„Projekt“ Minikaiser: Der siebte Schwangerschaftsmonat

Siebter Schwangerschaftsmonat

Und da ist tatsächlich schon wieder der siebte Schwangerschaftsmonat vorbei und wieder haben wir eine Menge zu berichten. Die heutigen Themen: Schwangerschaftsdiabetes, Zahnarzttermin, Elterngeld und mehr!

Zittern vor dem Schwangerschaftsdiabetes-Test

Patricia: Mit einem der leckersten Brownies, die ich jemals gegessen habe, stehe ich beim Pinterest-Blogger-Event und zittere beinahe vor Angst. Am nächsten Morgen steht der Schwangerschaftsdiabetes-Test bei meiner Frauenärztin an und ich habe ordentlichen Respekt vor dem Ergebnis. Seitdem ich schwanger bin, vergeht kaum ein Tag ohne Schokolade und auch wenn ich mich ansonsten überdurchschnittlich gesund ernähre, mir geht die Muffe. Was für eine Horrorvorstellung, den Rest der Schwangerschaft auf Süßigkeiten und mehr verzichten und mehrmals täglich den Blutzuckerspiegel überprüfen zu müssen!

Und da stehe ich mit dem zweiten Brownie, obwohl meine Frauenärztin mir geraten hat, am Tag vor dem Test nicht mehr Süßigkeiten als sonst zu essen. Nunja, wenn ich ehrlich bin: Die zwei Brownies entsprechen wahrscheinlich dem durchschnittlichen  täglichen Süßigkeitenverbrauch der letzten Monate. Was soll’s. Im Notfall lasse ich nochmal testen. Ich habe nämlich gelesen, dass der erste Test sehr oft positiv ausfällt, obwohl man gar keine Schwangerschaftsdiabetes hat.

Als ich mich am nächsten Morgen in der Praxis meiner Frauenärztin einfinde, muss ich auf nüchternen Magen eine Flüssigkeit trinken, die gefühlt den Zuckergehalt meines Süßigkeitenkonsums der ganzen letzten Woche hat. Dagegen sind russische Süßigkeiten ja bitter! Ich würge das Zeug herunter und lasse mir eine Stunde später Blut abzapfen. „Wir melden uns nur, wenn das Ergebnis positiv ist!“

Zwei Tage später klingelt mein Handy und die Stimme von Sprechstundenhilfe Susanne lässt meine Gesichtszüge komplett einfrieren. „FUCK!“ Doch Fehlalarm. Keine Schwangerschaftsdiabetes, sondern nur ein leichter Eisenmangel – ziemlich normal in der Schwangerschaft. Ein riesiger Fels fällt mir vom Herzen.

Siebter Schwangerschaftsmonat

Von Sodbrennen und anderen Schwangerschafts-Wehwehchen

Patricia: „Sie haben eine sehr vorbildliche Schwangerschaft“, sagt meine Hebamme zu mir und ich freue mich wie ein Honigkuchenpferd. Meine Werte sind bis auf den leichten Eisenmangel super, die Minikaiserin gibt eine super Figur ab und auch sonst geht es mir gut. Doch wenn euch eine Schwangere sagt, dass es ihr gut geht, dann heißt das noch lange nicht, dass sie so fit ist als wäre sie nicht schwanger. Man könnte es so ausdrücken: Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Denn als Schwangere hat man IMMER irgendwelche Wehwehchen und/oder hat einfach nicht so viel Energie wie sonst. Und das ist auch völlig logisch, wenn man bedenkt, was unser Körper während einer Schwangerschaft leistet.

Während ich im 5. und 6. Monat vor Energie meistens nur so strotze und ein ordentliches Arbeitspensum vorlegte, merke ich im 7. Monat, dass ich langsam einen Gang zurückschalten muss. Ich werde fast täglich um die Mittags- oder Nachmittagszeit müde und muss mich hinlegen, große Gassirunden mit Susi sind nur noch sehr selten drin. Sehr unangenehm ist auch Sodbrennen, was ich immer wieder bekomme, aber mit Homöopathie erfolgreich eindämmen kann.

Ich beschließe, dass ich mein Arbeitspensum reduzieren muss. Nicht nur, weil ich nicht mehr so viel Energie habe, sondern auch, damit ich mich langsam daran gewöhne, nicht mehr täglich 8 Stunden oder mehr am Rechner zu sitzen. Vier Stunden am Tag sind das Maximum, danach darf ich mich nur noch meiner privaten To-Do-Liste widmen. Und lustigerweise arbeite ich in diese vier Stunden ziemlich effektiv. Bis auf eine Ausnahme funktioniert mein 4-Stunden-Modell bisher sehr gut.

Siebter Schwangerschaftsmonat

Die Babyorganisation – Elterngeld & Mutterschutz

Stefan: Wenn ein neues Projekt geplant wird, geht es ja meist auch um die lieben Finanzen. Und das ist nun einmal auch beim Baby so :D. Daher sitzen wir eines abends zusammen und rechnen uns so durch den Elternzeit- beziehungsweise Elterngelddschungel. Und die erste Entscheidung, die wir treffen, ist, dass auch ich Elternzeit nehmen werde. Zwar nur 2 Monate, aber ich freue mich jetzt schon auf die Zeit mit der Minikaiserin 🙂 .

Natürlich sieht das bei uns als Selbständige noch einmal ganz anders aus als bei Angestellten, aber generell finde ich die Möglichkeit, mindestens 12 Monate einen Betrag vom Staat zu erhalten (ob dieser nun alle laufenden Kosten abdeckt, steht natürlich auf einem anderen Blatt 😉 ), um Zeit für die ersten Monate seines Kindes zu haben, einfach toll. Da sind wir, wenn man das zum Beispiel einmal mit der Schweiz vergleicht (dort haben Frauen nur das Recht auf Bezug von Elterngeld bis zu 3 Monaten nach der Geburt und Väter nur 1 Tag!), doch schon fast fortschrittlich.

Patricia: Das Thema Eltern- und Mutterschaftsgeld hat mir lange großen Respekt eingeflößt. Ich habe mich mit einigen selbständigen Müttern darüber unterhalten und viele unterschiedliche Dinge gelesen und gehört. Glücklicherweise habe ich, da ich in der Künstlersozialkasse bin, Anspruch auf Mutterschutz. Das haben viele Selbständige nicht.

Dennoch gibt es viel zu planen und zu jonglieren. Während des Mutterschutzes und in der Elternzeit darf ich keine Einkünfte haben, beziehungsweise würden mir diese vom Elterngeld abgezogen. Logisch. Dennoch ist es fast nicht möglich, als Selbständige komplett auszusteigen, ohne wichtige Kunden zu verlieren. Stundenlang sitze ich da, teilweise allein, teilweise mit Stefan und rechne und plane. Doch am Ende habe ich eine gute Lösung für mich gefunden und blicke nun recht entspannt in die Zukunft. Was ich jedem raten würde: Lasst euch bei der Elterngeldstelle nochmal beraten und stellt so viel Fragen wie nötig. Wir wurden sehr sehr nett behandelt und fühlten uns sehr gut beraten.

Siebter Schwangerschaftsmonat

Der Hebammentermin

Patricia: Beim Hebammentermin wird untersucht und erzählt. Diesmal hört sie mit einem einem Holzrohr die Herztöne der Minikaiserin ab und ist sehr zufrieden. Nur bei der Größe des Bauches stutzt sie und stellt besorgt fest, dass der Bauch für die 31. Woche doch etwas klein sei. „Aber ich bin doch erst 27. Woche!“ Ein kurzer Schockmoment. Doch die Hebamme war einfach nur in ihrem Kalender verrutscht.

Als auch sie uns rät, nochmal die letzte Zeit als Paar zu genießen und wenn möglich nochmal wegzufahren, machen wir Nägel mit Köpfen. Seit Monaten wünschen wir uns einen kleinen Babymoon, ich möchte gern nochmal ins Warme fliegen und ein paar Tage am Strand liegen. Doch lange war nicht klar, ob wir es uns finanziell leisten können. Doch nachdem wir unsere Finanzen auf mehreren Ebenen klären konnten, buchen wir 5 Tage Fuerteventura und strahlen wie zwei Honigkuchenpferde.

Unser erstes Babyblogger-Event

Stefan: Da geht es schon los! Geschenke gibt es jetzt nur noch für die Minikaiserin und die Events drehen sich ebenso nur noch um sie :D. Wir wurden nämlich vom lieben MAM Team zum Launch des MAM-Instagramkanals eingeladen und konnten unsere ganz persönliche Milestonecard der Schwangerschaft (diese könnt ihr bald bei uns gewinnen 😉 ) gestalten lassen. Dabei gab es für uns die ersten Schnuller, meine Favorit natürlich die „I Love Daddy“-Variante 😉 . Ein toller Nachmittag, an dem wir auch gleich noch andere Blogger mit Babythema kennenlernten.

Neues für Mamikaiser und Minikaiserin

Patricia: Beim MAM-Event staubt die Minikaiserin ordentlich ab. Mehrere Nuckel, Fläschchen und Zahnputz-Utensilien ziehen in ihr Zimmer ein, das leider immer noch einem Abstellraum gleicht. Was die Erstausstattung und Kinderzimmereinrichtung angeht, kommen wir im 7. Schwangerschaftsmonat nicht wirklich voran. Aber das macht nichts. Alles Stück für Stück.

Dafür schrumpft meine Garderobe gefühlt wöchentlich. Ich schlage bei Kleiderkreisel und Mamikreisel zu und bin gespannt, wie oft ich bis zum Ende der Schwangerschaft noch Kleidungsstücke nachkaufen muss. Ein Maxikleid in Größe 46 habe ich schonmal. Dort habe ich noch recht viel Puffer. Notfalls muss ich das eben den kompletten letzten Monat über tragen. 😉

Siebter Schwangerschaftsmonat

Guiness Buch der Weltrekorde?

Patricia: Dass wir in einem sehr kinderfreundliches Haus gezogen sind, war uns schon lange klar. Der kleine Spielplatz im Garten hat mich schon in der Wohnungsannonce im Internet verzückt und auch der nette Herr von der Hausverwaltung hat uns von den vielen Familien im Haus erzählt. Doch als sich beim Hofbrunch des Hauses herausstellt, dass wir derzeit 5 (fünf!) Schwangere im 10-Parteien-Haus sind und am Ende des Jahres hier 12 Kinder unter (ich schätze mal) 7 Jahre wohnen werden, sind wir alle ein wenig schockiert. Ob das (zumindest für Deutschland) schon ein Rekord ist? Und wo sollen die ganzen Kinderwägen hin?

Doch wenn man sich überlegt, wie toll die Kids miteinander aufwachsen und im Garten zusammen spielen können, ist diese Babyboom-Sache doch ziemlich genial. Man könnte ja glatt eine Kindergartengruppe gründen! Ich bin schon total gespannt, wie sich das Ganze entwickelt. Wir fühlen uns hier im Haus bisher pudelwohl und wurden sehr herzlichen aufgenommen. Übrigens bin ich von den 5 Schwangeren die erste, die entbinden wird.

Ein Zahn pro Kind…

Patricia: „Man sollte während der Schwangerschaft unbedingt zum Zahnarzt gehen!“, höre ich und mir wird ein bisschen unwohl. Aber nur ein bisschen, denn bisher habe ich keinerlei Beschwerden und gehe immer sehr gern zu unserem Zahnarzt, den wir auch auf keinen Fall wechseln werden. Als er mich sieht, grinst er über das ganze Gesicht. Er ist nicht viel älter als Stefan und ich und beim ersten Termin vor einigen Jahren habe ich ihn zunächst fälschlicherweise für den Praktikanten des „richtigen“ Zahnarztes gehalten.

Ich berichte ihm von meinen Sorgen und er erklärt mir, dass diese Theorie, dass man pro Kind einen Zahn verliert, ein Ammenmärchen sei. Was stimmt, ist, dass das Zahnfleisch bei den meisten Schwangeren anschwillt und es dadurch leichter blutet. Das kann dazu führen, dass auch die Zähne in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein bis zwei Untersuchungstermine in der Schwangerschaft sind also tatsächlich ratsam, um eben das zu beobachten. Mein Zahnfleisch ist jedoch nur minimal geschwollen und ich verlasse die Praxis völlig beruhigt. Wenn die Minikaiserin meine Zähne bekommt, ist sie ziemlich gut dran. Die Augen darf sie aber ruhig von Stefan abkriegen. 😉

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Kommentar

  • Anja

    Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Aber warte nur, bis eure Minikaiserin da ist… an Kindern merkt man erst richtig, wie schnell „schnell“ ist 😉 Kaum sind sie aus den Windeln raus, laufen sie bereits alleine in den Kindergarten.
    Beim Sodbrennen haben mir übrigens Mandeln super geholfen. Einfach eine oder zwei Mandeln gründlich kauen… oder auch ein Teelöffel (trockene) Haferflocken. Schmeckt einfach weniger lecker, hilft aber auch sehr gut 😉
    Liebe Grüsse!

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