3 Monate Potsdam – Wie gefällt es uns und was hat sich durch den Stadtwechsel geändert?

StadtwechselWie oft wir in den letzten Wochen und Monaten gefragt wurden, warum wir nach Potsdam ziehen wollen oder gezogen sind, können wir schon nicht mehr an zwei Händen abzählen. Und natürlich stellten wir uns auch die Frage, ob so ein Stadtwechsel und eine „Verkleinerung“ wirklich zu uns passen. Drei Monate sind seit unserem Umzug von Berlin nach Potsdam vergangen. Und daher haben uns einmal hingesetzt und die ersten drei Monate Revue passieren lassen. Wie gefällt uns die neue Wohnung, die Nachbarschaft und Umgebung? Und wie hat sich der Stadtwechsel auf unser Berufsleben ausgewirkt?

Unsere neue Wohnung

Stadtwechsel Potsdam

Stefan: Ich liebe den Schnitt unserer neuen Wohnung. Man kann die Wohnung so richtig in den offenen eher lebendigen Bereich (offene, große Küche, Wohnzimmer und Wintergarten), in dem gefühlt alles passiert und den privaten, ruhigeren Bereich (Schlafzimmer, Kinderzimmer und Bad) trennen. Und das ist natürlich nicht schlecht, wenn später Freunde und Familie zu Besuch kommen und man einfach alles in den hinteren Bereich schmeißen kann, da man keine Zeit hatte aufzuräumen. Oder wenn das Baby schläft, muss man nicht die ganze Zeit flüstern 😉 .

Patricia: Ich fühle mich wirklich wohl in unserer neuen Wohnung. Ich liebe die große Wohnküche mit unserem neuen, selbstgebauten Esstisch mit viel Platz für Freunde und Familie und unseren Arbeitsbereich im Wintergarten. Und nun kommt auch bald Farbe an die Wände, die ich bisher noch vermisse. Und umso mehr in unserer Wohnung fertig wird, desto wohler fühle ich mich. Die alte Wohnung vermisse ich rein gar nicht. Vielleicht höchstens den Balkon, auf dem wir ab und zu gefrühstückt oder gegrillt haben. Wir haben hier zwar auch einen, aber zur Hauptstraße hin, da möchte man wirklich nicht drauf sitzen.

Die Nachbarschaft

Potsdam Treppenhaus

Unser Treppenhaus ist auch sehr schön. 😉

Patricia: Die Nachbarschaft ist hier totales Kontrastprogramm. Bereits beim Umzug wurden wir von mehreren Nachbarn warmherzig begrüßt, wurden zum abendlichen Kennenlernen auf der gleichen Etage eingeladen, haben am Hofbrunch teilgenommen und festgestellt, dass die Minikaiserin am Ende des Jahres 10 Spielgefährten im Haus haben wird, mit denen sie dann unten im Garten spielen kann. Es ist verrückt! Und es ist total schön. Doch was anderes kann ich hier auch gar nicht schreiben. 😀 Nachdem wir im alten Haus unsere „Bloggeridentität“ bis zum Schluss geheimgehalten haben, war das hier gar nicht richtig möglich. 😀 Die Potsdamer Nachbarschaft liest mit. Liebe Grüße! 😉

Stefan: Die Anonymität der Berliner Nachbarschaft war mir ja eigentlich nie ein Dorn im Auge. In Form von „Lass mich in Ruhe, dann lass ich dich in Ruhe“, lebte ich meinen Berliner Altbautraum 😀 . Und dann bahnte sich der Stadtwechsel an und wir zogen nach Potsdam und wurden gleich von unseren Nachbarn abends zum Kennenlernen eingeladen und ich merkte, es ist doch nicht schlecht, seinen Nachbarn nicht nur Hallo zu sagen. Denn sich eine Milch zu leihen oder mal Gespräche von werdenden Eltern zu Eltern zu führen, ist echt viel besser. Ich nehme dadurch automatisch viel mehr Rücksicht, weil ich ja die Lebensumstände jetzt kenne und weiß, wann so ein Zwerg zu Bett geht, denn ich bin eigentlich eher so der laute Typ (die, die mich kennen, werden das bestätigen können 😀 ) .

Gassigehrunden

Potsdam Havel

Stefan: Eigentlich müsste Susi ja jetzt darüber berichten, wie es ist. Doch leider ist sie mal wieder am Schnarchen. Aber ich denke, ich kriege das ganz gut hin, eine Bewertung abzugeben 😉 , denn ich bin ja fast immer dabei. An dieser Front hat sich einiges getan. Mussten wir uns den Park in Moabit noch mit Drogenkonsumenten und leckeren Abfällen für Susi (dieser Hund kann manchmal so unbeschreiblich eklig sein) teilen, entscheiden wir uns hier je nach Energielevel des Hundes für eine kleine Runde an der Havel, wo sie bei den jetzigen Temperaturen auch schwimmen kann. Oder wir gehen in den Park Sanssouci, der 5 Gehminuten entfernt ist und Susi kann über die großen Rasenflächen wie ein junges Reh springen (sie springt wirklich so 😀 ). Gleich dahinter wartet schon der erste Wald und da gibt es dann natürlich kein Halten mehr für sie.

Berufliche Auswirkungen

Patricia: Ehrlich gesagt hatte der Stadtwechsel bisher kaum Auswirkungen auf mein Berufsleben. Die meiste Zeit arbeite ich ja von zu Hause aus und die meisten „Außentermine“ habe ich im Bikini Berlin, für das ich ja arbeite. Dorthin brauche ich aber insgesamt genauso lang wie vorher. Der Regio fährt fast direkt vor unserer Tür ab und in 25 Minuten bin ich am Zoo in Berlin. Man muss ein bisschen besser planen, da die Bahn nicht alle 5 Minuten fährt, aber das war es auch.

Stefan: So langsam spielt sich die Planung mehr und mehr ein. Wenn ich Termine in Berlin  habe, plane ich diese so, dass ich gleich mehrere hintereinander machen kann. Denn auch wenn die Fahrtzeit sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht verändert hat, muss man doch schon darauf achten, dass die Bahn nicht alle 5 Minuten fährt. Und mit meinem Personal Training Angebot möchte ich mich natürlich in den nächsten Monaten auf den Raum Potsdam  konzentrieren (falls jemand Interesse hat, einfach hier schauen 😉 ) .

Baby

Potsdam Havel

Patricia: Als ich schwanger wurde und mir vorstellte, mit dem Kinderwagen durch Moabit zu fahren, gefiel mir diese Vorstellung rein gar nicht. Die Minikaiserin hier in Potsdam zu bekommen, finde ich großartig. Es ist ruhiger, aber nicht zu ruhig. Ich werde wunderbar mit Susi und der kleinen Maus spazieren gehen können. Wir haben Freunde und Familie um die Ecke und auch ganz viele Spielplätze. Nun brauchen wir nur noch einen Kitaplatz. Aber der wäre in Berlin mindestens genauso schwer zu bekommen gewesen.

 

Fazit

Stefan: Auch wenn ich, wie erwähnt, schon ein eher lauter Mensch, mit ordentlich Feuer im Arsch (sollte man das schreiben 😉 ? ) bin, genieße ich ein wenig mehr Ruhe im Gegensatz zu Berlin sehr und gerade näher an der Natur zu sein, ist und wird mir immer wichtig sein. Wenn ich jetzt nach Berlin fahre und aus der Bahn steige, merke ich schon, wie mich das zusätzliche Gewusel ganz schön stresst und ich merke, wie in mir eine gewisse Unruhe aufsteigt. Doch zu wissen, dass es nur für einige Stunden sein wird, ist einfach nur schön und ich merke, der Stadtwechsel hat sich gelohnt.

Patricia: Ich bin unheimlich froh, dass wir Berlin verlassen haben und nach Potsdam gezogen sind. Hier ist es lebendig, aber nicht so stressig, wir haben viele liebe Menschen direkt vor Ort, das Gassigehen macht so viel mehr Spaß und ehrlich gesagt vermisse ich Berlin kein bisschen. Denn: Die Vorteile Berlins hat man ja trotzdem noch direkt vor der Tür! Unsere Freunde sehen wir durch den Stadtwechsel nicht weniger und wenn ich shoppen gehen will, bin ich ja sowieso regelmäßig am Ku’Damm. Danke Potsdam für diese herzliche Begrüßung. <3

PS: Wie schön Potsdam ist, könnt ihr auf Instagram unter dem Hashtag #thekaiserslovepotsdam sehen. Dort sammeln wir unsere Potsdam-Eindrücke.