5 Monate Minikaiserin Marlena – Ein Update und unser Alltag mit Baby

Alltag mit BabySeit Silvester ist Marlena bereits 5 Monate alt und da dachten wir uns, es ist längst mal wieder Zeit für ein neues Babyupdate. Nach dem ersten Monat mit Marlena haben wir ja berichtet, wie es so lief, doch seitdem hat sich einiges getan. Wir verraten, was und wie unser Alltag mit Baby so ist. 🙂 Die Bilder sind übrigens beim Familienshooting mit der lieben Patti entstanden, die ja auch Marlenas Geburt fotografiert hat.

Unser Alltag mit Baby und das Thema Rhythmus

Baby wickelnPatricia: Wenn man zu zweit zu Hause ist, dann hat das sehr viele Vor- aber auch ein paar Nachteile. Irgendwann kam bei Stefan der Punkt, an dem er angesprochen hat, dass er das Gefühl hat, zu wenig zu schaffen. Zu wenig konzentriert arbeiten zu können. Wir haben eine sehr offene Wohnung. Die Arbeitsplätze sind im Wintergarten und ich halte mich die meiste Zeit mit Marlena im Wohnzimmer, genau daneben, auf. Deshalb bekommt Stefan eigentlich alles mit. Und hat sich dann auch schnell ablenken lassen. Und auch ich hatte das Gefühl, dass ich zu nichts komme und wenig am Tag schaffe. Also haben wir uns hingesetzt und einen Plan erstellt. Einen Tagesablaufplan für den Alltag mit Baby. Und der erleichtert uns das Leben wirklich ungemein. Wir haben beide nun wieder das Gefühl, genug zu schaffen und können die Marlena-Zeit jeweils total genießen. Natürlich ist nicht jeder Tag gleich und manchmal verschiebt sich auch alles ein wenig, aber das grobe Raster stimmt.

Stefan: Wenn man ein Baby bekommt, ändert sich einfach alles. Das hätte ich definitiv nicht gedacht. Wenn ihr Telefontermine habt, ist das einem Baby ganz egal, es schreit, wann es will. Denn ein Baby hat immer noch einen Urinstinkt, wenn es um Hunger geht und richtet sich nicht wie wir nach Zeiten (was nebenbei ja auch gut ist). Und daher ist das mit dem Rhythmus im Alltag mit Baby leider manchmal noch ein wenig schwierig. Doch ansonsten haben wir uns schon gut eingegroovt. An einigen Tagen geht Patricia gegen 5 oder 6 bereits an den Schreibtisch, während ich noch mit Marlena schlafe. Dann stehe ich auf, mache Frühstück und Patricia zieht Marlena in der Zeit an. Anschließend frühstücken wir und ich mache mich mit Baby in der Trage und Hund auf zum Gassigehen. In der Zwischenzeit kann Patricia dann schon einmal ein paar Sachen erledigen. Und wenn wir wiederkommen, übernimmt die Mama wieder und ich arbeite bis zum Mittag. Dann heißt es für mich kochen und währenddessen Marlena bespaßen und anschließend die nächste Gassirunde gehen. Dann kann ich bis zum Abend weiterarbeiten. Abends machen wir es uns dann auf dem Sofa gemütlich bis Patricia mit Marlena um 22 Uhr ins Bett geht und ich noch weiterarbeite. So sehen die Tage ohne Termine außerhalb meist aus.

Wie sind die Tage? Wie geht man mit einem aktiven Baby um?

Baby wickelnPatricia: Ich habe mitbekommen, dass Babys eigentlich viel schlafen. Auch tagsüber. Das hab ich mitbekommen, wenn ich mit anderen Babys zusammen war oder mit anderen Müttern erzählt hab. Marlena war allerdings von Geburt an (außer an ihrem Geburtstag) immer sehr viel wach. Sie beobachtet alles sehr genau und oft haben wir den Eindruck, dass sie einfach nichts verpassen will. Wenn viel um sie herum los ist, wie auf Partys oder auch an Silvester, dann fällt es ihr besonders schwer zu schlafen. Allerdings weint sie nicht, sie ist einfach wach. Für uns ist das mittlerweile ganz normal, wir kennen es ja auch nicht anders. Ein kleines bisschen anstrengend ist manchmal höchstens, dass sie viel Aufmerksamkeit braucht, wenn eben gerade nicht viel los ist. Wenn Mama einfach nur die Wäsche aufhängt und nicht gerade auf einer Party ist, auf der es ganz viel zu beobachten gibt. Aber dann versuche ich eben zu singen und zu tanzen, während ich die Wäsche aufhänge und das hilft dann meistens. 😉

Stefan: Jedes Mal wenn ich mit meiner Oma telefoniere und das Thema Marlena und Schlafen aufkommt, erzählt meine Oma davon, wie sie meinen Onkel damals als Baby sogar wecken musste, damit dieser wenigstens ein Mal am Tag etwas zu essen bekommt. Tja, bei uns ist das anders. Marlena wird später Seminare zu Powernapping geben können. Der Titel der Seminarreihen: „Wie kann ich in 10 Minuten Schlaf so viel Energie bekommen, dass ich danach 4 Stunden wach bin?“ 😀 . Daher wechseln wir uns natürlich auch viel ab, beschäftigen sie mit Geschichten erzählen, hören mit ihr viel Musik und setzen sie bei jedem Essen zu uns an den Tisch (der Tripp Trapp von Stokke hat sich jetzt schon mehr als bezahlt gemacht 😉 ) . Sie ist halt immer dabei und dafür ist sie die meiste Zeit echt ganz schön entspannt und beobachtet einfach nur alles.

Wie sind die Nächte?

Baby schlafenPatricia: Viele, die Marlena erleben, sind erstaunt über das kleine Energiebündel und einige schauen uns sogar etwas mitleidig an, weil sie eben fast immer wach ist und bespaßt werden möchte. Aber wisst ihr was? Unsere Nächte sind fast immer super und das ist soooo viel wert. Das schenkt einem so viel Energie für den Tag. Dank des Familienbetts merke ich kaum, wann Marlena aufwacht. Ich kann am nächsten Morgen zwar ungefähr sagen, ob sie selten oder oft an die Brust wollte, aber auch nur ungefähr. Ich gucke nicht auf die Uhr oder stehe auf, alles findet im Halbschlaf statt. Und daran, dass ich doch relativ wenig Platz zum Schlafen habe, hab ich mich mittlerweile total gewöhnt. Und ich liebe es einfach, mit ihr zu kuscheln und sie so nah bei mir zu haben.

Stefan: Die Nächte sind super. Wahrscheinlich werden mich jetzt andere Väter hassen, aber ich schlafe in der Regel die ganze Nacht durch. Da Marlena bei uns mit im Bett schläft, muss Patricia nicht raus, um sie im anderen Zimmer zu stillen, kein Licht anmachen oder sonst etwas.

Was ist aus dem Schreien geworden?

Baby schlafenStefan: Wir waren einige Wochen nach der Geburt aufgrund eines Tipps einer Freundin bei der Osteopathie, um zu schauen, ob Marlena durch die Geburt vielleicht ein paar Verspannungen hat und tatsächlich hatte sie im Nackenbereich einige Blockaden. Dadurch hat sich immer über ihre linke Seite gedreht und konnte am Anfang den Kopf gar nicht richtig nach rechts drehen. Drei Behandlungen später war alles in Ordnung und man merkte schon, wie sie generell ein wenig ruhiger wurde und ohne Grund, wie Hunger oder Müdigkeit oder volle Windeln, nicht mehr so oft schrie.

Da Marlena ja ein sehr aktives Baby ist und dadurch auch wenig schläft, ist sie manchmal insbesondere abends sehr unruhig und verarbeitet alles, was sie so am Tag erlebt hat. Dadurch möchte sie immer am Finger nuckeln oder am besten an ihrer Lieblingsbrust. Doch gerade wenn ich mit ihr alleine bin oder draußen, war das am Anfang wirklich sehr anstrengend, da sie sich ohne Brust nicht abreagieren konnte und dann anfing zu schreien und meist gar nicht wieder aufhörte. Oft half sogar die Brust nicht, die sie dann auch einfach anschrie. Daher versuchten wir auch den Nuckel zu integrieren, doch ihr gefiel einfach keiner, egal wie hässlich oder welch komische Form dieser hatte. Kein Tipp für den neuen Superschnuller brachte uns etwas. Und so hatten wir lange Zeit eine komplette Kollektion an Schnullern zu Hause, die noch komplett unbenutzt waren. Doch das änderte sich vor einigen Wochen und nun endlich kann sie den Schnuller benutzen, um sich richtig müde zu nuckeln. Einfach herrlich, wenn sie viel schneller einschläft, ohne lange herumzuschreien.

Patricia: Wenn ich an die ersten Wochen mit Marlena denke, ist es wirklich so, als hätten wir jetzt ein anderes Baby. In den ersten Wochen hat sie wirklich viel geweint und ließ sich nicht einmal für 5 Minuten irgendwo ablegen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das vor allem durch die Osteopathiebehandlung geändert hat. Sie ist seitdem so viel entspannter. Ich weiß noch, wie fasziniert ich war, als Marlena das erste Mal 10 Minuten lang im Stubenwagen lag ohne zu weinen. Danach wurde alles Stück für Stück besser. Sie fuhr immer länger im Kinderwagen, den wir dann tatsächlich auch benutzen und nicht nur wie eine Attrappe vor uns herschieben konnten, während sie in der Babytrage war. Im November schlief sie dann sogar zum ersten Mal im Kinderwagen ein! Es kam mir vor wie ein Wunder. 😀 Am liebsten habe ich es zwar trotzdem immer noch, wenn mein kleines Koalabärchen in der Babytrage vorn an mir dranhängt, aber es ist einfach unheimlich schön und auch (für den Rücken) entlastend, wenn man mal den Kinderwagen nehmen kann oder sie mal im Laufgitter ablegen kann.

Das leidige Thema Gewicht

Patricia: Ich glaub es war an unserem zweiten Termin beim Kinderarzt Ende September oder Anfang Oktober, als das Ganze begann. Die Kinderärztin war nicht zufrieden mit Marlenas Gewichtszunahme. Sie verordnete mir, in größeren Abständen zu stillen und eine Woche später sollten wir wieder zum Wiegen. Beim ersten Mal ignorierte ich das Ganze noch mehr oder weniger, aber als Marlena auch in der Woche drauf nicht genug zugenommen hatte, wurde ich unsicherer. Die Ärztin war dabei auch nicht sonderlich hilfreich, weil sie ewig auf die Daten starrte, rechnete und uns dann fragte, was wir denn nun machen sollen. Zum Glück beruhigte mich meine Hebamme, die Marlenas Werte nicht beunruhigend fand. Trotzdem mussten wir im wöchentlichen Rhythmus zum Wiegen. Ich versuchte abzupumpen (was mir noch mehr Stress machte), wir versuchten es dann sogar mit Prenahrung (wollte Marlena nicht) und ich war oft wirklich dem Heulen nahe, weil ich mich so unter Druck gesetzt fühlte.

Bei einem Wiegetermin war die Kinderärztin dann im Urlaub und die Kollegin schaute sich Marlena an. Sie meinte, dass diese Werte veraltet wären und dass wir uns keine Sorgen machen müssen. Sie meinte außerdem, dass sie bereits sähe, dass Marlena von der Konstitution ein schlanker, aber muskulöser Typ sei und dass es auch normal wäre, dass sie nicht viel zunimmt, wenn sie doch den ganzen Tag viel wach und aktiv ist. Ende November mussten wir zum letzten Mal zum Wiegen, da war unsere Kinderärztin dann halbwegs zufrieden.

Doch wisst ihr, was ich aus der ganzen Sache gelernt habe? Dass man sich nicht verrückt machen lassen darf und wirklich auf seine Intuition hören muss. Auch wenn das vor allem am Anfang, als frischgebackene Mutter manchmal schwer fällt, da man ja auch alles richtig machen will. Meine Intuition sagte mir nämlich, dass Marlena satt wird und ich genügend Milch habe. Und ich denke, so war es im Endeffekt auch. Seitdem wir nicht mehr zum Wiegen müssen, haben Marlena und ich auch wieder einen ganz entspannten Stillrhythmus. Der Druck ist eben weg. Doch zum Thema Stillen schreibe ich am besten nochmal einen separaten Artikel. 😉

Stefan: Als Personal Trainer nutze ich das Körpergewicht eigentlich nur als eine von vielen Messgrößen, um Fortschritte sichtbar zu machen. In der Regel gilt sie für mich als die Uninteressanteste von allen. Doch jetzt sitze ich beim Frühstück mit Patricia und wir sind beide so aufgeregt, denn heute müssen wir wieder zur Gewichtskontrolle beim Kinderarzt. Denn nach gefühlten 2000 Jahren Medizin, sitzt unsere Kinderärztin noch immer mit ihrer lustigen Grafik da und versucht Marlenas Gewicht in diese einzutragen. „Sehen Sie, zwischen diesen beiden Strichen ist alles in Ordnung und am Rand der unteren Linie befindet sich Marlenas Gewicht.“ Denn sie ist angeblich zu dünn. Ein Baby sollte wohl 150 Gramm pro Woche zunehmen. Ein kleines Dilemma, denn wir finden das überhaupt nicht. Sie macht nämlich keine Anstalten hungrig zu sein, bekommt anscheinend genug Milch und ist mit 4,5 Kilogramm auf die Welt gekommen. Also, so langsam müssten wir doch in der Lage sein, zu akzeptieren, dass wir als Individuen nicht alle nach Norm wachsen, gedeihen oder sind. Und so sitzen wir wieder mit ihr bei der Ärztin und sind einfach nur genervt von ihr und ihren alten Ansichten.

Marlenas Eigenarten

Es ist ja manchmal gar nicht so einfach, zu erkennen, was tatsächlich Eigenarten eines Kindes sind und was einfach Eigenarten von Babys an sich sind. Wir haben zum Beispiel mittlerweile mitbekommen, dass so ziemlich alle Babys gern Lichter anschauen. Doch auf euren Wunsch hin haben wir mal Marlenas Eigenarten zusammengesammelt.

  • Skeptischer Blick – Fremden schenkt sie selten ein Lächeln. Man muss ja erstmal abchecken, was das da für ein Mensch ist.
  • Guckt gern Autos (besser gesagt: „Autis“ :-D, so heißen die bei uns)  auf der Straße – Das könnte sie stundenlang machen aus unserem Küchenfenster im 1. OG.
  • Liebt Trubel um sich herum – Am liebsten Partys…
  • Füße auf dem Tisch – Manieren hat sie noch nicht wirklich. Und der 3-jährige Sohn von Stefans Cousine war ganz entsetzt darüber, als er gesehen hat, wie Marlena, in ihrem Tripp Trapp, ihre Füße auf unseren Esstisch gelegt hat.
  • Lautes Organ – Wenn Marlena weint, dann ist das laut. Wenn Marlena Babygeräusche macht, dann ist das auch laut. Das Organ hat sie eindeutig von ihrem Papa.
  • Schoßkindchen – Marlena liebt es auf dem Schoß zu sitzen. Egal auf welchem. Die perfekte Kombination aus Körperkontakt und der Möglichkeit alles zu beobachten.
  • Kein Morgenmuffel – Wenn Marlena morgens aufwacht, hat sie super Laune.
  • Kitzlig am Hals – Und auch ein bisschen am Bauch. Es ist zu putzig, wenn sie dann lacht.
  • Liebt Bilder an der Wand – Unsere Bilderwand im Wohnzimmer oder auch die Hochzeitsbilder im Schlafzimmer werden von Marlena täglich bewundert.
  • Und seit Neuestem ist Marlena sehr interessiert an Susi und beobachtet sie die ganze Zeit. 🙂

Unser Alltag mit BabyFamilie mit Hund

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Kommentar

  • Anne

    Ach, das leidige Thema Gewicht kennen wir auch…Unser Sohn ist eher groß und leicht und nimmt gemächlich, aber konstant zu.Da meinte die Ärztin bei der U3 auch, dass er so dünn aussieht, obwohl er suf seiner Gewichtskurve liegt. Und auch von anderen muss ich mir immer anhören, wie „zart“ unser Kleiner ist…Zum Glück bestärkt mich unsere Hebamme immer, mich auf mein Gefühl zu verlassen und zu sehen wie fit unser Kind ist und wie toll er sich entwickelt, auch wenn er schlank ist 😉

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