dem Wissen um das Geschlecht nochmal realer anfühlt. Zuerst einmal stellt auch die Frauenärztin fest, dass Minikaiser einen großen Wachstumsschub gemacht hat. Seit dem letzten Termin vor einem Monat ist er oder sie über 5 cm gewachsen. Die Frauenärztin schaut ewig in allen möglichen Positionen und sieht nichts. Und nichts könnte bedeuten, dass es ein Mädchen ist! Ich bin total überrascht. Doch sicher ist noch nichts.

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Tanzen Adé – Das Problem mit der Symphysenlockerung

Patricia: Das erste Mal bemerke ich es einen Tag vor dem Umzug. Beim Tanzen merke ich, wie mir die Knochen irgendwo zwischen Bauch und Beinen wehtun. Doch ich mache mir erst Gedanken darüber, als es mit den Tagen schlimmer wird. So schlimm, dass ich am Wochenende darauf nur noch unter starken Schmerzen spazieren gehen kann. Ich überlege, wo genau die Schmerzen sind und muss erstmal googeln. Ich stelle fest: Es ist das Schambein, was so schmerzt und auch wenn ich sonst kein großer Fan von Diagnosen durch Google bin, diesmal hilft es mir. Vieles deutet darauf hin, dass ich eine sogenannte Symphysenlockerung habe. Allerdings bin ich dafür im fünften Schwangerschaftsmonat noch ziemlich früh dran. Ich lese eine Menge Berichte und lande schließlich bei einem Blogartikel, in dem die Bloggerin auch bereits im fünften Schwangerschaftsmonat an der Symphysenlockerung leidet. Und das Problem mit den Schüssler Salzen 1 und 2 in den Griff bekommt.

Da ich regelmäßig Schüssler Salze nehme und die 1 und 2 auch da habe, beginne ich sofort mit der Einnahme. Dreimal täglich jeweils eine Tablette. Und tatsächlich – wenige Tage später sind die Schmerzen auf einem sehr erträglichen Niveau. Meine Hebamme ist baff beim Termin. Möglicherweise ist es auch nur der Placebo-Effekt, doch das ist mir ganz egal. Hauptsache, ich kann mich wieder einigermaßen bewegen. Obwohl ich ein echter Bewegungsmuffel bin, war die Vorstellung, die nächsten Monate viel liegen zu müssen, der Horror. An den schlimmsten Tagen kann ich nämlich wirklich fast nur liegen. Schuhe und Strumpfhose anziehen geht nur im Sitzen. Denn der Horror ist das Stehen auf einem Bein. Doch nach der Schüssler Salze Therapie kann ich zumindest weitestgehend schmerzfrei spazieren gehen, manchmal sogar kurz auf einem Bein stehen und auch sonst gut den Alltag bewältigen. Eine riesige Erleichterung!

Stefan: Schon seit einigen Tagen hat Patricia Schmerzen beim Aufstehen und anderen Bewegungen und diese fanden bei unserem wöchentlichen Tanzkurs ihren Höhenpunkt. Diese Schmerzen kommen, wie wir herausfanden, von einer Symphysenlockerung im Becken. Sie will ihre Schmerzen natürlich oft am Ende der Tanzstunde verbergen und bis zum Ende durchtanzen. Doch wenn man wie wir über 10 Jahre zusammen ist, weiß man in der Regel, wann der andere lügt oder Schmerzen hat. Daher müssen wir nach der obligatorischen Pause nach Dreiviertel der Tanzzeit die letzten 20 Minuten langsam angehen. Da ich weiß, wie viel Spaß ihr das Tanzen macht, tut mir das jedes Mal wirklich sehr leid 🙁 .

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Es gibt sie doch noch – Wir haben eine Hebamme!

Stefan: Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie Patricia im vierten Schwangerschaftsmonat nach unzähligen E-Mail- und Telefonabsagen heulend auf dem Sofa saß und sich sicher war, dass wir nie eine Hebamme finden werden. Doch falsch gedacht. Endlich haben wir eine in Potsdam gefunden. So freudestrahlend hatte ich Patricia lange nicht gesehen und so machen wir uns an einem verregneten Donnerstagmorgen auf, um unsere Hebamme zum Erstgespräch zu treffen. Sie scheint mir wirklich sehr kompetent zu sein, doch ich merke schon in den ersten Minuten, um mich wird es hier heute nicht gehen. Bevor jetzt wieder jede Frau erbost antwortet, dass ich doch froh sein könne, da ich ja nicht diese Schmerzen etc. aushalten muss. Ich weiß, dass ich mich nicht beschweren sollte. Aber als Mann fühlt man sich sowieso schon die meiste Zeit sehr hilflos und versucht der Frau alles abzunehmen. Doch mir wäre es trotzdem lieber miteinbezogen und nicht nur als „der Partner“ bezeichnet zu werden. Daher Appell an alle Hebammen, sprecht doch „den Partner“ einfach direkt an 😉 .

Patricia: Der erste Termin mit unserer Hebamme verläuft relativ unspektakulär. Sie erklärt, was sie tun wird und fragt uns bzw. mich einiges und ich antworte brav. Am Ende fragt sie, ob ich mir vorstellen kann, dass sie nun meine Hebamme wird. Ich muss mir fast das Lachen verkneifen. Schließlich bin ich einfach nur unheimlich froh, dass ich eine Hebamme gefunden habe! Sie hätte schon eine grausame Art haben müssen, damit ich ihr wieder absage.

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Emotionsbombe

Patricia: Meine Emotionen werden gefühlt immer stärker. Der fünfte Schwangerschaftsmonat bringt ziemlich viele Strapazen rund um den Umzug und auch viele Probleme im Alltag mit sich und ich breche schnell und heftig in Tränen aus oder bekomme einen riesigen Wutanfall. Ich empfinde mich selbst als furchtbar anstrengend, habe aber wirklich Probleme, diese Emotionen unter Kontrolle zu bekommen.

Stefan: Weinen, Lachen, Ausrasten! Diese Abfolge bestimmt zur Zeit unseren Tagesablauf. Denn Patricias Emotionen und Gefühle sind durch die Schwangerschaft heftig verstärkt. Normalerweise necken wir uns wirklich sehr oft, doch wenn ich jetzt einen Spruch raushaue, fliegt er mir doppelt und dreifach um die Ohren. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Wichtige Info an die Männer: Der Sarkasmus sollte in diesen Schwangerschaftswochen lieber weggeschlossen werden 😉 .

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