Getestet: Geocaching *

Geocaching Berlin (20 von 27)Vor wenigen Wochen schrieb mir Momondo, ob ich nicht Lust hätte, an ihrer Aktion momondo experiences teilzunehmen und mir ein Erlebnis auszusuchen, das ich gern testen möchte. Natürlich musste ich hier nicht lange überlegen, dafür aber, als es um die Auswahl des Erlebnisses ging. Denn die war riesig. Krimidinner, Massage, Helicopterflug und der Hochseilgarten waren nur ein paar Beispiele meiner Auswahlmöglichkeiten. Doch Stefan und ich sortierten Stück für Stück aus und kamen schließlich auf einen gemeinsamen Nenner: Geocaching. Die moderne Schnitzeljagd mit GPS-Geräten interessiert mich schon seit längerem und so nutzten wir die Chance. Außerdem darf beim Geocaching auch unsere kleine Hundelady mit, was beim Krimidinner und dem Helicopterflug wohl eher schwierig geworden wäre.

Am letzten Samstag war es dann soweit. Pünktlich um 13 Uhr fanden wir uns im ABBA Hotel in der Nähe des Ku’Damms ein und wurden erstmal in einen Konferenzraum geführt. In den Stuhlreihen hatten ausnahmslos junge Teilnehmer in unserem Alter Platz genommen und ich sichtete sogar eine ziemlich Hochschwangere. Vorn waren drei iPads platziert, die auf ihren Einsatz warteten. In einem kurzen Vortrag erklärte uns Teamleiterin Sina, wie die App, mit der wir spielen würden, funktioniert und welche Regeln es gibt.

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Eigentlich gar nicht so schwer. Die App zeigt eine Karte der Umgebung, auf der verschiedene Symbole eingezeichnet sind.  Diese Symbole zeigen, welche Station einen an dem jeweiligen Punkt erwartet. Es gibt:

+ QR-Code-Stationen: Hier muss man den QR-Code finden und scannen.

+ Dollar-Noten-Stationen: Hier muss man einfach nur hinlaufen. Die App erkennt das und dann klingelt es in der Kasse.

+ Fragestationen: Hier gilt es, eine Frage zu beantworten, die meistens mit der Umgebung zu tun hat.

+ Boxen-Stationen: Hier muss man kleine Dosen finden, in denen ein kleines Rätsel oder ähnliches versteckt ist.

+ Totenkopfstationen: Um diese sollte man einen möglichst großen Bogen machen. Sonst gibt es Minuspunkte!

+ Fotostationen: Hier muss man bestimmte Fotoaufgaben erfüllen.

Ziel ist es natürlich, möglichst viele Punkte zu sammeln. Pro Station gibt es meistens maximal 12 Punkte. Die Gruppe, die die Station zuerst erfolgreich meistert, bekommt die meisten Punkte. Außerdem gibt es drei Sonderaufgaben und Extrapunkte, wenn man es pünktlich wieder ins Hotel schafft.

Nach der Erklärung und dem Zusammenfinden der drei Gruppen mit jeweils vier Mitgliedern ging es schon los. Das Spiel wurde gestartet, die 150 Minuten brachen an und die Gruppen versuchten, unglaublich clevere Taktiken anzuwenden. Stefan, Susi und ich kamen mit Cordula und Sebastian in eine Gruppe und nannten diese auf Cordulas Idee hin „Susis Helden“. Die anderen Gruppen waren natürlich total neidisch wegen Susi und unterstellten uns einen Vorteil. Sie nahmen wohl an, Susi sei ein tolles Zugpferd. Trotz ihres Kragens wegen der Bissverletzung.

Ich sage euch, das waren 150 schweißtreibende und unheimlich lustige Minuten. Natürlich war es am Anfang noch etwas komisch, mit Fremden und einem iPad durch den Berliner Westen zu laufen, doch von Minute zu Minute wurde es immer spaßiger. Dennoch – wir kamen so sehr ins Schwitzen, allen voran natürlich ich. Es war ein extrem heißer Tag und in unserer Euphorie legten wir natürlich auch einen ordentlichen Gang ein. Irgendwann ploppte eine Nachricht unserer Teamleiterin Sina auf dem iPad auf: „Wenn es für Geschwindigkeit Extrapunkte gäbe, würden ‚Susis Helden‘ gewinnen.“ Da wurde uns erstmal bewusst, WIE schnell wir waren.

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Doch am meisten Spaß machten natürlich die Stationen. Wir suchten gefühlte Stunden in jeder dreckigen Ecke nach QR-Codes und Dosen, ließen die irrwitzigsten Gruppenfotos (diese haben wir leider nicht bekommen) von Passanten schießen, gingen einem Souvenirshop-Besitzer auf die Nerven, weil wir ein Foto mit einem Trabi, einem Pinguin und einem Ampelmännchen brauchten und schwitzten. Wir mussten ständig an die arme Schwangere denken und hofften, dass sie nicht unterwegs ihr Kind bekam vor lauter Anstrengung. Denn selbst Susi wollte irgendwann nicht mehr weiter.

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Der Schwierigkeitsgrad war teilweise hoch, doch „Susis Helden“ schafften es, jede Station zu bewältigen, an die sie kamen. Zum Schluss rannten wir nur noch. Was die anderen Leute von uns dachten, war uns mittlerweile natürlich total egal. Wir rannten, ließen uns in den letzten zwei verbliebenen Minuten noch von einem Fahrradfahrer mit einem Taxifahrer und dessen Taxi fotografieren und rannten schließlich total fix und fertig, aber super happy ins Hotel. Dort tauschten wir uns mit den anderen Teams aus, lachten und verschnauften bis zur Siegerehrung.

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Geocaching Berlin (24 von 27) Geocaching Berlin (25 von 27)Nun, was soll ich sagen. WIR HABEN GEWONNEN! Und zwar mit Abstand! Knapp 10 km sind wir in den 150 Minuten gelaufen und haben dabei noch viele Aufgaben gelöst.

Es war wirklich ein sehr amüsanter Samstag-Nachmittag. Ich kann die Geocaching Tour definitiv weiterempfehlen.

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* In Kooperation mit Momondo.

Kommentar

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    frl.wunderbar

    Geocaching haben wir auch mal eine Weile gemacht. Irgendwie war das auch immer eine Motivation auf’s Rad zu steigen und einen bestimmten Cache zu finden … Müssen wir unbedingt mal wieder anfangen, weil es hat echt Spaß gemacht. Allerdings hatten wir irgendwann so ziemlich alle Caches im Umkreis von 10 km gefunden… Mittlerweile müsste es aber sicherlich mal wieder ein paar Neue geben… Mit QR-Codes kenn ich es aber nicht & ich hab das auch einfach via einer app mit dem iphone gemacht 😀

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