„Projekt“ Minikaiser – Der achte Schwangerschaftsmonat

Schwangerschaftsoutfit Rock rosa Achter Schwangerschaftsmonat

Wow, der 9. Schwangerschaftsmonat ist angebrochen und das bedeutet langsam, aber sicher: Endspurt. Doch was haben wir im achten Schwangerschaftsmonat erlebt? Eine ganze Menge! Neben der Babyparty, über die wir ja schon ausführlich berichtet haben, haben wir uns auch nochmal eine Auszeit auf Fuerteventura genommen, den Geburtsvorbereitungskurs absolviert, die erste Kita besichtigt und es ist eine ganze Menge Erstausstattung für die Minikaiserin hier eingezogen.

Von gefühlten Bauchexplosionen, täglicher Vorbereitung auf die Geburt und kürzeren Spaziergängen

Patricia: Während der Schwangerschaft gehört es zum Standard, dass dein Bauch „bewertet“ wird. Von so ziemlich jedem. Ist auch irgendwie normal, denn die Leute wollen irgendwas sagen. Kann ich verstehen. So hörte ich an einem Tag oft, wie groß oder wie klein mein Bauch doch wäre. Doch im 8. Schwangerschaftsmonat waren sich die meisten einig. Wie über Nacht war der Bauch ziemlich ganz schön groß und wurde auch nicht wieder kleiner. Schuhe ziehe ich fast nur noch im Sitzen an, manchmal benötige ich sogar Stefans Hilfe. Wenn ich morgens aufstehe, schmerzt die Symphyse erstmal ordentlich und ihr würdet euch totlachen, wenn ihr mich schwankend zum Klo gehen sehen würdet. Doch wenn der Körper auch erstmal richtig aufgewacht ist, geht es meistens ganz gut.

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Die Bilder entstanden übrigens letzte Woche an unserem ersten Hochzeitstag. Erkennt ihr die Jacke wieder? Ja, genau, das ist mein Hochzeitsjäckchen, das ich als Tradition jedes Jahr am Hochzeitstag mit einem anderen Outfit tragen möchte. 

Allgemein bin ich mit meiner Schwangerschaft wirklich mehr als happy. Es ist nicht so, dass ich mich zu den Frauen zählen würde, die sagen, dass sie es lieben schwanger zu sein, aber ich glaube, ich werde mein Bäuchlein schon ein kleines bisschen vermissen. Ich weiß schon gar nicht mehr so richtig, wie mein Körper ohne aussah. 😀 Andererseits werde ich glaube ich ziemlich dankbar für den erweiterten Bewegungsradius sein und darüber, wieder länger und weiter laufen zu können.

Ansonsten ist es so, dass ich mich momentan täglich mit Hypnobirthing auf die Geburt vorbereite. Ich arbeite mit einem Buch und mache täglich mit Audiodateien angeleitete Selbsthypnosen. Der große Vorteil daran ist, dass ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlage. Denn die Hypnosen sind wunderbar, um meinen Akku wieder aufzuladen. Ich mache sie meistens, wenn ich nachmittags müde werde und danach kann es wieder weitergehen im Tagesprogramm. Wie genau das mit dem Hypnobirthing funktioniert und ob es mir bei der Geburt geholfen hat, berichte ich euch dann gern nach der Geburt.

Babymoon auf Fuerteventura

Maxikleid Babybauch Schwangerschaft Umstandsmaxikleid

Patricia: Lange stand nicht fest, ob wir es uns finanziell leisten können, nochmal wegzufliegen bzw. überhaupt zu verreisen. Viele empfehlen das, nicht umsonst gibt es jetzt sogar schon einen Begriff für diese letzte Reise zu zweit – Babymoon. Und was soll ich sagen: Ich bin einfach unheimlich froh, dass wir es nochmal gemacht haben. Auch wenn wir gemerkt haben, dass ein Pauschal/All-Inclusive-Urlaub einfach nicht (mehr) unsers ist, haben wir die Akkus wieder aufgetankt, das Nichtstun und die Zweisamkeit genossen und sogar noch einen Tag eine Fuerteventura-Rundreise mit einem Mietwagen gemacht. Effektiv waren es nur 3 Tage vor Ort und die Flüge bzw. Anreise mit jeweils über 9h inkl. Fahrt zum Flughafen Hannover waren ziemlich anstrengend für mich, aber es hat sich trotzdem voll und ganz gelohnt. Ich würde anderen Schwangeren nur raten, ein Reiseziel mit einem kürzeren Flug zu wählen (unserer war knapp 5h). Netter Nebeneffekt des Babymoons: Wir konnten schöne Babybauch-Outfitbilder machen (Outfit 1 & Outfit 2).

Stefan: Ein paar Tage einfach einmal dem Wahnsinn von Babyvorbereitung, letzten Umzugsarbeiten und viel Arbeit zu entkommen, das ist das Ziel. Und was soll ich sagen, Ziel erreicht 😉 . Zwar sind es nur 5 Tage, doch diese haben voll gereicht, denn die meiste Zeit saßen wir am Pool und versuchten, so weit es ging der Mittagssonne auszuweichen oder ich begutachtete den Kugelbauch neben mir 😀 .

Geburtsvorbereitungskurs

Stefan: Irgendwie war das Resümee der Meinungen von Freunden und Bekannten über den Geburtsvorbereitungskurs doch eher negativ. Entweder es hieß, der Kurs macht gar keinen Sinn und bereitet nicht auf die Geburt vor oder du wirst mit Infos zugebombt, die du später nicht brauchen wirst. Daher ging ich doch eher verhalten in die erste Stunde. Die nächsten 6 Wochen hieß es also jeden Dienstagabend zwei Stunden alles über die Geburt sowie die ersten Wochen mit Baby zu hören. Und ich muss sagen, dass die ersten Stunden doch mehr als nur berieseln lassen waren. Zu hören wie ein Notkaiserschnitt durchgeführt wird und dass es nur maximal 10(!) Minuten dauert, von der Entscheidung einen Kaiserschnitt durchführen zu müssen bis das Baby da ist, inklusive Weg vom Kreissaal zum OP-Saal (fast wie ein Boxenstopp in der Formel 1 😀 ), ist doch schon sehr beruhigend. Ich habe auch schon ein paar Dinge gelernt, mit denen ich Patricia bei der Geburt unterstützen kann und mich nicht so taten- beziehungsweise hilflos fühle.

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Patricia: Genau wie bei Stefan waren meine Erwartungen an den Geburtsvorbereitungskurs nicht sonderlich hoch. Ich stellte mir das eher so vor, dass wir komische Atemübungen in noch komischeren Stellungen machen würden. Doch in der Realität sah es so aus, dass wir vielleicht 10% des Kurses irgendwelche Übungen machten und die restliche Zeit erzählte meine Hebamme, die den Kurs führte, über die Geburt und die Zeit danach. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Informationen geradezu aufsog. Natürlich hab ich mir nicht alles gemerkt und einiges wusste ich auch schon, aber es war spannend und ich bin froh, dass wir den Kurs gemacht haben.

Erste Kitabesichtigung

Stefan: Aufgrund der schrecklichen Situation der verfügbaren Kitaplätze (letztes Jahr hatten wohl nur knapp 50 % der Kinder bis 3 Jahren in Berlin einen Kitaplatz und in Potsdam sieht es nicht anders aus) muss man sich am besten schon vor der Geburt auf die Suche nach einem Kitaplatz machen. Und so schauten wir uns an einem Samstag unsere erste Kita an. Mein Kita-Alltag damals bestand ja eigentlich nur aus Essen, Spielen und Schlafen. Also jedenfalls ab dem zweiten Tag, denn am ersten Tag bin ich gleich vom Klettergerüst gefallen und wurde von meiner Mutti mit meinem ersten Loch im Kopf abgeholt 😀 . Doch heute sieht das anders aus. Es gibt Sprachkurse, Kreativstunden, Musik- und Kunstkonzepte in der Erziehungsweise. Meiner Meinung nach ist das einfach zu viel für solch kleine Knirpse. Aber natürlich gibt es eine Sache, die mir besonders wichtig ist – die Bewegung. Und die Kita, die wir uns anschauten, wird vom Sportbund Potsdam gefördert, es wird jeden Tag rausgegangen und es gibt richtige Sporttage. Ist ja wohl klar, dass die Minikaiserin da ab 2018 hin muss 😉 .

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Patricia: Ich muss Stefan recht geben. Irgendwie lief das in unserer Kindheit ganz anders mit den Kindergärten. Doch die Zeiten haben sich nunmal geändert und man muss sich anpassen. Also begannen wir damit, die erste Kita zu besichtigen. Direkt bei uns um die Ecke, bereits von den Nachbarskindern bzw. Eltern und sogar Bloglesern (Grüße an Ulrike & Mirko ;-)) empfohlen und sowohl Gebäude als auch Konzept klingen gut. Schon vor der Besichtigung ist es Stefans Wunschkita.

Als wir nun an einem Samstagnachmittag gemeinsam mit zahlreichen Eltern im Foyer stehen und auf den Beginn der Führung warten, fühle ich mich irgendwie nicht ganz wohl. Irgendwie machen mir die ganzen anderen Eltern und diese leicht passiv-aggressive Stimmung, in Vorbereitung auf den Kampf um den Kitaplatz, Angst. Eltern sind, genau wie alle Menschen, recht unterschiedlich und ich bin gelinde gesagt etwas genervt von einer Mutti, die bereits am Anfang erfragt, ob es auch Essen für Allergiker und Vegetarier gibt. Hallo? Ihr Bauch ist noch nicht einmal so groß wie meiner, aber das arme Ungeborene bekommt jetzt schon Allergien angedichtet. Und ob man den eigenen Ernährungsweg auch von Anfang an dem Kind „aufdrücken“ muss, ist sicherlich auch fraglich. Auch wenn ich mir jetzt möglicherweise Feinde mache, ich finde das nicht ok.

Die Kita an sich gefällt uns aber sehr gut, auch wenn mir einiges einfach zu viel ist. Doch anscheinend wollen die Eltern von heute, dass es jeden Tag ein abwechslungsreiches Programm gibt, das alles Mögliche fördert. Der Kindergarten hat sogar ein eigenes Kneippbecken innen! Puh. Doch die Erzieherin, die uns herumführt, wirkt nett und entspannt und es gibt glücklicherweise auch Spielzeug. Wir werden uns hier bewerben, aber natürlich auch noch andere Kitas besichtigen.

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Und beim Frauenarzt?

Patricia: Die Frauenarzttermine sind mittlerweile Routine und glücklicherweise ist meine Frauenärztin immer rundum zufrieden mit mir und der Minikaiserin. Nun müssen wir sogar alle zwei Wochen zu den Untersuchungen und da meine Frauenärztin in Berlin ist und ich so viel Fahrerei vermeiden will, können die Untersuchungen glücklicherweise abwechselnd in Berlin und bei meiner Hebamme in Potsdam stattfinden.

Außerdem wird zum ersten Mal ein sogenanntes CTG gemacht. Hier werden die Herztöne und die Wehentätigkeit untersucht. Die Frauenärztin hat uns das so erklärt, dass man schaut, wie die Minikaiserin auf Übungswehen, die ja permanent stattfinden, um den Körper auf die Geburt vorzubereiten, reagiert. Doch die Minikaiserin reagiert absolut gelassen und ihr bzw. mein CTG bekommt von der Frauenärztin 10 von 10 Punkten. Yeah!

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Neues für Mamikaiser und Minikaiserin

Patricia: Nachdem mein Nestbautrieb und Shoppingwahn sich in den ersten 7 Monaten wirklich in Grenzen gehalten haben, fängt es so laaaangsam an. Aber im Vergleich zu anderen werdenden Muttis bin ich harmlos. Könnte aber auch daran liegen, dass wir nach dem Umzug doch ein bisschen aufs Geld achten müssen. Mein Motto ist jedoch eher: „Erstmal abwarten, ob wir das brauchen und nur das Nötigste kaufen.“ Naja, und ein paar hübsche Sachen. Denn am größten ist immer noch der Drang, meine Vision vom Minikaiserin-Kinderzimmer umzusetzen.

Was mir jedoch wichtig war, war vor der Geburt einen Kinderwagen zu besorgen (check, bald mehr Infos), einen Hochstuhl (check, bereits nächste Woche alle Infos) und die Wickelkommode betriebsbereit zu machen (da arbeiten wir noch dran). Nach einem Besuch bei meiner Cousine kamen wir außerdem mit vollem Auto wieder in Potsdam an und die Minikaiserin ist nun Besitzerin bzw. Leiherin eines Autokindersitzes, einer Babybadewanne, einer Wippe, eines Reisebett, zwei Töpfchen und noch anderer Kleinigkeiten. Von meiner Stiefmutter gab es außerdem noch sehr süße Babyklamotten.

Nun müssen eigentlich nur noch ein paar Kleinigkeiten besorgt werden und ihre Garderobe für die ersten Wochen aufgerüstet. Außerdem habe ich mir eine neue, absolut untussihafte *räusper* Reisetasche für die Geburt gegönnt, da meine alte irgendwie schon ganz schön abgewetzt war. Stefan freut sich schon, sie für mich zu tragen. 😀 Außerdem habe ich bei Asos ein Nachthemd geshoppt, das auch gleich stillfähig ist und einen trägerlosen und bügellosen BH (gar nicht so leicht zu finden), damit man bei gewissen Kleidern nicht die Träger sieht, ich aber trotzdem einen gewissen Halt habe. Die Liste für die Kliniktasche ist geschrieben und es müssen nun auch hier nur noch ein paar Kleinigkeiten besorgt und gepackt werden. Auf geht’s also zum Endspurt!

Kommentare

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    Sabrina

    Die Idee, die Hochzeitskleid-Jacke jedes Jahr neu zu kombinieren finde ich aber echt klasse. Die Schwangerschaft steht dir gut – ich wünsche dir alles Gute weiterhin!
    LG Sabrina

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    Nadin

    Liebe Patricia, first things first: du bist wirklich so eine wunderschöne Schwangere und strahlst immer so, auch in euren Insta-Storys, mega sympathisch und toll 🙂
    Bezüglich des Hypno-Birthings wäre ich sehr gespannt auf deinen Erfahrungsbericht. Ich habe noch nichts darüber gehört, aber da ich schon ein Geburtsschisser bin, wäre das bestimmt auch was für mich 🙂 Wann beginnt man denn am besten damit?
    LG Nadin

    • The Kaisers
      The Kaisers (author)

      Liebe Nadin,

      vielen lieben Dank! :-))) Also normalerweise ist es das Beste, so früh wie möglich damit zu beginnen. Mich hat allein das Lesen des Buchs schon sehr beruhigt und mir viele Ängste genommen. Das ist das Buch: https://amzn.to/2tyHz8T Liebe Grüße, Patricia

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