Buch des Monats: Alice Sebold – In meinem Himmel

Alice Sebold In meinem HimmelVor kurzem unterhielt ich mich mit meiner Mama über Bücher und stellte fest, dass im ganzen letzten Jahr nicht wirklich ein Buch dabei war, dass mich so richtig umgehauen hat. Ich mein, dank des Blogs konnte ich das ja schnell abchecken – einmal die letzten 12 Monate „Buch des Monats“ durchgegangen und glattweg einen Überblick gewonnen. Natürlich haben mir all diese Bücher gefallen, sonst hätte ich sie euch ja niemals empfohlen. Aber kennt ihr das Gefühl, wenn euch ein Buch so richtig in seinen Bann zieht, ihr es gar nicht weglegen könnt, abends solange lest, bis euch wirklich die Augen zufallen und ihr das Buch furchtbar vermisst, wenn ihr es zu Ende gelesen habt?

Im letzten Jahr kam nur ein Buch diesem Zustand nahe. Der Roman meiner besten Freundin Ramona, der aber leider noch unveröffentlicht ist. Für mich muss ein Buch, das mich umhaut, entweder etwas ganz Besonderes haben oder mich tief berühren. Ich will nun wirklich keinem der Autoren der Bücher, die ich letztes Jahr gelesen habe, zu nahe treten. Denn all diese Bücher, die ich hier vorgestellt habe, waren wirklich lesenswert. Wirklich! Aber ich vermisse ein Buch, das aufrichtige Gefühle in mir weckt, wenn ich daran denke. Solch ein Buch wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (an einem Tag durchgelesen und geheult), Die Rubinrot Trilogie (Ja, nicht sonderlich cool, aber die Bücher haben mich mitgerissen.), „Die Einsamkeit der Primzahlen“ (ein sehr besonderes Buch) oder „Zwei an einem Tag“ (einfach nur Haaach).

Im Dezember habe ich übrigens noch „Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann (Ich konnte mich dafür nicht sonderlich begeistern, wenn auch lustig geschrieben.) und „Die Nacht schreibt uns neu“ von Dani Atkins (Das fand ich schön geschrieben, aber es ist ein typischer Liebes/Frauenroman, nichts so richtig Besonderes. Als Hörbuch aber empfehlenswert.) Ein Buch hab ich auch angefangen, aber ich bin noch dabei. Es hat aber Potential zum Buch des Monats. 😉

Nun komme ich aber zu einem Buch, das viele von euch vielleicht schon kennen. Auch ich habe es vor vielen Jahr gelesen. Aber es gibt bestimmt noch einige, die es nicht gelesen haben. Manchmal entgeht einem ja sogar das Beste. Es ist eines dieser Bücher, die mich immer noch berühren. Jetzt, Jahre später.

Verfasser, Titel und Verlag: Alice Sebold ; „In meinem Himmel“ ; Goldmann Verlag

Wovon handelt das Buch? Die 14-jährige Susie wird auf ihrem Heimweg von einem Nachbarn vergewaltigt und ermordet. Von ihrem Himmel aus beobachtet sie ihre Familie und ihren Mörder.“

Warum ist dies dein Buch des Monats? Man muss hier nicht viel sagen. Ihr müsst es einfach lesen. Denn es geht unter die Haut. Es ist harter Tobak. Wie sollten Vergewaltigung und Mord auch nicht harter Tobak sein? Aber dieses Buch muss gelesen werden. Es ist spannend, berührend, wachrüttelnd – es ist einfach großartig. Die Figuren sind großartig, der Schreibstil ist großartig und auch der Handlungsaufbau. Also, wenn ihr „In meinem Himmel“ noch nicht gelesen habt, dann tut es. Und die Verfilmung finde ich auch ziemlich gelungen. Taschentücher bereithalten, bitte.

Zitiere einen Satz oder eine Passage aus dem Buch! „Ich wünsche euch allen ein langes und glückliches Leben.“

Kommentare

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    Lina

    Hallo Patricia!
    Das Buch hab ich vor Jahren gelesen und es geht mir so wie dir, es ist immer noch ziemlich präsent, weil es einfach so anders und mitreißend ist.
    Ein Buch, das ich letztes Jahr gelesen habe und mich sehr beeindruckt hat ist „Blackout“ von Marc Elsberg.
    Momentan bin ich dabei „Mörderische Unschuld“ von Rikje Bettig zu lesen. Ich finde es sehr gut geschrieben (sprachlich viel besser als ich es von Krimis gewohnt bin) und habe endlich wieder das Bedürfnis ein Buch zu verschlingen.

    Viele Grüße Lina

    • Patricia
      Patricia

      Die Bücher werde ich mir mal merken! Danke dir! 🙂

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