Getestet: Beste Reste – Die neue App gegen Lebensmittelverschwendung

Beste Reste App 1Ich geb´s ja zu, auch bei meinem Freund und mir landet mal ein Lebensmittel im Müll, weil es abgelaufen ist. Wir versuchen zwar, die Lebensmittelverschwendung in unserem Haushalt so gering wie möglich zu halten, doch immer gelingt es uns leider nicht. Umso erfreuter war ich, als ich von der neuen App Beste Reste erfuhr, die uns aktiv bei der Resteverwertung von Lebensmitteln helfen soll. Ich habe sie für euch getestet.

Das Konzept

Die Beste Reste-App wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz entwickelt und ist die mobile Smartphone-Ergänzung zur Website zugutfuerdietonne.de. Genau wie auf der Website kann man sich über die Lagerung von Lebensmitteln informieren und Rezepte, die in Zusammenarbeit mit Sterneköchen und anderen prominenten Kochpaten erstellt wurden, ausprobieren. Die App ist kostenlos und kann im App-Store und bei GooglePlay heruntergeladen werden.

Der Selbsttest

Beste Reste App 2

Zuerst einmal bin ich doch etwas überrascht. Eine App, die von der Regierung entwickelt wurde, habe ich mir optisch irgendwie anders vorgestellt. Doch die Beste Reste-App ist visuell mindestens genauso ansprechend wie alle anderen Koch- und Ernährungs-Apps, die ich bereits auf mein Smartphone geladen habe. Nach dem Starten der App erscheint erst einmal eine Zwischenseite, die mich mit einer bösen Zahl aus der Statistik konfrontiert: „Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg.“ Puh, das ist wirklich nicht schön. Ich überlege, ob diese Zahl auch für meinen Freund und mich zutrifft und schüttle gedanklich den Kopf. Doch auch wenn unser Haushalt nicht zu den größten Verschwendern Deutschlands zählt, gibt es definitiv noch Potential in Sachen Resteverwertung.

Beste Reste App 3

Ich lande auf der Rezepte-Seite. Unten befindet sich die Navigation, in der die Verweise zu den Rezepten, zum Lexikon, zu den Regeln, zum Einkauf und zu weiteren Infos aufgelistet sind. Ich werfe zunächst einmal einen Blick ins Lexikon und gehe auf Ananas. Das sorgt für den ersten „Oh-Effekt“ in meinem Gesicht, denn ich erfahre unter anderem, dass man exotische Früchte wie Kiwis, Avocados, Mangos, Feigen und eben Ananas bei 16° und dunkel lagern soll. In unserem von der Wand baumelndem Obstkorb vor dem Fenster ist es nicht gerade dunkel, die Kiwis liegen aber grundsätzlich dort. Im Lexikon werde ich mich also definitiv nochmal genauer umschauen. Im Menüpunkt „Regeln“ erfahre ich persönlich zwar nichts komplett Neues, werde aber an einiges nochmal erinnert.

Beste Reste App 4Doch nun geht´s wieder zurück zu dem für mich spannendsten Teil: die Rezepte. Die App fragt mich: „Welche Lebensmittel hast du übrig?“ Ich überlege, was beim letzten Kochen nicht komplett verwertet werden konnte und mir fällt spontan Parmesan ein. Mein Finger tippt auf Zutaten. Dort sind zunächst die Grundzutaten aufgeführt, zu denen ich Parmesan jedoch nicht zähle. Nach einem Tipp auf „alle Zutaten“ und dem Scrollen zum „P“ habe ich den Parmesan entdeckt. Vier Rezepte werden mir mit Parmesan vorgeschlagen. Das ist zwar nicht sonderlich viel, aber desto einfach ist es für mich, eines auszuwählen. „Reiskrusteln mit Parmesan und Olivenöl“ klingt irgendwie knusprig und lecker, also klicke ich spontan auf dieses Rezept. Ein Bild vom Gericht gibt es leider nicht, dafür aber einen Kommentar von Kochpate Ulrich Heldmann: „Wenn man Risotto kocht, bleibt oft etwas davon übrig. Da man Risotto nicht wieder erwärmen kann – schmeckt wie Kleister und sieht auch so aus – kommt der Rest oft in die Tonne. Dies ist eine leckere und einfache Alternative.“

Ich muss Sternekoch Heldmann Recht geben – mit Risotto könnte man am zweiten Tag problemlos einen abgebrochenen Absatz am Schuh montieren. Wir haben zwar kein Risotto gekocht, doch ausprobieren will ich das Rezept trotzdem unbedingt. Lustigerweise haben wir auch alle Zutaten im Haus, kaufen nur ein wenig Salat als Beilage ein und legen los. Wir kochen Risotto, vermengen ihn mit den Zutaten, formen ihn zu Bällchen, panieren diese und braten sie von allen Seiten. Geht leicht und schnell. Doch wie ist der Geschmack? Köstlich! Ich habe noch nie etwas Ähnliches gegessen und bin hellauf begeistert. Der Salat ist schön frisch dazu, Fleisch bräuchte ich hierzu nicht. Aber natürlich kann man die Reiskrusteln auch wunderbar als Beilage verwenden.

FAZIT: Die App ist schön aufgebaut, visuell ansprechend und das getestete Rezept hat überzeugt. Toll wäre es, wenn man sich Rezepte in einer Art Favoritenliste speichern könnte, damit man schneller darauf zugreifen kann. Ansonsten kann ich Beste Reste aber wirklich weiterempfehlen und hoffe, dass viele Leute sie im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung herunterladen.

Kommentare

  • Avatar
    Libra

    Wow, die App sieht echt gut aus! Und ist ja total nützlich, muss gleich mal nachgucken. 🙂

  • Avatar
    Cindy

    Die App ist klasse. Ich habe sie schon einige Monate, doch zuletzt hat es mir ein wenig an Rezeptvielfalt gefehlt.

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