Buch des Monats – Jan-Philipp Sendker: Das Herzenhören

Das HerzenhörenDie meisten ungelesenen Bücher, die in meinem Regal stehen, sind Geschenke. Ich lasse mir sehr gern Bücher schenken, komme aber leider kaum hinterher. Meine Mama fragt dann aller paar Monate nach, ob ich „ihr“ Buch denn schon gelesen hätte. Meistens muss ich dann verneinen. Im Dezember begann ich dann endlich, ihr „Geburtstagsbuch“ zu lesen und nachdem ich vom „Weihnachtsbuch“ des Vorjahres irritiert gewesen war, machte sie mir Hoffnungen, dass dieses nun besser wäre. Nun, es ist Buch des Monats geworden, also kann es so schlecht ja nicht sein, oder? Schauen wir doch mal.

Ansonsten habe ich im letzten Monat noch „Großstadtmädchen haben’s schwer“ von Nora  Lämmermann und Simone Höft (Ganz unterhaltsam, aber man verpasst nicht wirklich etwas, wenn man es nicht hört.) und „Valentine: Tag der Liebenden“ von Samantha Young (Absolut nicht mein Ding. Ich konnte es nichtmal zu Ende hören.) gehört.

Verfasser, Titel und Verlag: Jan-Philipp Sendker , Das Herzenhören, Heyne

Wovon handelt das Buch? Die 27-jährige Julia Win reist von New York nach Birma, um ihren spurlos verschwundenen Vater zu suchen. Dort trifft sie auf einen Einheimischen, der ihr die bisher unbekannte Lebensgeschichte ihres Vaters erzählt und ein Familiengeheimnis enthüllt.

Warum ist dies dein Buch des Monats? Im Januar habe ich euch ja ziemlich wehmütig geklagt, dass es im letzten Jahr kaum ein Buch gab, das mich so richtig berührt hat. Jeder, der wenigstens einmal ein Buch gelesen hat, das ihn auf irgendeine Art berührt oder in seinen Bann gezogen hat, weiß, was ich meine. Nun war es endlich wieder so weit. „Das Herzenhören“ ist eines dieser Bücher, das ich wahrscheinlich nie vergessen werde. Denn erzählt werden gleichzeitig eine beeindruckende Lebens- und eine berührende Liebesgeschichte, die nicht einen Hauch Kitsch in sich trägt und wahrscheinlich genau deshalb ganz nah ans Herz geht. Man denkt immer, man hat irgendwie schon jede Art von Liebesgeschichte wenigstens in Ansätzen gehört. Man kann das Rad schließlich nicht neu erfinden, nicht? Doch die Liebesgeschichte von Tin Win und Mimi war für mich eine ganz neue Facette der Liebe und einfach unendlich schön. Doch man kann dieses Buch gar nicht so sehr mit Worten beschreiben, denn „Das Herzenhören“ hat eine ganz eigene Magie. Ihr solltet es einfach lesen.

Zitiere einen Satz oder eine Passage aus dem Buch! (Es fiel mir sehr schwer, mich für eines zu entscheiden, weil es so viele schöne Zitate gibt.) „‚Nicht alles, was wahr ist, kann man erklären, Julia‘, unterbrach er mich. ‚Und nicht alles, was man erklären kann, ist wahr.'“

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