„Projekt“ Minikaiser: Der sechste Schwangerschaftsmonat

6. Schwangerschaftsmonat

Letzte Woche begann der 7. Schwangerschaftsmonat und im 6. war wirklich eine Menge los. Feindiagnostik, Schwangerschaftsyoga, Infoabend im Krankenhaus, Saunatag, Planungen für die Erstausstattung und noch mehr. Die Bilder für dieses Schwangerschaftsupdate wurden diesmal von der wunderbaren Andrea Mühleck gemacht. Eigentlich lebt und fotografiert Andrea in Freising bei München, war aber letzte Woche in Berlin und so verbrachten wir zwei lustige Stunden mit ihr. Danke für die schönen Bilder, Andrea!

Die Feindiagnostik

6. Schwangerschaftsmonat

Stefan: Nachdem wir ja schon die ersten Shootings der Minikaiserin hinter uns haben, steht nun der Feindiagnostiktermin ins Haus. Dabei wird in einem umfassenderen Ultraschall genau geschaut, ob die Größe der einzelnen Organe „normal“, die Geschwindigkeit der Herztöne in Ordnung ist und noch ein paar andere Sachen. Und hoffentlich bekommen wir heute definitiv mitgeteilt, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Die Aufregung steigt…

Der Untersuchungsraum ist irgendwie abgedunkelt und ein großer Bildschirm eingeschaltet. Es fehlen nur noch Popcorn und Nachos und wir wären im Kino 😀 . Er startet mit den Organen und alles scheint in Ordnung zu sein, bis er versucht das Herz zu messen. Irgendwie ist er jetzt noch ruhiger als vorher und wir warten ewig auf sein „Ok“. Nach gefühlten Stunden, stellt sich heraus, dass er einfach Schwierigkeiten hat, durch die Lage der Minikaiserin, genau zu messen. Also alles in Ordnung, er war nur sehr konzentriert. Puuh… der erste Schreck ist überwunden.Und es ist amtlich, wir bekommen ein Mädchen!

6. Schwangerschaftsmonat

Patricia: „Verdammt!“, denke ich, als wir uns auf den Weg zur Feindiagnostik machen. „Ich habe vergessen, meine Beine zu rasieren!“ Natürlich gibt es Schlimmeres und wenn es einfach nur meine Frauenärztin gewesen wäre, die die Feindiagnostik durchführt, wäre es mir auch ziemlich egal gewesen. Aber für die Feindiagnostik kommt extra ihr Kollege, der normalerweise in der Partnerpraxis in Spandau sitzt. Doch als ich den abgedunkelten Raum betrete, geleitet mich der sympathische Herr nach der Begrüßung am Umkleidebereich vorbei und ich frage ganz irritiert, ob ich nichts ausziehen muss. Er grinst und schüttelt den Kopf. Jetzt, wo ich mich nicht untenrum nackig machen und ihm meine unrasierten Beine präsentieren muss, ist er mir doch gleich noch sympathischer.

Es ist total spannend, die Minikaiserin auf solch einem großen Bildschirm zu sehen und wir starren gebannt darauf. Mir kommen zwischendurch mal wieder die Tränen und wir scherzen immer wieder herum. Doch dann herrscht gefühlte Minuten lang eine Pause und mein Herz fängt an schneller zu schlagen. Doch alles ist in Ordnung und nun steht das Geschlecht wirklich final fest. Nachdem es bei drei Untersuchungen stark nach einem Mädel aussah, ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir die rosa Kleidchen einem Minikaiser anziehen müssen, sehr gering.

Schwangerschaftsyoga

6. Schwangerschaftsmonat

Patricia: An demselben Abend mache ich mich zum ersten Schwangerschaftsyogatermin auf. Mich erwartet ein sehr gemütlicher Raum in einem Hinterhof in Babelsberg, in dessen Mitte ein Strauß frischer Blumen steht. Die Yogalehrerin ist sympathisch und die anderen Frauen scheinen auch nett zu sein. Allerdings bin ich doch recht erstaunt, wie jung ich in dieser Runde bin. Nur eine Teilnehmerin ist (ein Jahr) jünger als ich, dann geht es erst wieder ab 32 los und geht bis 42. Nicht dass ich irgendetwas gegen Schwangerschaften ü30 hätte, um Gottes Willen. Ich beobachte einfach nur erstaunt den Wandel der Zeit, denn meine Mama galt mit 26 damals schon als ältere Mami.

Nach der ersten Yogastunde gehe ich so tiefenentspannt wie seit Wochen nicht aus dem Kurs. Nach den letzten stressigen und emotional aufreibenden Wochen war das jetzt genau das Richtige. Bei den nächsten Malen komme ich aufgrund meiner Symphysenlockerung ein wenig an meine Grenzen und kann leider nicht alle Übungen mitmachen, aber ich übe mich darin, zu akzeptieren, dass ich nunmal nicht immer perfekt „funktioniere“. Das lerne ich schon die ganze Schwangerschaft über…

Der Infoabend im Krankenhaus

6. Schwangerschaftsmonat

Stefan: „Infoabend im Krankenhaus, na ok“, dachte ich. Da ich als Kind wegen meines Asthmas doch sehr viel Zeit im Krankenhaus verbringen musste, hatte ich ehrlich gesagt nie eine so gute Beziehung zu Krankenhäusern. Ich versuche sie, soweit es geht, zu meiden (wer tut dies nicht 😀 ). Doch da wir nach den Absagen der Geburtshäuser in der Umgebung ja keine andere Wahl haben, als die Minikaiserin im Krankenhaus auf die Welt zu bringen, ist es schön, sich einen ersten Eindruck verschaffen zu können. Und so stehen wir nun pünktlich um 19 Uhr an einem Donnerstagabend vor dem Krankenhaus und niemand ist weit und breit zu sehen. Ich frage an der Information, ob denn heute der monatliche Infoabend zur Geburtshilfe stattfindet und die Frau sagt mir, dass dieser am Ende des Flures stattfindet. Und natürlich haben sie schon begonnen, wir sind also, obwohl wir pünktlich waren, wieder einmal zu spät (doch dieses Mal kann ich ehrlich nichts dafür, Patricia! 😛 ).

Die Hebammen stehen mit einer der verantwortlichen Ärztinnen vorne und haben auch eine schöne Präsentation zu allen Themen rund um die Geburt mitgebracht. Jede Frage wird in der nächsten halben Stunde beantwortet und einiges zu den Vorgängen dort erklärt.  Mir erscheinen auf den ersten Blick alle wirklich sehr sympathisch und zum ersten Mal fühlt sich das Thema „Wir bekommen ein Kind“ noch realer an. Da man als Mann ja nur sehen kann, wie der Bauch größer wird (also der der Frau, andernfalls macht ihr etwas falsch 😉 ), ist so ein Termin perfekt, um sich bei dem ganzen Stress, den man drumherum hat und sich macht, wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich, dass man eine richtige eigene Familie gründet und ein Teil von sich bald in den Händen halten wird!

Irgendwie fühle ich mich hier gut aufgehoben und als wir die Kreissääle besuchen (das erste Mal übrigens für mich, wenn man von meiner eigenen Geburt absieht), kommt es mir nicht mehr so richtig wie ein Krankenhaus vor. Alles ist sehr schön und neuwertig eingerichtet und irgendwie doch gemütlich (also so gemütlich wie es halt für einen Kreissaal geht 😀 ). Als wir uns auf den Weg nach Hause machen, fühlen wir uns irgendwie gleich viel sicherer! Und denken uns, dass wir hier definitiv unsere Minikaiserin bekommen können.

6. Schwangerschaftsmonat

Patricia: Als wir das Krankenhaus betreten, um nach dem Infoabend zu „suchen“, landen wir plötzlich im hinteren Teil des Krankenhauses, in dem etwa 50 Menschen (die Babys in den Bäuchen der Frauen natürlich nicht einberechnet) auf eine Power-Point-Präsentation starren. Im ersten Moment bin ich irritiert von der Menschenmenge, schließlich findet dieser Infoabend alle zwei Wochen statt und dieses ist das kleinere von zwei Krankenhäusern in Potsdam. Doch uns werden sogar noch Sitzplätze freigemacht und der Vortrag ist wirklich nett.

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich unbedingt in ein Geburtshaus wollte, doch nach diesem Abend ist meine Aversion gegen eine Geburt im Krankenhaus wie weggeblasen. Das Krankenhaus wirkt auch auf mich modern und gemütlich gleichzeitig, die Hebammen sind sehr nett und auch auf der Geburtsstation fühle ich mich sofort wohl. Doch für mich als Geruchsmensch am beeindruckendsten: Es riecht nicht nach Krankenhaus! Und so einen Kreißsaal habe ich mir ehrlich gesagt viel ungemütlicher vorgestellt.

Die große Badewanne ist mir als Wasserratte gleich sympathisch und ich kann mir gut vorstellen, dort während der Geburt ein paar Stunden zu verbringen. Hier fühle ich mich gut aufgehoben und Stefan geht es genauso. Das erste Mal fühlt sich das mit dem Nachwuchs so richtig real an, doch es macht mir keine Angst. Wir gehen richtig beschwingt nach Hause und hoffen, dass wir die Minikaiserin in diesem Krankenhaus bekommen dürfen. Sollte es nämlich irgendwelche Komplikationen geben, müssen wir auf das andere Krankenhaus ausweichen.

Saunieren in der Schwangerschaft?

6. Schwangerschaftsmonat

Stefan: Wenn man so überhaupt keine richtige Ahnung hat, was man als Schwangere machen darf oder nicht, ist alles ein Rätsel. Und man versucht alles zu googlen. Denn Herr Google weiß ja angeblich alles, macht dich aber meistens nur verrückt, durch irgendwelche Horrorforenbeiträge, bei denen man sich nach dem Lesen in einem Zimmer einschließen möchte, oder besser Patricia einschließen möchte.

Zum Saunieren während der Schwangerschaft hat Herr Google verschiedene Meinungen und so holen wir uns auch noch einmal das OK unserer Frauenärztin. Diese meint, dass wenn man das Saunieren gewohnt ist und gut verträgt und außerdem nicht übertreibt, absolut nichts dagegenspricht. So machen wir uns an einem Mittwoch auf, um einen entspannten Wellnesstag in Berlin im Liquidrom zu verbringen. Ich habe doch ehrlich gesagt schon ein wenig Angst, dass Patricia die Hitze nicht verträgt. Doch sie sitzt bei fast jedem Saunagang vor mir (ich cooler Typ sitze natürlich ganz oben, da wo es am heißesten ist B-)) und hält bis zum Schluss durch.

6. Schwangerschaftsmonat

Patricia: Seit Wochen freue ich mich auf den Wellnesstag und bin deshalb sehr froh, als meine Frauenärztin mir das Go gibt. Ich fühle mich pudelwohl in der Sauna, habe keine Probleme und mir starrt auch niemand auf meinen Bauch, wie ich mehrfach gelesen habe. Ich genieße die Hitze, die Gerüche der Aufgüsse und das Schwitzen. Doch noch mehr genieße ich das Gefühl von Schwerelosigkeit im Thermalbecken. Als ich wieder aus dem Wasser steige, nehme ich den Bauch, der zwar nicht riesig, aber eben da ist, wieder richtig wahr und kann mir vorstellen, dass Schwimmen gerade am Ende der Schwangerschaft gut tut.

Neues für Mamikaiser und Minikaiserin

6. Schwangerschaftsmonat

Nachdem im 5. Monat gar nichts geshoppt wurde, haben wir im 6. ganz schön zugeschlagen. Und die Omas gleich mit. Nachdem ich bei H&M eigentlich nur nach einem Kleid und einem Bikini für mich geschaut hab, stand ich plötzlich in der Kinderabteilung und dann war es zu spät. Für mich sprangen ein Bikini und ein Kleid (beides normale Kollektion einfach zwei Größen größer) heraus und für die Minikaiserin rosa Kleidchen, Häschenstrickjacke und Bambi-Body. Hach. Das Kleid ist übrigens das, was ich auf den Bildern trage. 😉

Auch die zukünftigen Omas kauften süße kleine Babyklamotten und von meiner Schwiegermama gab es sogenannte Meilensteinkarten.

Der 2. Hebammentermin

6. Schwangerschaftsmonat

Stefan: Dieses Mal ist es wirklich sehr angenehm und die Hebamme erklärt uns einiges zur Erstausstattung und anderen wichtigen Dingen, die in den nächsten Wochen auf uns zukommen werden. Bisher scheint ihr Erfahrung nach alles super zu laufen, was die Schwangerschaft angeht.

6. Schwangerschaftsmonat

Patricia: Diesmal geht es unter anderem um das Thema Schwangerschaftsdiabetes, da der Test darauf beim nächsten Termin beim Frauenarzt ansteht. Doch dazu beim nächsten Mal mehr. Außerdem erklärt uns die Hebamme, dass jetzt der ideale Zeitpunkt wäre, um nochmal zu zweit zu verreisen (ach ja, das wäre schön) und sich langsam um die Erstausstattung zu kümmern. Sie tastet meinen Bauch ab und vermisst die Minikaiserin. Alles scheint in Ordnung.

Arbeit, Arbeit, Arbeit und das schlechte Gewissen

6. Schwangerschaftsmonat

Patricia: Im 6. Monat fühle ich mich die meiste Zeit sehr gut und arbeite dementsprechend auch viel. Das ist auch nötig, denn ich stecke mitten in den Vorbereitungen für meinen Online-Videokurs für Fotografie-Einsteigerinnen Camwoman. Doch aufgrund der vielen Arbeit finde ich kaum Zeit, um mich mit Themen wie der Erstausstattung zu beschäftigen und allmählich fühle ich Druck und ein schlechtes Gewissen. Ich weiß einfach nicht, wie ich das alles unter einen Hut bekommen soll und was ich zuerst tun soll. Doch ich finde die richtige Lösung für mich und beschließe, mir an einem Wochenende eine Arbeitsauszeit zu nehmen und mich nur mit privaten Dingen zu beschäftigen. Wie der Erstausstattung.

Erste Planungen für die Erstausstattung

6. Schwangerschaftsmonat

Patricia: Einen kompletten Samstag sitze ich vor dem Laptop und wühle mich durch Internetseiten und Blogs. Ich erstelle eine Liste, was wir alles brauchen und teile auch gleich ein, was wir selbst kaufen müssen, was wir uns schenken lassen können und was wir von meiner Cousine geliehen bekommen. Obwohl ich danach immer noch ein wenig verwirrt bin, weil man eben nicht weiß, was man am Ende tatsächlich braucht, weil jedes Baby anders ist, fühle ich mich soooo viel besser. Ich habe einen Überblick UND ich habe eine Kinderzimmerkonzept. Denn nachdem ich mich gefühlte Ewigkeiten durch Pinterest gewühlt habe, entdecke ich DEN inspirierenden Pin. Lasst euch überraschen. Ich verrate nur so viel: Es wird kein sonderlich klassisches Babyzimmer. 😉

Am nächsten Tag kaufen wir auch gleich das erste Möbelstück für die Minikaiserin. Einen Stubenwagen. Nachdem ich mich nämlich durch einige Artikel zum Thema Babybett gelesen habe, sagte mir mein Gefühl, dass ich hier noch nicht in ein Babybett für mehrere hundert Euro investieren möchte. Bei ebay-Kleinanzeigen ergattern wir einen Stubenwagen für nur 15 Euro und fahren ihn stolz wie Bolle nach Hause.

Du hast bis hierhin gelesen? Respekt! Diesmal ist es wirklich ein langes Schwangerschaftsupdate geworden. Und wir hätten noch viel mehr schreiben können! Wenn dich ein bestimmtes Thema besonders interessiert, hinterlass doch gern einen Kommentar und wir verfassen einen separaten Artikel, in dem wir genauer darauf eingehen.

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Kommentare

  • Ulrike

    Hallo Ihr beiden!
    Ist mal wieder ein sehr schöner Beitrag von euch. Hab mich gleich beim lesen in all die von euch beschriebenen Situationen zurückversetzt gefühlt und in schöner Erinnerung geschwelgt. Ach schön! Macht weiter so!!!

    P.S. Falls ihr Interesse an gebrauchter Mädchenausstattung habt, könnt ihr euch gern melden! Bin gerade am aussortieren😉.

    • Patricia

      Vielen lieben Dank, liebe Ulrike!
      PS: Das klingt interessant. Ich connecte dich mal bei Facebook. 🙂

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