In 3 Tagen durch Limfjord – Tag 1: Lemvig*

Lemvig_Dänemark_Limfjord (12 von 77)Ach Dänemark, was bist du schön. Ich könnte mich jedes Mal aufs Neue in dich verlieben. 

Nachdem ich mich vor genau 5 Jahren unsterblich in Kopenhagen und damit auch in Dänemark verliebt habe, durfte ich letzte Woche von Donnerstag bis Sonntag erneut nach Dänemark reisen. Visit Limfjord hat Stefan, Susi und mich eingeladen, damit wir die Region Limfjord, eine Meerenge, die den Norden vom Süden Dänemarks trennt, kennenlernen und darüber berichten. Unser Reiseplan wurde komplett erstellt, Unterkunft, Restaurants und kulturelle Highlights wurden für uns herausgesucht und gebucht. Das war ein ganz neues Erlebnis für mich, das sich natürlich einerseits total luxuriös angefühlt hat, andererseits aber auch sehr ungewohnt, da wir teilweise natürlich sehr besonders behandelt wurden und extra für uns kreierte Menüs serviert bekamen. Es war ein perfekter Plan, um die Region kennenzulernen. Viele der Orte hätten wir aus eigener Initiative mit Sicherheit nicht kennengelernt und einiges verpasst.

Ihr könnt euch natürlich denken, dass ich wieder eine riesige Bilderflut für euch habe. Und dazu kommen diesmal natürlich noch eine Menge Informationen, weil wir viel gesehen und erlebt haben. Deshalb habe ich beschlossen, diesen Reisebericht dreizuteilen. Wir waren an den drei, beziehungsweise 2,5 Tagen überwiegend in 3 Orten und ihrer näheren Umgebung: Lemvig, Holstebro und Vinderup. Und danach möchte ich meine Berichte auch aufteilen. Deshalb beginnen wir heute mit dem ersten Tag und dem wunderschönen Lemvig.

Unsere Unterkunft in Lemvig – Das Hotel Lidenlund

Lemvig Hotel Lidenlund Dänemark

Nach 7 Stunden Autofahrt (und ja, ich ehemaliger Autofahrangsthase bin ein gutes Drittel davon selbst gefahren) kamen wir in Lemvig an und mein erster Eindruck, als wir einen kleinen Hügel herunterfuhren und um die Ecke bogen, war „Wow“. Wir fuhren auf einen kleinen See zu, umgeben von süßen Hügeln, auf dem gerade unzählige Möwen landeten. Romantischer ging es eigentlich nicht.

Lemvig

Wenige Minuten später erreichten für unsere Unterkunft in Lemvig, das zuckersüße Hotel Lidenlund. Das Hotel Lidenlund ist ein kleines Hotel, das vor allem durch seine alte Innenarchitektur beeindruckt.

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Unser Zimmer hatte eine perfekte Größe, ein modern ausgestattetes Bad und hatte wirklich alles, was man so braucht. Ich kann hier nichts bemängeln. Was man allerdings als Hotel-Besucher in Dänemark wissen sollte und was wir wirklich in allen drei Nächten erlebt haben: Die Dänen mögen es weich und warm. Das heißt: Die Matratzen sind weich, aber dabei erträglich und die Bettdecken, die allesamt aus Daunen waren, sehr warm. Ich habe in allen drei Nächten sehr geschwitzt, obwohl es draußen maximal 10 Grad waren.

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Der Preis für ein Doppelzimmer im Hotel Lidenlund beträgt umgerechnet knapp 117 Euro, was uns viel vorkommen mag, aber für dänische Verhältnisse ok ist. Hier ist nunmal alles etwas teurer, darauf muss man sich einstellen. Das Frühstück im Hotel Lidenlund war in Ordnung. Es gab alles, was man so braucht.

Unser Restaurant in Lemvig – Das Restaurant Luna

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Nachdem wir also am Donnerstagabend im Hotel Lidenlund eingecheckt hatten, ging es weiter zum Restaurant Luna, das direkt am entzückenden Hafen Lemvigs liegt. Dort wurden wir wirklich sehr herzlich empfangen und der Koch, der sich lange mit uns unterhielt, konnte fließend Deutsch sprechen. Von ihm erfuhren wir auch, dass man in Dänemark Deutsch als zweite Fremdsprache lernen kann und das auch viele tun. Das hat mich doch ziemlich überrascht. Obwohl der Koch lange mit uns sprach, kam das Essen blitzschnell. Wir bekamen das September-Menü. Es bestand aus einem kräftigen Schinken mit Salat als Vorspeise, Bison Hacksteak und einem Filet mit frischen Kartoffeln, sehr leckerer Sauce und Salat als Hauptgang und lauwarmen Pfandkuchen und unglaublich leckerem hausgemachtem Eis als Dessert. Das Menü war wirklich unglaublich gut und in das Dessert hätte ich mich setzen können.

Leider kann ich euch nur Bilder vom Dessert zeigen, da die Speicherkarte meiner Kamera einen Defekt hat und bei mir am Dienstag einen halbes Herzinfarkt ausgelöst hat. Doch ich hatte Glück im Unglück, es sind tatsächlich „nur“ die Bilder vom ersten und zweiten Gang im Restaurant Luna, die defekt sind. Dafür zeige ich euch aber noch die entzückende Flasche Rosé mit dem Flamingo.

Restaurant Luna Lemvig Restaurant Luna Lemvig Restaurant Luna Lemvig

Nachdem wir mehr als satt und obwohl wir schon todmüde waren, gingen wir noch ein wenig am Hafen und in der Innenstadt spazieren. Und es tut mir leid, ihr bekommt jetzt den totalen Boote-Overkill. Ich fand den Hafen, das Licht und die Boote so schön, dass ich gefühlte tausend Bilder davon gemacht habe. Und glaubt mir, ich habe davon schon eine Menge aussortiert. Die Outfitbilder von Dienstag sind übrigens auch dort entstanden, direkt neben dem Restaurant Luna.

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Auch Susi hatte hier ihren Spaß. Zu ihrer Belustigung hat Lemvig extra kleine Trampolins und einen Wasserspender oder so etwas in der Art gebaut. Aus letzterem hat sie sehr gern getrunken.

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Was uns außerdem noch aufgefallen ist: Die Dänen haben sogar in Kleinstädten extrem viel Stil. Da ich die Läden in deutschen Kleinstädten kenne und weiß wie gut oder besser gesagt schlecht man hier shoppen kann, habe ich mir auch für Dänemark nicht viel Hoffnung gemacht. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. In Lemvig gab es viele stylishe Läden mit toller Mode. Hier ein Beispiel-Schaufenster.

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Am nächsten Morgen begannen wir nach dem Frühstück genau diese zu erkunden. Leider machten die Läden erst um 10 auf, unser Frühstück war aber schon um 08:30. Deshalb gingen wir in der Zwischenzeit noch ein wenig spazieren, genossen einen tollen Blick auf Lemvik von einem Aussichtspunkt und tranken einen Café am Hafen. Danach bummelten wir durch die Läden und gingen dann schließlich zu unserem Mittagessen.

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Unser Lunch in Lemvig – Claudis Have

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Claudis Have ist ein ganz entzückendes Café, wie ihr ja selber sehen könnt, das an einem sehr schönen Platz gelegen ist. Wir bekamen zwei riesige Teller mit regionalen, dänischen Tapas. Es war sooo lecker. Hier muss ich noch kurz etwas zu dänischem Brot sagen. Man hört ja immer wieder von deutschen Auswanderern, dass sie im Ausland das deutsche Brot vermissen. Und auch im Urlaub ist man oft entsetzt darüber, was einem hier an Brot serviert wird. Das dänische Brot kann man problemlos mit deutschem Brot mithalten. Unser Lieblingsbrot sind übrigens die dünnen, knackigen, herzhaften Knäckebrotscheiben. Leider weiß ich nicht wie sie heißen und sie sind mit deutschem Knäckebrot auch nicht vergleichbar. Das mag ich nämlich nicht so gern.

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Das Jens Søndergaards Museum

Jens Søndergaards Museum

Das Jens Søndergaards Museum hat in der Adresse zwar noch Lemvig zu stehen, ist aber etwa 20 Minuten mit dem Auto davon entfernt und direkt am Meer gelegen. Es war früher das Lieblingsatelier des Malers Jens Søndergaard. Er hat noch zu Lebzeiten damit begonnen, ein Museum daraus zu gestalten. Nun muss ich mich outen. Ich bin weder Kunstkenner noch großer Fan des Expressionismus. Wer das allerdings ist, sollte hier unbedingt vorbeischauen. Es ist ein wirklich sehr schönes Museum. Man kann hier gleich noch selbst künstlerisch tätig werden (ich hab das lieber gelassen) und die Bilder mit passender Musik auf sich wirken lassen. Diese war etwas zu laut eingestellt, deshalb mein komischer Blick.

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Anschließend gönnten wir uns natürlich noch ein gutes Stündchen am Meer. Es war wunderschönes Wetter und Susi freute sich, ihr geliebtes Meer wiederzusehen. Da die Wellen der Nordsee nicht so hoch sind wie an der Ostsee, ist sie auch ein bisschen geschwommen. Es war einfach herrlich am Meer zu sitzen und Sonne zu tanken.

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Die Hornvarefabrikken

Hornvarefabrikken

Unser letzter Programmpunkt in beziehungsweise in der Nähe von Lemvik war die Hornvarefabrikken. Ich war hier zunächst etwas skeptisch eingestellt, da ich nicht wirklich für die Verwendung von tierischen Materialien für Kleidung & Co bin. Ich bin hier nicht extrem, genauso wie ich ja nicht komplett vegan esse, aber ich würde mir definitiv keinen Pelz kaufen und kaufe nur sehr selten Echtleder. Doch es ist ein schwieriges Thema. Der Besitzer der Hornvarefabrikken selbst gab uns eine Führung. Er erzählte uns, dass die Hörner von Hausrindern in Nigeria stammen und normalerweise verbrannt werden, weil die Besitzer nicht wissen, was sie damit machen sollen.

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Die Hornvarefabrikken wurde bereits 1935 von Peter Husted gegründet. Seitdem gab es einige Besitzerwechsel bis sie 2008 von Sara Brunn Buch, der Frau unseres Ansprechpartners, übernommen wurde. Die Produkte, die aus dem Horn in den Hornvarefabrikken hergestellt werden, reichen vom Löffel über Schuhlöffel bis zu eigenen Schmuckkollektionen. Obwohl die Hornvarefabrikken idyllisch mitten auf dem dänischen Land gelegen ist, ist sie international erfolgreich und die Produkte werden beispielsweise im Kadewe hier in Berlin verkauft, was ja schon eine Hausnummer ist.

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Neben der Werkstatt ist direkt ein Geschäft gelegen, in der man die Produkte auch käuflich erwerben kann. Es war definitiv sehr interessant, etwas über die Arbeitsabläufe zu erfahren. Ihr könnt das auch nochmal sehr ausführlich auf der sehr hübsch gestalteten Webseite nachlesen.

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Das war nun der sehr ausführliche erste Teil unserer Limfjord-Reise. Den nächsten Teil gibt es dann nächste Woche.

*In Kooperation mit Visit Limfjord.

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Kommentare

  • Yoyo

    Die Fotos sind so wunderschön geworden, Patricia. Nach Dänemark möchte ich auch unbedingt noch. (Das Foto, wo du so verzweifelt schaust, ist mega lustig. :D)

  • vreeni

    Unfassbar schöne Bilder. Ihr drei seid echt zucker 😉
    Toller Post. Tolles Land!

    Liebst,
    Vreeni

    PS: Werde Teil der neuen „what the fuck?“-Kollektion. Wie? Das erfährst du hier: be a part

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