Das Kleiderschrankprojekt im Selbstversuch – Teil 2

Das Kleiderschrankprojekt

Im Oktober habe ich ihn gestartet. Den Selbstversuch zum Thema Capsule Wardrobe mit Hilfe des Buchs „Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees. Und ich war unglaublich erstaunt, wie viele Blogleserinnen und auch Frauen in meinem Umfeld ich mit dem Thema begeistern konnte. Es scheint wirklich sehr vielen so zu gehen wie mir. Und genauso groß war das Interesse daran, wie es denn bei mir weiterging mit dem Kleiderschrankprojekt.

14 Tage – 14 Outfits

Ich startete damit, 14 Tage lang meine Outfits zu dokumentieren – so die Anweisung im Buch. Ich machte das einfach öffentlich auf Instagram. Und was soll ich sagen? Bereits nach wenigen Tagen hatte ich erneut das große Bedürfnis meinen Kleiderschrank auszusortieren, obwohl ich das gerade erst getan hatte und obwohl meine Garderobe, durch die Stillzeit, ja eh schon begrenzt war. Doch mir wurde bei vielen Teilen schnell bewusst, dass ich diese nicht in den 14 Tagen anziehen würde. Also raus damit. Außerdem merkte ich, dass ich nur dadurch, dass ich mich gedanklich bewusster mit meiner Garderobe auseinandersetzte, viel bewusster einkaufte. Während der 14 Tage merkte ich, dass ich mir gern einen Pullover kaufen möchte, ließ mir aber über einen Monat Zeit, bis ich dann wirklich zuschlug. Das Gleiche galt für meine Winterstiefel.

Das Kleiderschrankprojekt

Warum ich keine Basics mag

Nachdem ich nun zwei Wochen lang meine Outfits dokumentiert hatte, wusste ich schon viel mehr über meinen Stil als vorher. Okay, vieles war mir vorher irgendwie schon klar, aber nicht so bewusst. Oder ich wollte es mir vielleicht auch einfach nicht eingestehen. Zum Beispiel, dass Bequemlichkeit sehr wichtig für mich ist. Ich ziehe einfach keine hohen Schuhe im Alltag an. Gleichzeitig stellte ich aber auch fest, dass ich überhaupt keine Basics mag. Wenn ich ein einfarbiges Longsleeve anziehe, fühle ich mich darin unwohl. Selbst wenn ich eine Statement-Kette drüberhänge. Dazu kommt, dass ich wegen Marlena momentan sowieso kaum Schmuck tragen kann, weil das einfach sehr gefährlich für meine Ohren und meinen Hals ist. 😀 Doch die Erkenntnis, dass Basics einfach nicht meins sind, hilft mir sehr weiter. Denn jahrelang dachte ich, ich müsste Basics kaufen und nicht immer nur gemusterte, bunte Teile. Doch jetzt, wo ich mir eingestehen kann, dass Basics und ich einfach so gar nicht matchen und keine Aussicht auf eine funktionierende Langzeitbeziehung haben, brauche ich sie auch nicht mehr daten. Ich schaue mich einfach nach Teilen um, die zwar gut zu kombinieren sind, mich aber trotzdem glücklich machen, weil sie eben irgendwas Besonderes haben. Denn ich merke, dass sogar meine super kuschlige beige Strickjacke mich nicht happy macht. Weil sie langweilig ist.

Butter bei die Fische – Die Analyse

Doch auch wenn ich, ohne mich groß anzustrengen, nur durch die Dokumentation der 14 Outfits schon sehr viel über meinen eigenen Stil gelernt hatte, stand der Fragebogen im Buch noch bevor. Das erste Mal in meinem Leben setzte ich mich so richtig mit meinem eigenen Stil auseinander. Nichtmal die Psychotests in der Bravo Girl waren so hilfreich wie diese Fragen. 😉 Zum Beispiel wurde gefragt, welches mein Lieblingsoutfit war (Nr. 14) und warum (ich mag den Mustermix und Lagenlook, es ist bequem, aber trotzdem nicht langweilig) und welches ich am wenigsten mochte (Nr. 12) und warum (Rock und Bluse sind etwas zu weit (und werden jetzt auch wieder aussortiert, obwohl ich sie erst im Herbst gekauft habe und die Strickjacke passt auch nicht so richtig zum Rock). Ich hab mir durch die Fragen eingestanden, dass ich meistens lieber etwas over- als underdressed bin. Und auch, dass ich momentan nicht zufrieden bin mit meinem Stil. Dass ich momentan ein wenig in der Schwebe hänge, nicht nur meine Konfektionsgrößen betreffend (was ja ganz normal ist wenige Monate nach der Geburt), sondern auch, was meinen Stil betrifft. Aber es ist, als wäre ich vorher im Nebel herumgeirrt und nun beginnt er sich zu lichten. Ich weiß nun viel mehr, welches Teil „Patricia“ ist und welches nicht. Und sortiere auch rigoroser aus. Denn für jedes Teil, das geht, darf ja auch gern eines nachkommen, das ich wirklich richtig gern mag.

Wie geht es nun weiter?

Ich bin nun in Teil 3 des Buchs gelandet und soll nun meinem eigenen Stil noch näher kommen. Ich habe noch nicht angefangen weiterzulesen und bin schon sehr gespannt, was ich nun noch lernen werde. Dieses Buch war schon auf den ersten knapp 40 Seiten so bereichernd, dass ich es wirklich jeder Frau weiterempfehlen kann. Außerdem werde ich glaub ich das 14-Tage-Programm mit meiner Frühlings/Sommergarderobe nochmal wiederholen. Dann passen mir auch hoffentlich wieder die restlichen Klamotten aus der Zeit vor der Schwangerschaft! Momentan würde ich nämlich sehr sehr gern die Umstandsjeans wieder beiseite packen und wieder eine richtige anziehen. Doch noch passe ich nicht ganz rein.

Das Kleiderschrankprojekt

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