Buch des Monats – Megan Miranda: TICK TACK

Werbung: Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Random HouseTICK TACK Megan Miranda

Bevor ich überhaupt irgendetwas zu TICK TACK schreibe, muss ich euch etwas gestehen. Ich habe einen Fehler begangen, bevor ich begann zu lesen. Aus purer Neugier und Aufregung. Ich habe mir Rezensionen bei Amazon durchgelesen. Meine erste Kooperation mit einem Buchverlag. Eine Art Lebenstraum ging in Erfüllung. Und dann noch ein Thriller. Ich liebe Thriller! Doch dann ratterte es in meinem Hinterkopf. Was, wenn mir TICK TACK nicht gefällt? Das Letzte, was ich könnte, ist, euch etwas zu empfehlen, was mir eigentlich gar nicht zusagt. Und dann stand in einer Rezension, dass man das Buch gar nicht verstehen würde. Ich sag euch eins: MACHT DAS NICHT! Lest euch Buchempfehlungen auf Blogs durch. Meine zum Beispiel. 😉 Aber lest nicht die negativen Rezensionen auf Amazon. Denn ich muss an dieser Stelle spoilern: ich fand TICK TACK super UND ich hab es verstanden.

Verfasser, Titel und Verlag

Megan Miranda, TICK TACK, Penguin Verlag by Random House

Wovon handelt TICK TACK?

Vor genau zehn Jahren hatte Nic ihre Heimatstadt Hals über Kopf verlassen und sich ein neues Leben aufgebaut. Doch der Grund für ihre Flucht beschäftigt sie noch immer. Ihre beste Freundin war verschwunden und ist nie wieder aufgetaucht. Als Nic in ihre Heimatstadt zurückkehren und sich um den Verkauf ihres Elternhauses kümmern muss, verschwindet ein weiteres Mädchen und die Ereignisse aus der Vergangenheit holen Nic wieder ein. Es gibt zu viele Geheimnisse, zu viele Fragen und sie braucht Antworten, damit alles endlich ein Ende nimmt.

Warum ist TICK TACK mein Buch des Monats?

Eines der wichtigsten Kriterien, die für mich ein gutes Buch ausmachen? Ich muss das Bedürfnis haben weiterzulesen. Und das am besten so früh wie möglich. Wenn ich erst 150 Seiten brauche, um in ein Buch hineinzukommen, dann fällt es mir schwer, dann muss ich mich oft quälen und Lesen sollte keine Qual sein. Bei TICK TACK brauchte ich keine 20 Seiten, um mich in Cooley Ridge einzufinden und Nic kennenzulernen. Und ich hab, trotz Baby und anderer Verpflichtungen, nur eine Woche für TICK TACK gebraucht. Zu anderen Zeiten hätte ich es wahrscheinlich innerhalb von zwei Tagen weggelesen.

Einer der Gründe, warum ich mich so schnell in TICK TACK hineinfand, war wahrscheinlich, dass ich mich gut mit Nic identifizieren kann. Wir sind in demselben Alter und lustigerweise habe auch ich meine Heimatstadt vor genau 10 Jahren verlassen, war sogar im letzten Monat zum ersten Klassentreffen nach 10 Jahren. Glücklicherweise ist meine damalige beste Freundin nicht spurlos verschwunden, doch auch ich hatte damals so meine Dramen, die mich oft mit gemischten Gefühlen an meine Heimatstadt denken ließen. Ich kann Nic also gut verstehen.

Am Anfang von TICK TACK hab ich Parallelen zu anderen Büchern bzw. Stories gesucht und musste an „Pretty Little Liars“ und „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ denken. Doch es sollte sich herausstellen, dass TICK TACK doch anders ist. Nicht so teeniemäßig wie „Pretty Little Liars“ und anders als „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Was aber alle drei gemeinsam haben, sind die Verstrickungen und Geheimnisse. Jeder hat irgendetwas zu verbergen.

Doch das Spannendste an TICK TACK war für mich die Erzählweise der Autorin Megan Miranda. Der Grund, weshalb man den Thriller angeblich nicht verstehen soll. Ich hab alles verstanden und mich dabei nicht einmal sonderlich konzentrieren müssen. Notizen hab ich mir auch keine gemacht. 😉 Was ist denn so Besonderes an der Erzählweise? Das Buch beginnt mit der Ankunft von Nic in Cooley Ridge, spult dann für einen kurzen Abschnitt 15 Tage vor, um die Geschichte dann rückwärts von Tag 15 bis Tag 1 zu erzählen. So erfährt man Stück für Stück, wie alles aufeinander aufbaut und bekommt eine völlig neue Perspektive auf das Thema Zeit. Eine Thematik, die im Buch zum Beispiel auch durch die Alzheimererkrankung von Nics Vater aufgegriffen wird.

Und dann hat TICK TACK noch etwas, was für mich einen guten Thriller ausmacht. Ein unvorhersehbares Ende. Ich zumindest habe mir die Auflösung des Ganzen total anders vorgestellt. Doch natürlich will ich an dieser Stelle nichts weiter verraten. Lest selbst. 😉

Mein Lieblingszitat in TICK TACK

„Zeit ist nicht einmal real. […] Es ist nur ein Entfernungsmaß, das wir erfunden haben, um Dinge zu verstehen. Wie ein Zentimeter. Oder ein Kilometer.“

TICK TACK Megan Miranda

Noch mehr kaiserliche Posts

Kommentar

  • Anja

    Ich fand das Buch grossartig! Ich habe es als Hörbuch über Audible bezogen – und es hat mich total reingezogen. Ich bin eher an dreckige und kaputte skandinavische Thriller oder Krimis gewöhnt, daher waren mir die Figuren eigentlich zu „schön“. Aber trotzdem stockte mir teilweise richtig der Atem, weil ich kaum erwarten konnte, was der vorherige Tag enthüllen wird. Und auch das Ende war richtig gut. Zwar ganz anders als man vermutet – und genau das fand ich toll!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.