Buch des Monats – Rosemarie Marschner: Das Bücherzimmer

Rosemarie Marschner Das Bücherzimmer

Verfasser, Titel und Verlag: Rosemarie Marschner: Das Bücherzimmer, Deutscher Taschenbuch Verlag

Warum ist dies dein Buch des Monats? Ich liebe es, spannende Lebensgeschichten zu lesen, egal ob wahr oder fiktiv. Denn ganz fiktiv sind sie ja doch nie. Die Hauptfigur des Buches, Marie, ist ein bewundernswerter, starker Charakter und es macht Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Maries Schicksal zeigt, wie sehr einzelne Entscheidungen das ganze Leben beeinflussen können. Das Buch ist in dem Maße spannend, wie es zu einem historischen Roman passt. Er ist realistisch, aber nicht eine Spur langweilig. Nebenbei erfährt man eine ganze Menge über Österreich zu Hitlers Zeiten, was ich wirklich spannend fand. Denn am meisten weiß man als Deutscher ja immer noch über die deutsche Perspektive auf den Nationalsozialismus. Für mich ist Rosemarie Marschners Bücherzimmer ein Muss für Fans von historischen Romanen.

Wovon handelt das Buch? Die junge Marie Zweisam hat als uneheliches Kind in der österreichischen Provinz keine Perspektive und wird deshalb von ihrer Mutter nach Linz geschickt, wo sie als Dienstmädchen für eine angesehene Familie arbeitet. Die Arbeit ist hart, doch durch ihren Fleiß und ihre Intelligenz erarbeitet sich Marie Respekt bei ihren Vorgesetzten und beginnt, sich in Linz wohlzufühlen. Als ihre Mutter plötzlich erkrankt und Marie wieder in die Heimat zurückkehren muss, scheint ihr Schicksal besiegelt…

Zitiere einen Satz aus dem Buch! „‚Ich habe noch nie irgendwo dazugehört, Herr Ohnesorg!‘, entgegnete sie mit fester Stimme. Noch während sie es sagte, wurde ihr bewusst, wie sehr dies der Wahrheit entsprach. Nirgendwo dazuzugehören – der Schmerz ihres Lebens, aber vielleicht auch seine Chance.“

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